ÖPNV Bayern: Abschluss vor der letzten Endstelle

DNZS Logo35Die für letzten Montag angekündigten Streiks konnten letzten Woche Samstag in Bayern noch in letzter Minute abgewendet werden. Ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber für die Nahverkehrsbeschäftigten wurden von den Gewerkschaften in einer zweiten Urabstimmung angenommen. Die Verdi und GDL Mitglieder stimmten mit 52 % für den Abschluss. 
Einen besonderen Erfolg verbucht ver.di-Verhandlungsführer Riegler in der Beibehaltung der 38,5-Stunden-Woche. „Dadurch ist es uns gelungen, einen weiteren Arbeitsplatzabbau zu verhindern“, sagte Frank Riegler. (Quelle verdi Bayern)

Auf Arbeiterseite hört man aber lt. Nürnberger Zeitung andere Töne.
„Herbert Dombrowksy vom KAV macht  ganz deutlich, dass der Streitpunkt «Arbeitszeit» keineswegs vom Tisch ist: Der nun unterzeichnete Tarifvertrag läuft bis 30. Juni 2010 – nach dem abgelehnten ersten Arbeitgeber-Angebot wäre ab diesem Datum die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 39 Stunden verlängert worden. Für die Gewerkschaft ein Tabu, für die Verkehrsbetriebe ein Thema, das sie erneut aufs Tapet bringen – und darauf verweisen, dass weite Teile des öffentlichen Diensts bereits längere Arbeitszeiten vereinbart haben und auch die Busfahrer in allen anderen Tarifgebieten außerhalb Bayerns länger arbeiten, für meist weniger Geld. „

Herauszuheben ist sicherlich die soziale Komponente Sockelbetrag. Bund, Kommune, Land Berlin, Länder. In  allen Abschlüssen profitierten somit  die unteren Einkommensgruppen Prozental mehr, als die oberen Einkommensgruppen.

Der Abschluss für den Nahverkehr Bayern sieht folgende Gehaltszuwächse vor:

1. Sockelbetrag
Ab Januar 2009 werden alle Tabellenentgelte um 40,00 Euro erhöht.

2. Lineare Erhöhung
Die Tabellenentgelte werden zum 01.05.2009 um 3,1% erhöht

3. Einmalzahlung
Von Januar bis Juni 2010 werden monatlich 50,00 Euro zusätzlich gezahlt

4. Wechselschicht- und Schichtzulage
Die Schichtzulage wird auf 130 Euro und die Wechselschichtzulage auf 200 Euro ab 01.01.2009 erhöht.

5. Laufzeit
Bis 30.06.2010 (Quelle GDL München)

Gerne hätten wir noch eine Presserklärung von dem KAV Bayern verlinkt. Die Presserklärung ist aber nur noch im Mitgliederbereich zugänglich.

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Köhlers Rede! Da fehlt mir etwas!

Wer hat denn über seine Verhältnisse gelebt?  (von Marty Ludischbo)

Viel diskutiert:
Die Rede des Bundespräsidenten!
Eine entscheidener, verdeckter Statz: „Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt“

Wolfgang Lieb setzt sich mit einem sehr langen Kommentar mit Horst Köhler auseinander:

„Köhler propagierte in allen seinen öffentlichen Auftritten das schiere Gegenteil. Er gefiel sich in der Rolle des schwarz-gelben Präsidenten, dem die Große Koalition mit ihren neoliberalen Reformen nicht weit genug ging. Dem die Agenda 2010 nicht reichte und der schon eine ?Agenda 2020? anmahnte. Er forderte stets noch mehr Wettbewerb, noch offenere Märkte, mehr Freiheit und Selbstverantwortung. Er wandte sich ständig gegen ?immer neue Eingriffe? [PDF – 40 KB] des Staates und propagierte den ?schlanken Staat?, der sich auf seine Kernaufgaben besinnen solle. Köhler hat kein Klischee der neoliberalen ökonomischen Lehre ausgelassen.

Von der Durchsetzung des Primats der Politik über die Finanzmärkte? hat er allerdings nie gesprochen… Quelle.“

Ich kann dazu nur sagen!
Wer hat denn über seine Verhältnisse gelebt?
Der, die Hartz 4 Empfänger/In? Die Arbeitnehmer? (Seid Jahren Reallohnverluste) Oder Manager und Finanzmarktjunkies? Ja, Herr Köhler! Sie haben recht. Die letzteren haben die Krise verursacht. Nur zahlen, sollen die Krise jetzt alle? Da fehlt mir, ich muss Herrn Lieb recht geben, wirklich etwas in Ihrer Rede!

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So soll es sein…

…. wird es aber dann wohl doch nicht! Oder doch?

mit einer einmaligen Aktion malt sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac die zukünftige Zeit mit einer gefälschten Zeit.
Das war sogar heute einen Bericht am 21.03.2009 wert!




Fälschung ohne Nachspiel!

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßt die Entscheidung des ZEIT-Verlages, nicht gegen das von den Globalisierungskritikern gestaltete ZEIT-Plagiat zu klagen. „Insbesondere das Lob von ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo für die hohe Qualität unserer Fälschung freut uns sehr“, sagte Jutta Sundermann, „ZEIT“-Redakteurin und Mitglied des Koordinierungskreises von Attac.
(Pressemitteilung attac)

Insgesamt war die Presseresonanz enorm.

Ein Kommentar von Betram Rabe: Kopierter Zukunftstraum

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Kopierter Zukunftstraum

Aktion: Wunsch-ZEIT: Am Ende des Tunnels
Attac kopiert die Zeit: So könnte die andere Welt aussehen!

Mit einer perfekten “ Die Zeit“ Kopie berichtet Attac aus der Zukunft. Die andere Globalisierung, ist morgen bei der TAZ als Beilage zu haben. Außerdem ist die Attac-Utopie natürlich auch online zu betrachten. U.a schreibt der Erfolgsautor Harald Schumann „Der globale Countdown“ in diesem Projekt seinen „Tag der Abrechnung“ 

Wird sich „Die Zeit“ wehren?

Lt. der freitag.de  hat die Zeit verlauten lassen, keine rechtlichen Schritte gegen die Urheberverletzter zu unternehmen.

„Die beiden Chefredaktionen und Geschäftsführungen von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT wussten nichts von dieser Aktion, wir sind aber beeindruckt von der Qualität der Kopien. Mein Kollege Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Printausgabe, sagte: “Fälschungen der ZEIT können wir natürlich nicht gutheißen, zumal nicht in dieser hohen Qualität. Am meisten staune ich aber über den großen Aufwand, den man sich hier geleistet hat.  Schön, dass es wenigstens Attac in der Krise noch gut geht.”  Quelle

In diesem Blogbeitrag empfehlen die Zeit-Redakteure den Attac Leser/Innnen interessante Links aus der Echt-Zeit.

Tolles Projekt, trotz Urheberrechtverletzung

Kompliment für dieses tolle Projekt. Kompliment an „Die Zeit“, dass sie diese Aktion, trotz massiver Urheberechtsverletzungen billigen. Somit betreibt der Verlag zurecht ein positives Marketing und würdigt das zeitaufwendige Kritik-Projekt.

Der Zeit Leser Olaf Behnke hatte in einem Kommentar auf der echten -Zeit  seinen Traum gepostet:.

„DIE ZEIT ist das Sprachrohr von Attac.“

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Mitglieder beenden Tarifrunde 2009/Länder

DNZS Logo35(Basisdemokratie) Mit der Mitgliederbefragung endete die Tarifrunde 2009 für die angestellten Landesbeschäftigen. Ob der Abschluss auf die Beamten/innen übertragen wird steht noch nicht gänzlich fest. Auf der Homepage von verdi gibt die Gewerkschaft an, dass 68,8 der Mitglieder den Abschluss zustimmten. Alle waren aber nicht zufrieden. Das macht das Ergebnis deutlich und wird auf der Homepage auch entwaffnend dargestellt. (link)
Das Netzwerk-verdi meint, dass die Gewerkschaftsbasis inzwischen daran gewöhnt ist, dass Gewerkschafts-spitze und Apparat Tarifabschlüsse schönrechnen und Niederlagen als Erfolg verkaufen. (link)

Basisdemokratie wird wohl nicht von allen mit-gelebt!
„Der Wert der Mitgliederbefragung ist unverkennbar“, bilanzierte Frank Bsirske, „denn darüber kommen wir ins Gespräch mit den Mitgliedern“ Wie hoch die Wahlbeteiligung ist leider nicht nachzulesen. Insider gehen von einer eher niedrigen Wahlbeteiligung aus. Demokratie wird leider nicht von allen gelebt.
Die anderen Gewerkschaften haben keine Mitgliederbefragung durchgeführt.

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Frank Bsirske kämpft gegen die Schuldenbremse

In einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten wendet sich der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Frank Bsirske gegen die Wachstumsbremse und Sozialabbaubeschleuniger „Schuldenbremse“ und schlägt, in Anlehnung an den Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, eine „Steuersenkungsbremse“ vor. Das fett markierte macht deutlich:, „Wetten dass“ neben Sozialabbau eben auch das Investitionsprogramm in den USA finanziert werden würde! (mehr …)

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"Wo ist eigentlich die Linke?"

Artikelbesprechung: 15.03.2009 der freitag.de   Robert Zion: Wo ist eigentlich die Linke?

webnews_iconvote:  Dieser lesenswerte Artikel zeichnet für mich einen Wunsch:
Einen Wunsch nach einer konzeptionellen Alternative zur bürgerlichen Sozialen Marktwirtschaft.

Ein Konzept, dass vor lauter berechtigten Protest,  vergessen worden ist,  zu entwickeln. Aber das gilt nicht nur für die Partei „Die Linke“. Das gilt auch für die Grünen. Das gilt auch für die SPD-Linken und für die Partei und Parteilosen Linksliberalen eben auch…. Also eben für alle die, wie Jakob Augstein  es in einem Kommentar formulierte, sich „irgendwie links“ fühlen“
Solange die Linken, quer durch alle Parteien, damit beschäftigt sind, herauszustellen, wer die „besseren“ oder die „wahren“ Linken sind, werden viele Wünsche, Wünsche bleiben. Hoffnungen, Hoffnungen bleiben. Wir konzentrieren uns auf das  „Meckern“ und das „Anprangern “..auf das „Mahnen“ und vor allem auf die Machtkämpfe innerhalb der eigenen Burgen.
Gestalten werden aber die anderen. Die bürgerliche Rechte zusammen mit den „Pragmatikern“ in der Mitte, die wie Freitag-Blogger und User ebertus es  nennt,  der „Droge der sachzwangdominierten Alternativlosigkeit“ erlegen sind.

Aber einen Vorteil hat das ja. Wer gestaltet muss auch verantworten. Gerade damit scheint die allgemeine Linke sich mehr als schwer zu tun.

Es ist ja so, wie  R. Zion es sagt :  „(….) der Weltwirtschaftskrise werden Legitimationskrisen in den repräsentativen Demokratien hervorgehen, spätestens dann, wenn sie „ihren“ Bürgern die Rechnungen präsentieren und sich eingestehen muss, dass das system- also nur selbstrelevante Kapital eben nur Rechnungen schreiben aber keine einzige begleichen kann..“

Wenn es in der BR soweit ist (ca. 2013), wird wahrscheinlich die eigentliche bürgerliche Rechte (ihre Sozialdemokratischen Gehilfen sind dann wohl bereits in die Opposition) diese Rechnung den Wähler/Innen präsentieren. Vielleicht haben sich ja dann die Oppositionsparteien der nächsten Legislaturperiode besser kennen gelernt. Vielleicht gibt es dann mal eine breite  konzeptionelle Alternative…Vielleicht! Irgendwann!

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Finanzkrise: Kohle ist nicht weg…Die Kohle hat jemand anderes

webnews_iconFinanzkrise: 40.000.000.000.000 Euro – einfach weg- Quelle Süddeutsche Zeitung – gevotet bei Webnews….

Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung hat es geschafft wieder in den Top Rängen bei webnews gevotet zu werden.
Glückwunsch!>:-[ Mich bringt so ein Artikel einfach nur auf die Palme>:(. Die Finanzkrise hat 40 Billionen Dollar vernichtet, heißt es da. Weltweit! Boaaahr..
Man muss es einfach immer wieder wiederholen. Es ist kein Geld durch die Finanzkrise vernichtet worden. Nur, Werte, Wertpapiere, dessen Inhaber geglaubt haben, dass sie eine Summe X (Kurswert) wert sind.
Nochmal für alle.
Es wird kein Geld durch Kursverfall an den Finanzmärkten vernichtet. Das Geld, was ein Wertpapierbesitzer bezahlt hat, gehört  jetzt jemand anderes. Vielleicht hat er es ausgegeben, vielleicht auf einem Direktbank-Konto abgeleht, oder auch neue Wertpapiere gekauft.
BSP: Wenn ich eine Aktie für 10 Euro kaufe, tue ich das, weil ich glaube, dass sie es Wert ist(die Aktie) und vielleicht bald mehr Wert sein könnte. Wenn ich die Aktie bei 7 Euro halte, habe ich immer noch 10 Euro bezahlt. Das Geld wanderte zu dem Verkäufer damals. Wenn ich irgendwann meine das Papier zu verkaufen, für 6 Euro, habe ich 4 Euro Verlust gemacht. Das stimmt. Für mich ist das Geld weg. Aber es hat immer noch jemand anderes. Was immer er auch damit gemacht hat.
Oder anders gesagt. Wenn ich mir heute für 400 Euro eine Digitalkamera kaufe und diese, wann auch immer, in den Rhein fällt…dann ist die Kamera weg und das Geld für immer und ewig auch. Und das gleiche gilt für Wertpapiere. Vielleicht ist das nicht mehr jedem klar, weil ich ein Wertpapier nicht anfassen kann….Es liegt ja irgendwo virtuell auf dem Depot…. Wird eine Aktie z.B vom Markt genommen… Ja dann ist das dann bei 0 Euro auch weg. Für immer und ewig…

Also nochmal….. Fallen Kurse von Wertpapiere, die ich besitze, habe ich einen fiktiven Wertverlust. Das Geld hat aber jemand anderes. Verkaufe ich die Aktie, bekomme ich auch Geld von jemand anderes.

Geldvernichtung! Geld wird vernichtet, wenn ich es entweder verbrenne, dann ist es für immer und ewig weg…oder wenn ein Schuldner, vereinfacht gesagt, das kreditgeschöpfte Geld wieder tilgt.

Die Wahrheit ist doch, dass diese Bestürzung der Kursverluste ablenken, um endlich etwas skeptischer das Spielcasino „Börse und Finanzmärkte“  zu begegnen.

Nee auch Falsch… eigentlich sollte man warnen vor den Finanzmärkten und nicht trauern

Willkommen in der Welt der Wirklichkeit!

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Nachgerechnet: Reallohngewinn oder Reallohnverlust?

Banner tapo blog tr 09Durch den sozialen Sockelbetrag von 40 Euro rechnet sich der Prozentuale Gesamtbetrag auf 24 Monate berechnet abweichend. Mit dieser Datei können alle unsere Leser/Innen nachrechnen, ob über gesamte Laufzeit letztendlich ein Reallohnzuwachs für die angestellten Beschäftigten herausverhandelt werden konnte. 
Die unteren Lohngruppen werden bei einer von mir geschätzten Inflationsrate von 2,25% in jedem Fall einen Zuwachs erhalten. Bei einer Rate von 2,85 % würden dann aber die oberen Einkommensgruppen ab ca. 2800 Euro einen Reallohnverlust hinnehmen müssen.
Allerdings ist die geschätzte Preissteigerungsrate für 2009 und 2010 sehr mutig geschätzt. Bei der derzeitigen Gefahr deflationärer Preisentwicklung kann tatsächlich die Rate auch wesentlich niedriger ausfallen. Dann würden die Einkommensbezieher/Innen im ÖD/Länder einen noch größeren Reallohnzuwachs unter dem Strich erhalten. Das wissen wir dann aber spätestens im Januar 2011.

Herzlichste Grüße
Euer Bertram Rabe.

 
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Hilfe:
In den grünen Feldern können Sie die entsprechenden Werte eingeben. Wenn Sie die Datei mit Oppen Office öffnen müssen Sie die Datei vorher abspeichern, da die Datei nur schreibgeschützt heruntergeladen werden kann.
Viel Spaß beim rechnen!
 

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