20 Jahre Mauerfall- Bitte auch alle Zeitspuren gedenken!

Vorabveröffentlichung, modefiziert. Erscheint leicht überarbeitet am 10.09.2009 im Politik-Blog

Erinnerungen zum Tag der deutschen Geschichte, dem 09. November

Der Tag der deutschen Geschichte ist kein Feiertag, sondern ein Gedenk-und Feiertag!

Auch ich habe mich als junger Mann riesig gefreut, als das hässliche Dach der Berliner Mauer durch das friedlich protestierende Volk zum Einsturz gebracht wurde. Ich hatte damals überhaupt gar keine Sympathie für die sog. Diktatur des Proletariat. Für diese kleinen widerlichen Kleingeister wie Mielke, Mittag,Honecker ,Krenz und Co hatte ich nur Verachtung übrig.  Unvergessen wie E. Mielke im Parlament die Liebeserklärungen, unter den Gelächter der Abgeordneten der SED und allen anderen Parteien der nationalen Einheit (CDU,Liberale etc), gegen sein Volk kund tat. Honecker, dieser widerliche Wicht mit Hornbrille, der heimlich Westpornos guckte. (1) Nein, für diese Stalinistischen Autokraten war endlich die Zeit des Abschiedes gekommen. Das war der 09. November 1989. Ich habe mich gefreut, auch wenn mir die Deutsche Einheit, aus der damaligen Sicht eines 20 Jährigen jungen Mannes, viel zu schnell ging. Deswegen bin ich wohl heute noch für Hellmut Kohl ein Vaterlandsverräter. Alle die einen anderen Weg zur deutschen Wiedervereinigung suchten oder vorgeschlagen hatten, waren wohl für den selbst ernannten Einheitsbringer keine guten Deutsche. Gestört hat mich das nicht. Eigentlich dachte ich im Zeitalter des Einheitsgetümmel, dass auch seine Zeit gekommen war. Da irrte ich mich in meinem jugendlichen Leichtsinn aber sehr gewaltig. Dabei war er ,HK, es nicht alleine, der Verdienste um die deutsche Einheit erworben hatte, wie auch Wolfgang Lieb heute auf den Nachdenkseiten zurecht geschrieben hatte. Das interessierte in Ost und West damals wohl nur wenige Menschen.

Feiern, 20 Jahre danach. Ja das ist schön und legitim. Aber vergessen wir nicht die anderen historischen Ereignisse in der deutschen Geschichte. Dieses Schicksalsdatum baut sich historisch aufeinander auf.
Und aus dem Gedenken an die deutsche Geschichte müssen wir lernen und dürfen nicht vergessen.
Ein jüngstes Beispiel: „Um sicher zu sein, musss ich alles wissen“ Zitat Eric Mielke. (2)
Können wir die erneute Versuchung eines neuen Überwachungsstaates widerstehen oder haben wir bereits die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wieder verlassen?

Umso mehr stehe ich nach wie vor, für die Abschaffung des gesetzlichen Feiertages dritter Oktober und schlage vor, diesen Tag durch einen gesetzlichen Gedenk-und Feiertag neunter November, der Tag der deutschen Geschichte, zu ersetzen. Also, lasst  uns während den  Feierlichkeiten in den nächsten Tagen zum 20 Jährigen Mauerfall mal einwenig nachdenken!

Quelle:
(1) Spiegel TV- Nach der Wende
(2) Pär Ström – Privatsphäre ist wie Sauerstoff
http://www.das-parlament.de/2006/34-35/Titelseite/002.html

 

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Netzwerkartikel: direkte Demokratie im Saarland und in Brandenburg

„Jamaika schlägt rot-rotes Brandenburg“ bilanziert die Initiative „Mehr Demokratie.e.v“
Leider erstmal nur Versprechungen, Taten sollen folgen… meint Netzwerkpartner Muskelkater. …..
Vorschauartikel im Starter Blog weiterlesen

Ich meine: Ein flotter Wettbewerb um mehr Demokratie kann auf jeden Fall nicht schaden. Aber es ist richtig. Taten müssen folgen und dann sollten die Bürger/Innen das Angebot für mehr Demokratie auch lebhaft nutzen. Im nächstem Schritt sollte endlich der Weg für Volksabstimmungen auf Bundesebene frei gemacht werden. link

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