schrankenlose Inhalte

schrankenlose Inhalte – freier, uneingeschränkter und gleichberechtigter Zugang zu digitale Webinhalten. Das Gegenteil sind sog. Bezahl-Schranken (Paywall), die darauf abzielen gewisse Inhalte nur für zahlende Personenkreise zeitweise oder dauerhaft zu Verfügung zu stellen.

Schrankenlose Inhalte sind nicht mit kostenlosen Inhalten gleichzusetzen. Auch Social Paymentsysteme können schrankenlos sein, z.B wenn für das Angebot um finanzielle Unterstützung geworben wird.

Die Berliner Tageszeitung (Taz) hat allerdings einen sog. Zwitter entwickelt. Wird eine taz Seite aufgerufen, popt eine die Schranke “Taz zahl ich” auf. Allerdings haben die Leser/Innen die Möglichkeit “Nein jetzt nicht” auszuwählen. Die Seite ist dann frei und kostenlos zugänglich.

Schrankenlose Inhalte leisten einen Beitrag,um Wissen zu entkommerzialisieren

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Endkommerzialisierung von Wissen

Endkommerzialisierung von Wissen – Durch die Digitalisierung ist der Zugang zu Wissen nicht mehr ausschließlich durch die kommerziellen Verwertungslogik (Gewinnbildung und Einkommensentstehung über den Markt) geprägt. Voraussetzung ist der Zugang zum Internet. Setzt sich dieser Trend fort ist der Zugang zu Wissen nicht mehr grundsätzlich vom „Geldbeutel“ abhängig.

Beispiele: Die freie Enzyklopädie „Wikipedia“ ist das bekannteste Beispiel. Jede und Jeder kann an diesem Projekt mitmachen und jeder Mensch mit einem Internetzugang kann kostenlos auf dieses digital hinterlegtes Wissen zugreifen. Im Vor-digialen Zeitalter mussten die Menschen sich z.B ein kostenpflichtiges Lexikon kaufen.

Auch die meisten kommerziellen Verlage lassen ihre Online-Artikel und Recherchen frei zugänglich im Netz. Kommerzielle Suchmaschinen helfen den Verlagen dabei, dass ihre Inhalte schnell gefunden werden. Allerdings haben Verlage und Unternehmen wie Google kommerzielle Interessen. (z.B Gewinnerzielung über Werbung). Der Streit um das sog. Leistungschutzrecht belegt, dass Verwertungskontrolle für die Unternehmen weiter ein elementares Interesse zu seien scheint.

Blogs und andere Non-Profit Projekte (wie die Netzschau DNZS) helfen mit, dass Wissen im Internet schrankenlos zugänglich bleibt. Rückschläge für die Endkommerzialisierung von Wissen sind in Deutschland z.B der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages, der am 1.06.2009 in Kraft getreten ist. Demnach müssen die Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten nach einer bestimmten Zeit ihre Inhalte vom Netz zu nehmen. (Depublizieren)

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Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR f.P)

Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR f.P)Ein für Presseverleger  vorgesehenes neues Immaterialgüterrecht. (Schutz geistiges Eigentum).

LSR f.P : Das heißt im Kern, dass ein Hersteller von Presseprodukten das ausschließliche Recht erhalten soll, sein Produkt im Internet veröffentlichen zu dürfen. Der oder diejenigen im Internet, die nicht auf Basis des Kurzitatsrechtes (oder Kleinzitatrechtes) Online Veröffentlichungen (von Presseverlagen) zitieren und verlinken, müssen theoretisch eine Lizenz vom Rechtsinhaber erwerben oder eine Genehmigung einholen.
In Artikel 1 wird § 87f Absatz 1 Satz 1 wie folgt gefasst: „Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.“

Was beinhaltet nun dieses Leistungsschutzrechtes (1.Referentenentwurf): – ausschließliches Recht Presserezeugnisse im Internet zu veröffentlichen -Ist das Presseerzeugnis in einem Unternehmen hergestellt worden, so gilt der Inhaber des Unternehmens als Hersteller. – nur gewerblich Leistungsschutzrecht für ein Jahr – Der Urheber ist an einer Vergütung angemessen zu beteiligen. (der Produzent, also der/die Journalist/in).

Was beinhaltet nun dieses Leistungsschutzrechtes (2. Referentenentwurf) Während im 1. Entwurf auch gewerbliche Blogger/Innen betroffen gewesen wären, soll das LSR.f.P nur für Anbieter von Suchmaschinen gelten.

weiterer Entwurf vom 14.11.2013
Beschlussempfehlung vom 27.02.2013

Der Bundestag hat das Gesetz mit den Stimmen der Regierungskoalition im Februar 2013 beschlossen.
Die Rot-Rot-Grüne Bundesratsmehrheit hätte  das Gesetz nochmal verzögern können. Die SPD geführten Bundesländer Hamburg und NRW (Enthaltung), in dess Bundesländern große Verlage ansässig sind, haben nicht gegen das Gesetz gestimmt.

Lexika

Wikipedia (link)

weitere Infos

Fragen und Antworten bei Jan Moenikes (link)
Fragen und Antworten von Thomas Schwenke (link)
Aktuelles zum LSR in Jurablogs
(link)

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verteilungsneutraler Spielraum

verteilungsneutraler Spielraum – ein volkswirtschaftlicher/verteilungspolitischer Begriff, der in der Tarifpolitik eine besondere Rolle spielt.

Der verteilungsneutrale Spielraum ist :

– Bestandteil von Tarifbewegungen, den die Gewerkschaften ermitteln, um eine Tarifforderung zu erheben.
– die Summe der gesamtwirtschaftliche Produktivitätssteigerung (Produktivitätszuwachs)  und die Preissteigerungsrate   (Inflationsrate) in einem zu berechnenden Zeitrahmen.

weiterer Bestandteil einer Tarifforderung ist eine Umverteilungskomponente zu Lasten der Unternehmensgewinne

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siehe auch:
IG Metall-Tariflexikon: Trinitarische Formel (link)

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Gegenöffentlichkeit

Gegenöffentlichkeit (GÖ) – Themen, Inhalte, Meinungen, Fakten, die in den beherrschten Mainstream-Medien wenig oder gar nicht vorkommen.

Der Begriff „Gegenöffentlichkeit“ wird teilweise unterschiedlich gedeutet. (siehe Linkauswahl unten).
Viele sprechen (z.B im englischsprachigen Raum) auch von „alternativen Medien“.
Wahrscheinlich sind die Erklärungsversuche insgesamt recht ähnlich, weil immer als eine Art Gegenpart zu den Mainstream-Medien gesehen wird.

Lt. Wikipedia z.B entstand der Begriff GÖ mit dem Versuch der Neuen Sozialen Bewegungen, Öffentlichkeit für ihre Themen zu schaffen. Alternative Radio und Zeitungsprojekte waren Bestandteil der vor-digitalen Gegenöffentlichkeit.

Gegenöffentlichkeit (GÖ) im Internet
Heute fokussieren sich „andere Meinungen“ auf das Internet.
Im Internet kann faktisch jeder Mensch oder jede gesellschaftliche/politische Gruppe kostengünstig Meinungen und Nachrichten produzieren und somit eine eigene Öffentlichkeit schaffen. (Vernetzung)
Die GÖ erntetet im Zuge der Demokratisierung der Medienlandschaft durch das Internet einen enormen Zulauf.
Die Gegenöffentlichkeit ist Teil der Internetöffentlichkeit, in der aber auch die traditionellen Medien mittlerweile überproportional präsent sind.

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Deutungen und Lexika-Recherche

– Gegenöffentlichkeit 2.0 -Was ist Gegenöffentlichkeit (link)

– „Was bedeutet Gegenöffentlichkeit?“ von Volker Bahl – VÖ auf den NachDenkSeiten (link)

– Gegen Öffentlichkeit oder Gegenöffentlichkeit – Feynsinn (link)

– „Entwicklung und Bedeutung des Begriffs „Gegenöffentlichkeit“ „- Linksnet von Christoph Spehr (link)

-Wikipedia –
Begriff Gegenöffentlichkeit

-Wikipedia (englisch) Alternative Medien (link)

-Wikipedia – Begriff Graswurzelbewegung

– Interview mit dem Spiegelfechter – auf Krit.de

– Die Idee des alternativen Medienpreises (link)

 

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Haben Sie noch einen interessan ten Link zu einem bestimmtenThema?
Einfach als Kommentar einfügen oder eMail an: redaktion@dnzs.de

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Post-Privacy

Post-Privacy – nach Privatsphäre/ Der Begriff Post-Privacy ist ein Schlagwort im Internet

Unter dem Schlagwort „Post-Privacy“ formiert sich im Netz eine Strömung, die klassische Privatsphäre und den heutigen Datenschutz in Frage stellen, weil die Bewegung das im Prinzip für ein Relikt der vordigitalen Ära hält. Mit Anmeldung in ein soziales Netzwerk, so die Anhänger von Post-Privacy, geben die Menschen bereits Privatsphäre auf. Damit stellt sich, so die These, auch die Frage des Datenschutzes neu.

Quellenhinweise:

http://blog.spackeria.org/

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,749831,00.html

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Deep-Links

d- Deep-Links links zu Unterseiten oder tieferliegende Unterseite.

Link zu:  www.dienetzschau.de/z-%20MMB.htm ist ein Link zu einer Unterseite
www.dnzs.de ist die Startseite und nennt sich Surface Links.

Siehe auch bei der Wikipedia: Surface Link und Deep Links

oder:
http://www.deeplink.de/definition-deep-link
http://lexikon2.blog.de/search/Deep%2BLink/AND/

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