Finanzmarktkrise- Diskussionen

Finanzmarktkrise ist in Deutschland angekommen

Die Finanzmarktkrise ist in vielen Foren momentan ein heiß diskutiertes Thema! Gerade auch deshalb, weil nach der IKB nun für ein Dax-Unternehmen ein Rettungspaket geschnürt wurde. Gemeint ist die Hypo Real Estate, die in höchste Not geriet.  Bei Politik.de habe ich folgende Frage dazu gestellt: nav emo diskotpolitik logoforum „Sozialisierung der Verluste auch in Deutschland“

Die ganze Diskussion:

In unserem Wirtschaftsblog habe ich wegen der Rettungsaktion in den Staaten  folgende Frage gestellt. „Rettung oder Selbstbedienung“
Eine Antwort hat bereits ein Nobelpreisträger gegeben. Josepg Stiglitz. Die USA ist schuld an der Krise

ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im RuhrgebietIm Ruhrpottforum habe ich ebenfalls ein Diskussionsthread letzte Woche zum Thema eröffnet

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Bayern: Bürgerliche Lager ist gespalten

…Bayern bleibt aber konservativ. Debakel für die SPD

München (dnzs) Das Bürgerliche Lager in Bayern spaltet sich auf. Ordnung, Disziplin, Loyalität, Gehorsam. Dass sind die obersten wert – konservativen Schlagwörter. Doch Stoiber, Bespitzelungsaffäre Pauli, Große Koalition und Nichtraucherschutz spalten die straffen konservativen Bürger/Innen in Bayern in drei Parteien auf. Die FDP zieht in den Landtag und die Freien Wähler können viele bürgerliche Proteststimmen abfangen. Die SPD bleibt  katastrophal unter 20 %. Die Linken schaffen es nicht in den Landtag. Außerdem gaben die Wähler/Innen in Bayern noch fast 6%, meist rechte Parteien ihre sonstigen Stimmen

CSU abgewartscht, vom eigenen Wählerstamm. Das wars. Bayern bleibt bürgerlich, Bayern bleibt konservativ.

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Krankenhausfinanzierung!

Ist uns das nicht mehr Wert ?

Für eine bessere Krankenhausfinanzierung hat es gestern in Berlin eine Großkundgebung gegeben. Aufgerufen haben u.a der deutsche Städtetag, die kommunalen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Eine eindrucksvolle Demo, wird in der Presseerklärung der VKA getitelt. PM VKA Fanmeilenweite Allianz für die Gesundheit, staunte die Dienstleistungsgewerkschaft verdi in ihrem Demobericht. Die TAZ ging in ihrem Bericht von fast 130000 Demonstranten aus. Quelle

Gesundheitsministerin Schmidt hatte bereits letzte Woche 3,2 Millionen zusätzliche Finanzmittel angekündigt. Mehr ist nicht drin, tönte die Ministerin. Quelle ntv. Eines sollte jedem Versicherten aber klar sein. Zusätzliche Mittel werden sich sicherlich auf die Beiträge niederschlagen. Die Ministerin hat es angesprochen. 0,3% Beiträge bei der 3,2 Mio Nothilfe.

Aber ist Gesundheit und Pflege uns das nicht wert ? Mehr wert ?


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US-Ökonom gibt USA die Schuld an der Finanzkrise

Nobelpreisträger Stiglitz ist wütend

Nachdem Florian Rötze auf heise.de richtig festgestellt hat, dass die Verstaatlichung der faulen Kredite zum Selbstbedienungsladen für Banken zu werden droht (dnzs-Kommentar: „Rettung oder Selbstbedienung“), hat das ökonomische Blog „NachDenkSeiten“ ein Interview mit Joseph Stiglitz aus der FAZ verlinkt.Der Nobelpreisträger gibt den amerikanischen Staat die Schuld an der Krise.

 (Quelle NachDenkSeiten)

Wie bewerten Sie die Verstaatlichungswelle in Amerika?

„…….Das ist alles sehr bedenklich, denn die Lasten muss der Steuerzahler tragen. Wir reden hier über eine Gesamtsumme von mehr als 900 Milliarden Dollar. Kürzlich konnte Präsident Georg Bush nicht einmal einige Milliarden Dollar lockermachen, als es um Gelder für kranke Kinder ging, die keine Krankenversicherung haben. Ich frage mich: Was ist das für eine Gesellschaft, in der wir zwar 85 Milliarden Dollar für AIG haben, aber nicht für kranke Kinder? Das macht mich wütend.“

Wie lassen sich solche Krisen verhindern? Die amerikanische Regierung präsentiert einen Rettungsplan und übernimmt faule Kredite. . .

. . . das sind nur kurzfristige Lösungen. Man legt die riskanten Anlagen in die Hände der Steuerzahler. Denn sonst will sie ja niemand. Es ist so, als ob man eine neue Firma aufmacht – mit dem Namen „Steuerzahler“ und gibt ihr diese Anlagen. Vielen Dank! Kein privater Investor will diese Anlagen haben, aber dem Steuerzahler drückt man sie auf. Das ist ungeheuerlich.

Hat Amerikas Finanzsystem seine Glaubwürdigkeit verloren?

Ja, ich denke schon. Ende der 90er Jahre hatten wir die Asien-Krise. Das amerikanische Finanzministerium prahlte einmal und sagte den Koreanern: Lasst amerikanische Banken einfach eure Banken kaufen, denn wir wissen, wie man Risiken managt. Wenn man dies heute den Koreanern sagen würde, dann würden sie die Amerikaner nur noch auslachen. (…) „

Quelle: FAZ

 

 

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heute und letztens im Netz

anm augen00000216Die Netzschauer unterwegs im Netz

anmART_WHinweise von heute und letztens…………..

  • 22.09.2008 Finanzmarktkrikse: Rettung oder Selbstbedienung ..Der Us-Finanzminister war mal Chef von Goldmann Sachs…?“ (link)

  • 15.09.2008 Helmut Schmidts Entgleisungen .Schmidt nennt Lafontaine in einem rhetorisch wenig differenzierten Zusammenhang mit „Nazi Adolf“ und LePen…?“ (link)

  • 06.09.2008 Chaos Club SPD-  ..Die kleinen Trottel…(link)

  • webnews_icon 

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Finanzmärkte: Rettung oder Selbstbedienung?

Der Finanzminister Paulson war übrigens bis 2006 Vorsitzender von Goldman Sachs“ Florian Rötzer,heise.de Quelle:

Für 700 Millionen Dollar soll nun der amerikanische Steuerzahler die faulen Kredite der angeschlagenen Banken zurückkaufen. Das ist schlecht alleine zu Schultern, wissen die Bosse aus der Finanzindustrie. Deswegen fragen sie nach, ob denn auch andere Steuerzahler aus anderen Ländern sich an dieser Verlust-Sozialisierung beteiligen. Deutschland winkt ab. Kanzlerkandidat Steinmeier rief sogar in Richtung UK und USA, dass schließlich deutsche Vorschläge für mehr Transparenz und Kontrollen auf den Finanzmärkten in der Vergangenheit von den USA und Großbritannien abgelehnt worden seien. Quelle

Kanzlerin Merkel möchte eine freiwillige Selbstregulierung der Finanzmärkte. Regeln sind notwendig, aber Regeln können auch über freiwillige Vereinbarungen aufgestellt werden, wird die Bundeskanzlerin in verschiedenen Nachrichtensendern zitiert.

Heise berichtete gestern, dass auch die angeschlagenen US-Investmentbanken wohl getarnt gerettet werden sollen.

 In den Statten herrscht ja auch noch Wahlkampf

„…Präsidentschaftskandidat Barak Obama geht, lt Telepolis, auf Distanz: „Das darf kein Plan nur für die Wall Street sein“, sagte Obama. Die enormen Ausgaben seien nur gerechtfertigt, wenn sie arbeitenden Familien zugute kämen, Arbeitsplätze schafften und Haushaltskürzungen oder Steuererhöhungen verhinderten, erklärte er am Sonntag.“. Quelle

Ist die Rettungsaktion der angeschlagenen Dollarmärkte nun eine Rettungsaktion, die notwendig ist? …oder …bedienen sich hier die gescheiterten Manager der Hilfe der ahnungslosen Steuerzahler/Innen ?

Die Diskussion im Ruhrpottforum

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Schmidt gegen Lafontaine 1-1 ?

.…Zu Helmuts Schmits Entgleisungen bei Bild…

Schmidt bringt Lafontaine rhetorisch undifferenziert in die Nähe des größten Verbrecher aller Zeiten.

Ein User bei Stern.de hat es noch fast höflich ausgedrückt… „Ich bin bestimmt kein Linker, aber dieser Klugscheißer Schmidt sollte vielleicht jetzt einfach mal die Klappe halten. „
Ich habe mich da ja noch weiter vorgewagt und titele gestern in unserem Politik-Blog.
Fresse halten, Herr Schmidt.

Gleichzeitig eröffnete ich Provokativ im Ruhrpottforum und bei Politik.de die Diskussion. Natürlich, gleichermaßen reißerisch und aggressiv. Die Feedbacks waren schnell da. Von Zustimmung bis persönliche Beleidigungen war alles mit dabei. Aber das war mir klar.

I ch habe aus meiner Empörung heraus ein bewusstes provokatives Posting verfasst

Bertram sagte noch am Telefon zu mir.“ Marty das passt nicht zu dir. ist nicht dein Stil. Fresse halten ist doch nicht dein Vokabular“ Ich sagte.. Egal… Ich wollte wissen, worauf die Diskutanten mehr drauf anspringen. Auf meine Provokation oder hinterfragen sie die Sache? Nämlich, dass ein Demokrat einen anderen Demokraten nicht in einer rhetorischen Nähe zu Faschisten redet. Schmidt beschuldigte Lafo als einen Populisten und benutze selbst Populismus. Die meisten gingen zur Sache nicht ein. Sie nahmen den Alkanzler in Schutz und legten mir nahe eine andere Wortwahl zu benutzen Das war klar. Hätten sie auch so nicht gemacht, (zur Sache beigetragen) selbst wenn ich meine übliche Wortwahl benutzt hätte. Vielleicht haben einige mein Anliegen doch verstanden. Immerhin erreichte ich hier im Blog, aber auch in den Foren einige Hits. Bertram meint. „Naja.“ OK Berti, datt lass ich mal so stehen.

Mein Provozierter Tag: Einige Medien arbeiteten gestern eifrig an Schmiddis Entlastungen. Und natürlich hatten sie in den Archiven schnell was gefunden. So kramte Springer Welt-Online eine Aussge OL´s von 1982 heraus

..Er selbst war in den Achtzigerjahren von Lafontaine beleidigt worden, als dieser meinte, mit Schmidts Sekundärtugenden „kann man auch ein KZ betreiben“. Quelle

Und Gefatter Thierse ließ verlauten, dass es jetzt Eins zu Eins steht. Quelle So so Herr Thierse. Im Politikforum habe ich dazu folgendes gepostet:

  Mein Posting im Politikforum

..Also wenn Schmidt jetzt fast 26 Jahre auf seine Genugtuung gewartet haben soll….. OK gehen wir mal dabon aus.
Dann beschreibe ich das mal folgendermaßen:

1982 war da ein junger aufstrebender infantiler Politiker, der gegenüber „Vater“ Schmidt auf keinen Fall die richtigen Worte gewählt hat um seine Aufmüpfigkeit gegen die Parteiinternen Machtverhältnisse der damaligen SPD unter Beweis zu stellen versuchte.. Vielleicht war Vater Schmidt von seinem damaligen „Sohn“ sehr sehr enttäuscht.
Jetzt 28 Jahre später kommt die Rache des gekränkten eitlen „Papa“, der seinen abtrünnigen „Sohn“ mal so richtig die Ohrten lang ziehen wollte.

Jaja…Vielleicht war es ja so. 1 zu 1. im Stand gekränkter Vater gegen abtrünniger Sohn.

Aber auch Alternative Medien versuchen eine andere Sichtweise ins Feld zu tragen.z.B die Linkszeitung

Stünde Schmidt als Parteichef noch immer im Rampenlicht der Medien, dürfte er sich heute aufgrund seiner kritischen Äußerungen zum Chaos auf den Märkten und zu den militärischen Abenteuern der Bundesregierung allwöchentlich genau die Schmutzkübeleien abholen, die er aktuell gegen die LINKE und Oskar Lafontaine austeilt.

Sein Wort vom „Raubtierkapitalismus“ und sein Ausspruch „Die Bundeswehr hat in Afghanistan nichts verloren“ hätten ihm bei der Schicki-Micki-Journaille längst das Etikett „Demagoge“ und  „Populist“ eingetragen und einen Aufschrei der Empörung ausgelöst, der von Bild über Pofalla bis zur neogrünen Bundesspitze reichen würde…..
Quelle 

Fazit… meinerseits.

Ein Demokrat sollte einen anderen Demokraten nicht in einer undifferenzierten rhetorischen Nähe zu den Nazis bringen.

Das gilt natürlich für alle. Für Oskar Lafontaine, aber auch für einen Altkanzler.

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Herr Seehofer? Wann bekommen wir eine Kennzeichnung für unsere Lebensmittel?

Wer weiß denn schon, was gesund, was leicht und wo was drin ist?
Auf dieses Problem macht Foodwatch anhand von Grillsaucen im aktuellen Newsletter sehr deutlich aufmerksam! Lt. Spiegel-online sträubt sich Verbraucherminister Seehofer gegen eine Ampelkennzeichnung?

Herr Seehofer? Wann können wir Verbraucher uns verlässlich auf einen Blick über den Zustand unserer Lebensmittel informieren?


Hier das aktuelle Newsletter von Foodwatch

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SPD: Seit 4 Tagen kein Rücktritt mehr

Wenn ich aus dem Urlaub komme, beginnt die Woche in der Regel mit einem politischem Chaos. Es war wieder einmal die SPD. „Sensation..2 Tage kein Rücktritt“ titelte die TAZ gestern spöttisch…. heute ist schon der 4. Tag ohne Rücktritt, morgen wahrscheinlich der fünfte…
Heute kam heraus, was alle wussten. Beck wurde immer von hinten herum an die Medien verraten.
Mein Kommentar von vorgestern habe ich im Politik-Blog veröffentlicht.

ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiet Diskussion im Ruhrpottforum

Das Forumpolitik bekommt  immer mehr Einfluss vom konservativen Online-magazin cicero. Dort wird Beck von Dr Alexander Görlach einer linken Politik bezichtigt. Naja . merkwürdig. Tatsache ist aber doch eher, dass der eher rechte Kurt Beck vom rechten Parteiflügel zu Fall gebracht wurde.

Hier die Diskussion bei politik.de (mit Video)

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Chaos Club SPD

Intrigen und die kleinen Trottel in der SPD

Netzschau und Kommentar von Marty Ludischbo

Kaum aus dem Urlaub zurück erreichte mich die Nachricht aus dem SPD-Chaos-Club. Franz-Walter-Steinmeier wird wohl Kanzlerkandidat, konnte ich in einem deutschen Fernsehprogramm auf der Urlaubsinsel „Palma de Mallorca“ im Vorbeigehen mithören. Naja, dachte ich mir: Das ist ja nun wirklich keine Überraschung. Für mich war klar, dass Kurt Beck dem beliebten Außenminister den Vortritt lassen würde. Zumal, glaube ich, ist ohnehin jedem klar, dass die SPD mit, wenn es hoch kommt 29%, ohnehin kaum den Kanzler stellen wird..

Aber dann. Frisch in Deutschland gelandet hörte ich irgendwann im Radio. Kurt Beck ist zurückgetreten. Sofort ging ich ins Netz.Aufgrund gezielter Falschinformationen haben die Medien einen völlig anderen Ablauf meiner Entscheidung dargestellt. Das war und ist darauf angelegt, dem Vorsitzenden keinen Handlungs- und Entscheidungsspielraum zu belassen. Vor diesem Hintergrund sehe ich keine Möglichkeit mehr, das Amt des Parteivorsitzenden mit der notwendigen Autorität auszuüben.“Quelle: Homepage Kurt Beck.

Ohne weiter zu recherchieren war mir klar.: Jetzt haben die rechten Sozis aus dem Seeheimer Kreis, aber sicherlich auch die Schröder – Jünger, ihre Intrigen auf die Spitze getrieben , um ihren gefundenen Dorftrottel aus der Pfalz nun endgültig in die Wüste zu schicken. Ich lese in Becks Anmerkungen, dass er nicht nur die Medien meint. Er meint auch die netten Freunde aus seiner Partei, die ständig nach jeder Sitzung eine SMS zu irgendwelchen befreundeten Journalisten/-innen sendete. Diese diskreditierten dann den Vorsitzenden der früheren Arbeiterpartei wo sie nur konnten. Wie dem auch sei. Kurz darauf präsentierten sie schon die schnelle Alternative:Franz Münterfering. Sicherlich aus Sicht der konservativen Sozis eine kluge Entscheidung. Das ist der einzige, der vielleicht den linken Flügel bis zur Wahl ruhig stellen kann. Vielleicht trifft er ja sogar linke Herzen, wie einst bei der Heuschrecken-Kampagne, die dazu geführt hat, dass der linke Flügel nicht gleich geschlossen in die WASG eingetreten war.

Aber eines glaube ich schon. Sie waren erst überrascht. Auch Hubi Heil wwar irgendwie bei Anne Will am gestrigen Abend etwas nachdenklich und angeschlagen. Der sonst so wortgewandte und gefühllose Generalsekretär war irgendwie fast den Tränen nahe. Er dachte wahrscheinlich auch, dass er jetzt der größte Trottel von allen war. Schließlich musste er dieses Chaos auch noch als „schnelle Handlungsfähigkeit“ verkaufen. Armer Kerl, dachte ich. Hatte ich da wirklich plötzlich Mitleid mit einem Politiker?

Ich glaube so richtig gerechnet haben sie nicht mit Kurt Becks Rücktritt. Vielleicht hatten sich einige Spezialdemokraten gedacht, Münte in irgendeiner Troika einzubinden. Münte wäre als zurückgekehrter Held gefeiert worden und Beck hätte weiterhin als Prügelknabe für allen und jeden herhalten müssen. Jetzt kommt aber Plan B und Münte ist wieder beides: Held und Prügelknabe. Mal sehen, wie lange das gut geht. Ich glaube: Es wird weiter gehen im Chaos-Club SPD. 

Die Netzschau: Hier noch ein paar interessante Meinungen zum SPD Chaos-Club

Wolfgang Lieb von den NachDenkenSeiten

…………..Wenn man sich fragt, welche Ziele die Gruppierung in der SPD verfolgt, die einerseits die SPD in dieses Desaster getrieben und andererseits durch einen innerparteilichen Putsch nun auch mit der Besetzung der Führungspositionen zu ihren Gunsten entschieden hat, dann macht schon die personelle Konstellation deutlich, dass Steinmeier als Schröders „Mach-Mal“ und Consigliere der Agenda-Politik und Müntefering zunächst als Stallmeister in der SPD und später als Sozialminister und Vizekanzler als Exekutor der Agenda 2010 (z.B. Rente mit 67) vor allem ihr eigenes vorausgegangenes Tun verbissen verteidigen werden. Die SPD wird also zur Geisel von Politikern genommen werden, die nichts mehr anderes im Sinn haben, als ihr weitgehendes Scheitern zu leugnen. Womöglich wird sogar noch an der Legende gestrickt, dass Kurt Beck für den Niedergang, ja vielleicht sogar für die Austrittswelle aus der SPD verantwortlich war..

…….. weiter……….

Die Regierungsmitglieder und die Mehrheit der SPD-Bundestagsfraktion setzen allenfalls darauf, möglichst auch künftig an der Regierung beteiligt zu sein. Auch für die Karrieristen bei den „Seeheimern“ wäre bei einer dann nur noch kleinen CDU/CSU/SPD-Koalition ja immerhin noch der eine oder andere Posten in der Regierung drin – zu mehr als zu parlamentarischen Staatssekretären reicht es diesen aalglatten Politdarstellern, deren Profil im Wesentlichen darin besteht sich gegen ihre Partei zu profilieren, ohnehin nicht.…….. weiter……….Das einzig Positive an dieser düsteren Prognose ist, dass nur noch in der Opposition tatsächlich ein „Neuanfang“ der SPD möglich wäre. Es sei denn, dass bis dahin Die Linke der SPD das Wasser abgegraben hat, weil sie als letzte Hoffnung für sozialdemokratische Wählerinnen und Wähler übrig geblieben ist. „

Quelle: Die Schröderianer jagen erneut einen SPD-Vorsitzenden vom Hof

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Gelungen fande ich auch den Spruch von Uwe Vorkötter von der Frankfurter Rundschau (FR)

Frank-Walter Steinmeier könnte also Bundeskanzler sein, vielleicht sogar der richtige – für Deutschland. Aber er kann nicht Kanzler werden. Denn er ist garantiert der Falsche – für seine Partei. Seine Partei? Wessen Partei auch immer die SPD ist, sie ist weit davon entfernt, Steinmeiers Partei zu sein.

Quelle (FR): Vorwärts. Zurück.

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