Danke CSU :-( . Ihr denkt an die deutschen Steuerzahler/Innen ?

Anmerkung
Netzschau: Gexit/No Grexit

Die Verhandlungen nach dem griechischen Referendum gehen weiter.
Derweil hört man aus Reihen der CSU, dass die Christlichen Griechenland aus dem Euro mobben wollen. Da scheint es den CSU wohl doch nicht um die „deutschen Steuerzahler“  zu gehen. Im Fall eines Grexit würden sich die Schulden für Griechenland entsprechend 1 zu 1 der Abwertung einer neuen Währung real erhöhen. (Abwertung neue Währung 40% – reale Schuldenerhöhung + 40%) In diesem Beitrag hatte ich das schon näher erläutert.

Griechenland hätte noch mehr Schulden. Ein buchhalterischer Haircut (Schuldenschnitt) ist dann wohl unvermeitbar. Der Haftungsfall würde eintreffen. Der Steuerzahler würde zur Kasse gebeten. Danke CSU. Im Euro könnte man die Schulden strecken oder ein Schuldenmoratorium vereinbaren. Die Schulden würden dann zwar auch erstmal nicht  bedient werden. Der  Haftungsfall würde ausfallen, weil die Schulden weithin bilanziert sind und nicht abgeschrieben werden müssen. Der Steuerzahler zahlt dann keinen Cent.
Warum:
Für die EZB Kredite muss prinzipiell keiner haften. „Es gibt keine rechtlich verbindliche Ausgleichspflicht für Verluste der Zentralbanken.“
Alle anderen Kredite, z.B aus dem EFSF wurden auf dem Kapitalmarkt refinanziert. Heißt: Das allermeiste Geld  des EFSF, das nach  nach Griechenland ging (um den Banken die Schuldscheine abzukaufen) wurde am Kapitalmarkt besorgt. Die Eurorettungsfonds machten 2013 sogar Zinsgewinne, weil sie an an die Nehmerländer mehr Zinsen verlangten, als sie am Kapitalmarkt aufbringen mussten.

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Nutzerzahlen der NachDenkSeiten gestiegen

Albrecht Müller, Herausgeber NachDenkSeiten:
„Die Nutzerzahlen der NachDenkSeiten haben sich verdoppelt. Vermutlich wegen Infos zu Griechenland. (…) m Durchschnitt des Juni 2015 hatten die NDS täglich 92.000 Besucher. Das ist ein Spitzenwert. Am 29.6. waren es mit 184.979 doppelt so viele, anschließend im Schnitt 143.000. Dieser bemerkenswerte Anstieg des Interesses an den NachDenkSeiten hängt vermutlich damit zusammen, dass wir zu den wenigen Medien gehören, die zu Griechenland einigermaßen fair und objektiv berichten. „

Das finde ich auch. Deshalb hatte ich letzte Woche diesen Beitrag geschrieben und gleichzeitig Werbung für das Politik Blog von Müller/Lieb und Berger gemacht.

Ich hoffe wir konnten mithelfen, Menschen Tipps zu geben, damit sie sich alternativ informieren können

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weitere Links – Griechenland (..) Ungeheuerliche Propaganda der Leitmedien…. TAZ : "Rotzfrech gelogen"

Die EU Gläubiger Institutionen machen mit den Willigen aus den Leitmedien Griechenland  für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich und kolpotiert behauptungen unters Volk. Vieles ist nachweislich falsch. Ich habe hier darüber berichtet.

weitere Links:

Auch die Taz setzte sich mit einigen Behauptungen aus der EU auseinander und kam zu dem Schluss: „Rotzfrech gelogen“  (hwn)

Auch dieser Link könnte interessant sein.
HNA : Gysi zur Griechenland Krise: „Man darf keinen Crashkurs fahren“ (hwn)

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Anm.1 – Griechenland (..) Ungeheuerliche Propaganda der Leitmedien…. Giegold enttäuscht von Syriza…

Sven Giegold, ehemaliger Attac Aktivist und Europaabgeordneter der Grünen zeigte uns richtigerweise auf, dass die Gläubiger Griechenland sich keinen Zentimeter bewegt hatten.
Ich nenne das in meinem Artikel (siehe Überschrift) Kompromisslosigkeit der Gläubiger.
Gleichzeitig ist Giegold enttäuscht von Syriza.

(…) „Ich bin von der Syriza-Regierung enttäuscht. Sie hat in den fünf Monaten faktisch nichts auf die Reihe bekommen, was die Bekämpfung von Steuerflucht und Korruption angeht (…) (hwn)……….

1. Ich denke nicht, dass man in dieser Situation, wo die griechische Regierung  solchen Druck von außen ausgesetzt ist, großartige Wunder hätte erwarten können.

2.Mit dem IWF gibt es einen ideologischen Streit um die Unternehmenssteuern. Tsipras wollte sie anheben – so wie er generell auf Steuererhöhungen setzt, um Kürzungen zu vermeiden. Sein Vorschlag ist, auf alle Gewinne über 500.000 Euro eine Steuer von 12 Prozent zu erheben. Der IWF war dagegen. Das könnte nach Ansicht des IWF die Erholung der Wirtschaft gefährden. Quelle taz.de

Heißt. Auch hier will eine Gläubigergruppe der griechischen Regierung mehr oder weniger diktieren, dass Ausgabenkürzung über Einnahmeerhöhung steht.

Ich denke, das sollte Sven Giegold mit bedenken.

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DB Tarifkonflikt -Modifizierter Beitrag nach EVG Abschluss und weitere Lesempfehlungen

Hallo zusammen,

gestern haben Sören und ich einen Beitrag um Bahntarifkonflikt im Politik-Blog online gestellt. Unmittelbar danach lief auf dem Ticker, dass die EVG sich mit der Bahn geeinigt hatte. Damit haben wir irgendwie nicht gerechnet.

http://tarifpolitik-oed.blog.de/2015/05/27/db-evg-schliesst-sozialer-komponente-ab-20477129/

Deshalb habe ich den Beitrag mit dem provokanten Titel : „Kommt jetzt der Kompromiss, damit dieser Weselsky die Streik entwöhnten Deutschen nicht weiter nervt“ an mehreren Stellen modifiziert.

Ich bleibe aber bei meiner These, dass die Bahn bis gestern sich geweigert hatte auf die Kernforderungen beider Gewerkschaften einzugehen. Jetzt ist das Staatsunternehmen der DGB Gewerkschaft zwar mit einer sozialen Komponente (Mindestbetrag) entgegen gekommen, aber es bleibt abzuwarten, ob sie den GDL Wunsch nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen entgegenkommt, oder ob sie doch ihren vom Gesetzgeber zugespielten Joker Tarifeinheitsgesetz weiter auspielt.

Im übrigen bleiben Sören und ich bei unserer Einschätzung, dass die Medien Weselskey als neuen „Feind“ ausgesucht haben.

Hier ist der Artikel von Stefan Niggemeier lesenswert:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21153/waterboarding-fuer-den-gemeingefaehrlichen-irren-deutsche-journalisten-ueber-claus-weselsky/

Und der neue Kommentar aus der Süddeutsche von Michael Bauchmüller fügt sich da nahtlos ein:
„renitente Lokführer“ – „Oberlokführer“ heißt es da.

Allerdings teile ich ich Bauchmüllers inhaltliche Einschätzung, dass die EVG von den Streiks der GDL profitiert hatte. Denn das durchaus passable Tarifergebnis der EVG hätte sie alleine wohl auch nur mit einem Arbeitskampf erreicht. So bleiben die Streikkassen der EVG weiter gefüllt.

http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-bahn-eine-einigung-als-hypothek-1.2495751

Aber wie lange sollen die Eitelkeiten zwischen EVG und GDL noch weitergehen? Kooperiert endlich zusammen! Wahrscheinlich hättet Ihr zusammen noch mehr raus geholt. Manchmal ist es besser getrennt zu marschieren, aber man sollte gemeinsam zuschlagen. Ein Tarifeinheitsgesetz brauchen wir dazu nicht.

Beste Grüße

Euer
Marty

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Unglaublich verantwortungslos…

Unglaublich! Die Staatsanwaltschaft nennt vollen Namen des CO Piloten Flug 4U9252 und die Medien veröffentlichen Namen mit Bild usw. für die ganze Welt. Damit haben sie die Familienangehörigen des Co Piloten zum Abschuss freigegeben. Hasstriaden des Sensationspöbel und Medienbelagerungen gegen die „Sippe“ können nun starten. Können gewisse Staatsanwälte und Medienschaffende noch tiefer sinken?
Sind Juristen, die solche Details an die Öffentlichkeit geben und Medien, die es ausschlachten, sich ihrer Verantwortung eigentlich noch bewusst?

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/rekonstruktion-der-letzten-minuten-der-co-pilot-brachte-flug-4u9252-bewusst-zum-absturz/11560022.html

Post bei Facebook

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Achtung Blog Community! Gefahr droht durch Share Button zu sozialen Netzwerken!

Achtung ! Wer Facebook oder den Facebookshare nutzt sollte aufpassen. Es könnt eine Abmahnwelle drohen. Auch für Blogbetreiber/Innen

Es geht in einem aktuellen Abmahnungsfall (der erste) erster Linie um urheberrechtlich geschützte Bilder, die automatisch von Facebook generiert werden. Abgemahnt wurde die Inhaberin eine Fahrschule, die bei Facebook ein Bildzeitungsbericht geteilt hatte. Es soll sich wohl um 1000 Euro handeln *1

Bei der unzähligen Anzahl an Beiträgen, die täglich über Facebook geteilt (geshared) werden, könnte der Fall durchaus lukrative für Abmahnanwälte sein.

Was heißt das für uns Blogger? hier weiterlesen und kommentieren

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Ulrike Herrmann ….

…. war , so meine Wahrnehmung, die einzigste, die im Politik Talk bei Jauch am vergangenen Sonntag, irgendwie ein Interesse an einer inhaltlichen Diskussion gehabt hatte. Stattdessen wurde der griechische Finanzminister mit einer aus dem Zusammenhang gerissen Aussage aufs Glatteis geführt. Wozu? Um einen Meinungstrend zu verfestigen? Ist diese Art von Politik-Talk im öffentlich rechtlichen Fernsehen wirklich noch zu ertragen?

hier der ganze Beitrag im Politik Blog
http://dnzs-politik.blog.de/2015/03/18/guenther-jauch-art-politischer-berichterstattung-gebuehrenfinanzierten-fernsehen-20192616/

Dabei wäre es mal angebracht gewesen mehr auf die inhaltlichen Aussagen von Ulrike Hermann einzugehen.
Das hielt er Jauch nicht für nötig. Wahrscheinlich hatte er auch keine Ahnung, um was es eigentlich bei der ganzen Schuldendebatte eigentlich geht.
Na egal:
Auf taz.de hat Ulrike Herrmann nun einen entsprechenden Artikel veröffentlicht, der das abbildet, was auch in der Sendung deutlich wurde. Die Kommunikation ist zerstört . „Die Eurokrise ist keine reine Wirtschaftskrise mehr – sie hat die Kommunikation zerstört. „
Ihre Kernbotschaft. Ein Schuldenmoratorium: „Eine Variante wäre, dass die Griechen erst dann einen Teil der Zinsen aufbringen müssen, wenn ihre Wirtschaft wieder wächst. Bis dahin würden sie in Ruhe gelassen. „.
Ich finde das klingt sehr vernünftig.

Hier der ganze Debattenbeitrag von Ulrike Herrmann auf taz.de

http://www.taz.de/!156464/

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Nachtrag – Lohnentwicklung

Die Löhne haben sich seit 2000 erstmals brutto um 1,4% gesteigert.

Ich habe hier die aktuellen Zahlen veröffentlicht und verlinkt. Dazu einige Gegenüberstellungen und Anmerkungen.

http://dnzs-wirtschaft.blog.de/2015/03/02/lohn-gehalts-entwicklung-20154081/

Im Februar feierte die Wirtschaftspresse diese Entwicklung als Erfolgsmeldung!

Wirklich? Nach 14 Jahren die Reallohnverluste der Arbeitnehmer/Innen aus dem letzten Jahrzehnt als Erfolg zu verkaufen ist schon wirklich tragische Polemik.

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