Wer sind die Nichtwähler/Innen ?

Hmm :idea::?:
Bertram hat nach der Wahl auf meinen Wahlaufruf geantwortet, interpretiert, analysiert und kritische Fragen gestellt. Aber ich werde den Gedanken nicht los, dass er mir so leicht zärtlich ans Schienbein getreten hat:yawn: 😉 Ok vielleicht bin ich wirklich ein leichtgläubiger Mensch, der immer noch an die Demokratie glaubt.

Tja und wer sind nun diese vielen Nichtwähler/Innen? Hier mein Kommentar auf Bertis Einwurf

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nicht wählen ! warum ?

Weise oder eingelullt gelenkt?
Wer sind die, die nicht wählen? Ein Einwurf und eine Antwort von Bertram Rabe

Die niedrige Wahlbeteiligung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die jenseits von Parteien versucht haben die Themen in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu setzten. Ein öffentlicher Diskurs fand nicht statt. Weder inhaltliche Diskussionen, ja nicht mal Skandale, wie der Umgang mit unseren Steuergeldern zur den Bankenrettungsaktionen fanden Platz in einer öffentlichen Auseinandersetzung. Frau Merkel und Co haben es mit ihren medialen Netzwerken geschafft, durch „hmm einfach mal nix sagen“ die Bevölkerung einzulullen. 70,08 % sind nur noch Wahl gegangen. Ein Debakel. 
Warum aber gehen die Menschen nicht zur Wahl?

Die Wahl, wählen oder nicht-wählen zu gehen ist ein gutes Recht und gehört zu einer Demokratie dazu.
Aber ist es allen Nichtwählern bewusst, welchen Einfluss sie auf das Gesamtergebnis haben? Wer sind diese Nichtwähler/Innen?

Hier ein paar Vermutungen:

1.Sie interessieren sich nicht für Politik und bleiben konsequenterweise zu Hause.
2.Eine andere Gruppe sind von ihrer Stammpartei so enttäuscht, dass sie lieber zu Hause bleiben. Sie bringen es nicht übers Herz eine andere Partei zu wählen. (Umgangssprachlich: „Ich würde mir eher die Hand abhacken, als die „…..(pünktchen pünktchen…. zu wählen)
3.Eine andere Gruppe ist mit allem unzufrieden oder ist nicht bereit ihr Weltbild mit dem Weltbild der Parteien
(Grundsatzprogramme/Wahlprogramme) abzugleichen.
4.andere haben keine Zeit oder keine Lust.

Wissenschaftlich ausarbeitet ist das wohl noch nie so richtig. Die meisten gehen, aber davon aus, dass die SPD in den letzten 10 Jahren einen großen teil ihrer Anhängerschaft an die Nichtwähler/Innen verloren haben. 9.988.843 SPD Wähler/Innen waren es am 27.09.09 nur noch. 1998 waren es noch 20 181 269.
Na wo sindse denn, na wo sindse denn hingelaufen?

Klar. Das liegt auf der Hand. Ein Teil ging zu den Linken. Einige wollen sich sogar mit Merkel und Westerwelle vergnügen um sich mit denen einen Platz an der Sonne zu ergattern. Die meisten aber sind zu den Nichtwähler/Innen gepilgert. Das wird deutlich, wenn man die faktischen Stimmenzuwächse der drei Mitte-rechts Parteien (Relikons ,CDU/CSU,FDP) vergleicht. Sie haben von 1998 bis 2009 gerade einmal 555686 Stimmen dazu gewonnen. (siehe Calctabelle)
Es passt also, zu behaupten:

,, dass die, die auf SPD kein Bock hatten und schwarz-gelb (Relikons=rechts-liberalkonservative) auch nicht wollten, Schwarz-gelb aber auch mit gewählt haben. Ein Dilemma. Auf der anderen Seite musste die Basta-Truppe der Schröder Erben auch ab gestraft werden . Und dann gleichzeitig die Ehe aller Relikons (schwarz/gelb) verhindern?  Das wäre aber nur gegangen, wenn die enttäuschten sozialen Demokraten anstatt nicht zu wählen eine andere Partei links neben der CDU gewählt hätten. Das hätte dann wahrscheinlich eine neues schwarz-rotes Bündnis bedeutet. Aber  wie soll sich eine Partei stilistisch und programmatisch in der Regierung erneuern? Das geht besser in der Opposition.
Also eine weise strategische Entscheidung sonstige oder nicht zu wählen?

Die Sozialdemokratie in die Opposition zu schicken, schwarz-gelb eine zeit zu ertragen, um dann mit den anderen Oppositionsparteien eine neues sozial Reform Bündnis pragmatisch und stilistisch auf neuen stabilen Beinen zu stellen. – Ein neues Reformbündnis, dessen Namen wir noch nicht kennen, das den Namen Reform (also um die Lebensverhältnisse zu verbessern) auch verdient. – Oder wie Sternkommentator Frank Thomsen vom Stern sich eine neuen linken Volkspartei aus SPD und Linke erträumt.
So nach dem Motto. „Es muss zusammenwachsen, was auch zusammen gehört ?

War das das Motiv? Sind die Wähler/innen (Nichtwähler/Innen) wirklich so schlau?
Oder sitzt der Frust insgesamt so tief, dass die meisten einfach nicht mehr an Veränderungen in der Gesellschaft oder an den eigenen persönlichen Lebensverhältnisse glauben?

Das wäre katastrophal und es greift dein Spruch, lieber Marty Ludischbo:

Das Wahlen etwas ändern , sehen wir spätestens dann, wenn die anderen Parteien ,die man nicht gewählt hat, etwas verändern.

-Oder ist alles doch nur fremdbestimmt so gewollt? Die gelenkte Demokratie mit einem gelenktem Souverän. Eine von Meinungsmachern produzierte gelähmte Wählerschaft, die die Schnauze halten (und ab und an mal nicht wählen) und das Feld frei halten für eine auserwählte selbst bestimmte Elite, die nun endlich unter dem Vorwand des Sachzwangs, walten und schalten können, wie sie wollen, ohne ernsthafte Gegenwehr erwarten zu müssen?

Dann hatte Rosa Luxemburg, lieber Marty,  wohl doch Recht?

Könnten Wahlen etwas ändern, würde man sie verbieten.

 

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Hilfe! Ein Steini Girl…

 

Huch…  was habe ich denn da gerade entdeckt… ja dat is ja mal ne ganz schräge Nummer

Schon 62000 mal angeklickt. Die Steini- Bewunderin hat es sogar schon bis zum Nachrichtensender N24 gebracht. Respekt! Naja… Wie sagt man so schön. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Alles muss man ja auch nicht wirklich ernst nehmen.Oder?


Festhalten und tief Luft holen…. Klicke jetzt

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An die Piratenpartei!

Wau, die Piratenpartei, die neue noch junge Internetpartei, ist ja richtig im Aufwind. Auch wenn sie in den allgemeinen Umfragen keine Rolle spielen.. In Foren und Online-Magazinen scheint es fast so, dass sie vom Souverän mit der Regierungsbildung beauftragt werden;)

IM Ruhrpottforum erreichen sie fast 30% der Stimmen .
Bei Freitag.de haben sie mit fast 35 % die Nase vorn (Stand heute 22:30)

Das sieht ja wirklich fast nach Sensation aus. Geht doch noch was, wo keiner mit gerechnet hat?
Aber mal im Ernst. Ich finde diese Partei irgendwie spannend. Auch weil viele junge Menschen sich davon, ganz unbeeinflusst von uns alten Klugscheißer, davon irgendwie faszinieren lassen.

Um die Partei besser kennenzulernen frage ich:
Mit welcher anderen Partei hat die Piratenpartei die größten inhaltlichen Schnittmengen. Sagt uns doch mal mit wem ihr Koalitionsgespräche führen werdet, falls ihr am Sonntag vom Souverän mit der Regierungsbildung beauftragt werden solltet.?

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Diskussion: Die Geretteten – Illusionen schlagen Fakten

Letztes Jahr habe ich zur Finanzmarktkrise im Ruhrpottforum einen Thread eröffnet:
Rettungsaktion oder Selbstbedienung

ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiet
Jetzt, nachdem Harald Schumann noch einmal Licht in diesem Selbstbedienungsladen gebracht hat bleibt vor der Wahl  jegliche erhoffte Diskussion aus. … mal sehen ob es noch weitere Anmerkungen der User/Innen im Ruhrpott gibt. Ich glaube fast nicht. Beitrag 389

Banner Blog GeselluPolitikDie meisten interessiert es wohl eher nicht, wen wir da mit Milliardenbeträge gerettet haben bzw noch retten werden! Die Illusionen haben gesiegt. Dazu habe ich einen Beitrag im DNZS Politik Blog geschrieben und in meinem Blog beim Freitag Cross veröffentlicht!

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Illusionen contra Fakten

Netzwerke aus Politik, Medien und Finanzwirtschaft zaubern Illusionen für das Wahlvolk.  Aber gut recherchierte Fakten sprechen dagegen
zusammengestellt von Marty Ludischbo

Das sollte uns noch einmal vor der Bundestagswahl am Sonntag zum nachdenken bringen. Die gezeichneten Illusionen, dass 1. die Finanzkrise vom Himmel gefallen ist und 2. die Bundesregierung ein spitzen Krisenmanagement betrieben haben soll.


1. Sinnestäuschung.
Die Finanzkrise kam überraschend und aus den USA?
Das, das eine erste Wahrnehmungsillusion ist, haben die Macher der NachDenkSeiten durch akribische Recherchen eindrucksvoll widerlegt. Dass die Zockereien der deutschen Privat und Landesbanken an den Internationalen Spielcasinos nicht alleine die USA verantwortlich gemacht werden kann, ist ja  nun wirklich selbsterklärend. Anscheinend waren die Risiken auch bewusst.  Ein kurzer Blick zurück: Am 16. Februar 2003 trafen sich in Berlin der damalige Bundeskanzler Schröder, sein Wirtschaftsminister Clement und Bundesfinanzminister Eichel mit den Spitzen der Banken und Versicherungen zu einer  Geheimsitzung. Man beschäftigte sich u.a mit den Fragen, wohin mit  den hohen Verluste und Risiken einiger Finanzinstitute. Außerdem wurde ein   Vorschlag erarbeitet, eine Auffanggesellschaft für unsichere, faule Kredite zu gründen. (1)Heute nennt man das Bad Bank (oder auch Zweckgesellschaften genannt). die der Deutsche Bundestag mit dem Gesetz : Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung im Frühjahr 2009 auf dem Weg brachte und die Bundesregierung uns schon damals an der Nase herumführte.

2. Sinnestäuschung
Das Krisenmanagement der großen Koalition wird in der allgemeinen Wahrnehmung überwiegend als gut bewertet.

Die einst mal linksliberal gewesene Süddeutsche Zeitung feierte dann auch ausgiebig die Sozialdemokratische Union Deutschlands. (2)
Schließlich wurden ja alle Garantien und Bürgschaften für uns Sparer/Innen und Wirtschaftsteilnehmer/Innen gemacht. Und natürlich ist die Hypo Real Estade (HRE) systemrelevant.   Und damit das nicht so auffällt hat die Bundesregierung die Liste, aus der sich ergibt, dass nicht die Bürger, sondern ein obskurer Strauß von Banken, Versicherungen und Fonds gerettet wurde, für geheim erklärt. (3)
Allerdings, dank Harald Schumann, der im Besitz eines Papiers der Deutschen Bundesbank ist, mit Listen der Gläubiger der Hypo Real Estate (HRE) und ihren Forderungen an dieses von der Bundesregierung über den Rettungsfond gerettete Bankinstitut.

„Für die Sanierung der Pleitebank HRE fließen zweistellige Milliardensummen aus Steuergeldern. Aber die Regierung hält die Namen der Kreditgeber geheim, die auf Staatskosten freigekauft wurden. Die Bürger müssen zahlen, aber für wen, das sollen sie nicht wissen. Wir dokumentieren die Liste der Geretteten ? die bisher keinen Cent zur Rettung beitragen müssen.…“ Einleitung Artikelempfehlung: Berliner Tagesspiegel vom 13.09.2009, Harald Schumann:  Die Geretteten weiterlesen

Die hier zusammengestellten Fakten aus den Nachdenkseiten und den hervorragenden Recherchen von Harald Schuman ist es zu verdanken, dass die von vielen Netzweken aus Politik, Medien und Finanzwirtschaft produzierten Wahrnehmungen, als Illusionen enttarnt wurden. Und in Mitte dieser Illusionen verspricht die Kanzlerin in einer neuen Koalition mit den rechtsliberalen die „Wachstumskräfte besser frei zusetzten“um dann den Wähler/Innen die nächste Illusion zu verkaufen: Steuersenkungen.
Herr Steinbrück sprach von „Komasaufen“ auf den Finanzmärkten und harte bevorstehenden „Verteilungskämpfen“. (4)
Recht hat er. Aber am Sonntag sollten die Wähler/Innen auch wissen für wen wir diese Verteilungskämpfe führen sollen und wem wir das zu verdanken haben.  Eben u.a für geheimgehaltene Gläubiger, die sich am Topf der Steuerzahler bedienen und einer Krise, die ebne nicht aus heiterem Himmel gefallen ist.  Aber was sind schon Fakten gegen echt wirkende gemachte Illusionen.

Quellen:

(1)
Schon 2003 und in Kenntnis der heraufziehenden Finanzkrise hat eine große CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne-Koalition mit der Förderung des Finanzkasinos weitergemacht

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4130
Die Verflechtung der Politik mit dem Casino-Betrieb der Finanzwirtschaft ist enger und älter als wir denken – wir zahlen schon seit 2000 für die Wettschulden
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3599
(2)
Sozialdemokratische Union Deutschland

http://www.sueddeutsche.de/politik/366/487769/text/print.html
(3)
Mit Einschnitten und Steuern zahlen wir für die Rettung von Banken und Fonds durch Merkel und Steinbrück

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4210
(4)
Die Realität ausgeblendet

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Wahlkampf-TV-Duell-Angela-Merkel-Steinmeier;art141,2899955

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