"Deflationsgefahr deutlich größer als Inflationsrisiken"

(PM. IMK) Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in einer lange andauernden Rezession mit deflationären Tendenzen stecken bleibt, ist derzeit deutlich größer als die Wahrscheinlichkeit einer mittelfristig stark steigenden Inflation. Trotz aktuell hoher Kreditaufnahme ist die staatliche Konjunkturstabilisierung auch nach dem Abflauen der Krise mit der Geldwertstabilität vereinbar. Darauf weist Prof. Dr. Gustav A. Horn hin, der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. „Die aktuellen Daten liefern keine Basis für Warnungen, der Staat treibe die Inflationsgefahr hoch, wenn er zur Stabilisierung der Wirtschaft zusätzliche Kredite aufnimmt“, sagt Horn. (mehr …)

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USA: Staatsverschuldung bedrohlich?

Steffen Bogs, Herausgeber des Wirtschaftsblog ?Querschüsse“, hat einen kritischen Bericht über die Verschuldung der Vereinigten Staaten geschrieben. Um das ganze Ausmaß und Bewertung der US Verschuldung geben zu können habe ich Steffen über die Kommentarfunktion noch einige Fragen gestellt!

Hier der erste Austausch!

   

Ich
Sehr guter Beitrag!  Um alles im Zusammenhang zu verstehen, habe da noch mal eine Frage. Vielleicht weiß das ja einer.
    1.Wie hoch sind die Privat-Schulen in den USA? (wahrscheinlich irgendwo in diesem Blog zu lesen ?)
    2. Wie hoch ist das Volksvermögen in den USA, einschließlich Sachwerte in US-Dollar.
    3. Wie sind die Vermögen in den USA verteilt?

   

Querschüsse (Steffen)

    Hallo Marty,
    die Schulden der privaten US-Haushalte betrugen zum 3. Quartal 2008 13,914 Billionen Dollar, davon 10,541 Bio. Dollar an Hypothekenschulden und 2,614 Bio. Dollar an Konsumentenschulden.

    Das Nettovermögen der privaten Haushalte betrug in Q3 2008
    56,539 Billionen Dollar, ein Rückgang von -7,09 Bio. Dollar bzw. um -11,14% zum Hoch im Vorjahresquartal.

    Nur 1 Prozent der Bevölkerung besitzen 34,3% des Vermögens aller US-Haushalte, die reichsten 10 Prozent besitzen gewaltige 71% des Volksvermögens. Die untersten 40 Prozent der Haushalte besitzen marginale 0,2% der Vermögen!

  

  Ich

    Hallo Steffen!

    Danke für deine Info. Das sind ja wirklich dramatische Zahlen und gigantische Herausforderungen für den neuen Präsidenten.
    Da wird eigentlich klar, dass die Amerikaner global mehr und mehr auf Kooperation angewiesen sind!

    Jetzt würde ich noch gerne wissen, wer die amerikanischen Staatsanleihen hält? Ich habe gelesen, dass die Chinesen über 400 MRD halten sollen. Gar nicht auszudenken, was passiert wenn plötzlich Gläubiger aller Welt Anleihen zu Bargeld machen wollten?

   

Querschüsse (Steffen)

    @marty,
    bis jetzt sind die Chinesen eine feste Stütze, sie stocken ihren Anteil an US-Staatsanleohen immer weiter auf! Im Dezember 2008 waren es gewaltige 696,2 Mrd. Dollar, dann Japan mit 578,3 Mrd. und UK mit 355 Mrd. Deutschland übrigens hält nur 45,3 Mrd. Dollar an US-Staatsanleihen.

   

Ich

    Hi Steffen!

    Habe nochmal eine Frage zu den US Staatsanleihen! Gibt es eine genaue Aufstellung, wer alles US-Staatsanleihen hält? Einige interessante Zahlen hast du ja schon genannt.
    Interessant für mich wäre auch, wie hoch der Anteil der US-Bürger/Innen sind.

Grammatik usw bitte, wie üblich in so einer Korrespondenz, bloß drüber hinwegsehen…;)

Die Antwort von Steffen reiche ich noch nach!

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Verlinken und kommentieren statt spülen

Eigentlich wollte ich mich heute aus Zeitgründen (muss Wäsche machen und Spülen… ) zurückhalten mit meinen Netzaktivitäten. Und nun? Ich kann es einfach nicht lassen.
Von dem Artikel von Daniela Dahn (www.freitag.de) war ich sehr angetan. Deshalb musste ich den Artikel einfach im Starter Blog stellen und bei webnews verlinken.
Ich musste Daniela Bahn einfach persönlich anschreibe (bzw. ankommentieren    )für diesen hervorragenden Artikel.

Liebe Frau Dahn! Sehr richtig! Ein guter Artikel. Das Problem ist doch, dass die gescheiterten Finanzmanager selbst mit am Tisch gesessen haben, als Steinbrück und Merkel den SoFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung) ins Leben gerufen haben. Und natürlich beeinflussen sie auch die veröffentlichte Meinung. Meinungen wie Ihre haben zwar ihren Platz in der gegenveröffentlichten Meinung, dringen aber zu den Menschen leider kaum durch. Ich hoffe, dass der freitag bald ein großes Gegengewicht zu Springer oder Bertelsmann wird. Auch wenn es nicht viel bringt.: Ich habe Ihren hervorragenden Artikel bei webnews verlinkt. Ich hoffe viele Freitagleser/Innen voten kräftig mit. Dann haben Freitag Artikel auf diesen mittlerweile, t-online und Springer verseuchten Social Bookmark-Netzwerk eine gute Chance in den oberen Ranks zu kommen.

Dann wollte ich eigentlich spülen…. Aber:

Über die NachDenkseiten bin ich auf  das Carta-Blog gestoßen. Sehr interessant. Professioneller Qualitätsjournalismus, kritisch und aufklärerisch. Dort habe ich dann auch sofort erfahren dass der ehemalige Springerianer und Wahlkampfmanger Herr Spreng ein eigenes Blog im Netz gestellt hat. (sprengsatz). Und ich musste infach mal wieder mein Senf dazugeben:

Naja… Ich glaube schon fast, dass die ehemaligen Wahlkampfberater die neuen Möglichkeiten neuer Medien und Technologien ausprobieren. Sie wissen, das bald alle Obamas Netz-Vernetzung nachahmen wollen. Und da muss Spreng vorbereitet sein, wenn er im Geschäft bleiben will…Aber vielleicht will er ja wirklich mal was ganz eigenständiges machen…… Man muss ja nicht immer was böse denken…..Wollen wir mal beobachten. Danke für den Hinweis!

So..das war es dann aber auch für heute.  Jetzt ist Spülen angesagt…. Handbetrieb-Spülmaschine ist kapputto….

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Artikelempfehlung: "Koste es, was es wolle"

votewebnews_icon Artikelempfehlung: Daniela Dahn-der Freitag vom 17.02.2009  

Blankoschecks für den Bankensumpf. Die Selbstbedienung der gescheiterten Finanzmanager geht weiter.“Gebt uns Kredit sonst kriegt ihr keinen von uns“ ..Und keiner regt sich auf! Das findet auch Daniela Dahn, die Mitherausgeberin „der Freitag“

Quelle und Orginalartikel lesen bei freitag.de

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Welchruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiete Regeln brauchen nun die Finanzmärkte?
Wir diskutieren im RPF: Rettungsaktion oder Selbstbedienung

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TDL bietet Reallohnverlust

DNZS Logo35In der dritten Verhandlungsrunde legte die TDL den Gewerkschaften das erste Angebot vor. Sofort versuchten die Tarifpartner die Zahlen positiv auf der einen Seite und negativ auf der anderen Seite  darzustellen.

Die übliche Spielchen mit den Prozenten.

Banner tapo blog tr 09Mit 4,2% ab Juli versucht die TDL das Angebot mit dem Metalltarifvertrag 2008 gleichzusetzen. Die Gewerkschaften Verdi dbb und GEW sprechen von einer Doppelnullrechnung. Für die ersten 6 Monate gibt es „nichts“ und 2010 gibt es auch „nichts“. Recht haben irgendwie alle.  Dnzs hat aber genau nachgerechnet. Die TDL bietet  bei einer geschätzten Inflationsrate von jährlich 2,25% ihren Beschäftigten einen realen Lohnverlust an.                                                                            *Kaufkraft gegen die Wirtschaftskrise*
Das Angebot auf 24 Monate  bedeutet auf die Laufzeit berechnet eine nominale Lohnsteigerung von 3,15% Die Inflationsrate für 24 Monate berechnet ist geschätzt durchschnittlich ca. 3,38 %
. Das bedeutet für alle Tarifbeschäftigen der Länder einen Reallohnverlust von 0,23%
2416851_0ccb65d903_m  Reallohnberechnung für das 1. Angebot

Ende Februar/Anfang März wird weiter verhandelt. Die Gewerkschaften bereiten sich auf weitere Warnstreiks vor.

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Ist eine Schuldenbremse sinnvoll und gerecht ?

Zweifel und Einblick von Marty Ludischbo
Für unsere Kinder und Enkelkinder Gestaltungsfreiräume sichern

Zur Begrenzung der Staatsverschuldung haben Union und SPD die Schaffung einer wirksameren Schuldenbremse im Grundgesetz vereinbart. Gesamtstaatlich sollen nur noch neue Schulden von bis zu 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erlaubt sein. Das wären derzeit etwa 12,5 Milliarden Euro. Die Schulden für Investitionen sollen mit einem Tilgungsfonds abgezahlt werden. (1) 

Realative Logik
Das klingt ja auf dem ersten Blick ganz logisch, bedenkt man, dass die Bundesrepublik ca. 1,5 Billionen Euro Staatsverschuldung vor sich herschleppt. Auf der anderen Seite steht allerdings die Bonität des gesamten Volksvermögens. Das Volksvermögen inklusive Sach – Geld – und Wertpapier-Besitz beträgt in der BRD ca. 5,45 (2) Billionen Euro.
Diese Gegenüberstellung relativiert die Angst vor der zu hohen Staatsverschuldung.
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Schuldenbremse! Wetten dass…

Wetten dass…..

Schuldenbremse nach der Finanzkrise. Nachdem alle Steuerzahler/innen gemeinschaftlich durch die gigantischen Rettungsaktionen der großen Koalition u.a für die verzockten Giftpapiere aufkommen sollen, haben sich die Länder und der Bund nun auf eine Schuldenbremse geeinigt. Schließlich will man ja nicht weiter „auf Kosten der nächsten Generation leben“.

Wetten dass... nicht die Zocker für die Stabilität der zukünftigen Haushalte beitragen werden !
Wetten dass
… es keine großartigen Steuererhöhungen für Besserverdienende und Vermögende geben wird !
Wetten dass
.
. die Unternehmensgewinne weiterhin mit niedrigen Steuern belegt werden!
Wetten das
s.
. der Verteidigungshaushalt nicht verringert wird !

Und wie soll dann die Schuldenbremse im Staatshaushalt bewerkstelligt werden?

Wetten dass... die Kommunen dann weiter privatisieren müssen
Wetten dass
… der Öffentliche Nahverkehr nicht weiter ausgebaut wird?
Wetten dass.
.. die Restaurierung der Schulen und Kindergärten bald von dem notwendigen Engagement williger Eltern abhängt.
Wetten dass
.. wir bald die Höhe der jetzigen Studiengebühren als soziale Errungenschaften feiern werden!
Wetten dass
… Sozialabbau bald wieder vorrangig als „Reformen“ gefeiert und umgesetzt werden.
Wetten dass.
. wir bald Hartz 4 verteidigen werden, weil die Eliten Schuldenabau 6 einführen wollen. (250 Euro Grundsicherung reicht)
Wetten dass.
.. die Steuern für die arbeitende Mittelschicht weiter erhöht werden
Wetten dass..
. die Verbrauchsteuern erhöht werden
und
Wetten dass.
.. das Spielcasino auf den Finanzmärkten bald wieder eröffnet wird…

Auf ein Neues Leute!!!

Wetten dass…… schlagt ein.

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