ILO Arbeitsmarktstatistik Januar 2010

WIESBADEN – Im Januar 2010 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 39,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren 154 000 Personen oder 0,4% weniger als im Januar 2009. Der Rückgang der Erwerbstätigenzahl im Vorjahresvergleich kann somit vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftsschwäche nach wie vor als moderat bezeichnet werden. ImVergleich mit dem Vormonat Dezember 2009 sank die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2010 um 543 000 Personen (– 1,3%).
Ein Rückgang dieser Größenordnung zwischen Dezember und Januar entspricht dem in der Winterpause üblichen
saisonalen Muster. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausblendung üblicher jahreszeitlich bedingter Schwankungen, ergibt sich gegenüber Dezember 2009 sogar ein leichtes Plus von 20 000 Personen (+ 0,0%).

Die Pressemitteilung, incl. Tabelle, ist auch im Internet-Angebot
des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/02/PD10__064__132,templateId=renderPrint.psml
zu finden.

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"Arbeit lohnt sich nicht mehr " – Die Diskussion muss anders geführt werden

Arbeit lohnt sich nicht mehr! Das sagt der Vizekanzler Westerwelle und er hat recht.
Nur lenkt er erwartungsgemäß die Debatte in die falsche Richtung. Er will Steuerzahler/Innen gegen die Bezieher/Innen von Sozialleistungen gegeneinander ausspielen. Er will, das unterstelle ich ihm, das Lohnabstandsgebot zwischen den untersten Löhnen und den Hartz 4 Regelsätzen weiter vergrößern.  (mehr …)

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Schlichter: Löhne sollen minimal steigen

Tabellenwirksam 1,64% – Mit Einmalzahlung ca: 2,11% –  Azubis nur ca. 1,89 %

Velen/Kreis Borken. Nach knapp einwöchiger Schlichtung in den Tarifverhandlungen von Bund und Kommunen haben die beiden Schlichter, Prof. Georg Milbradt und Dr. Herbert Schmalstieg, gestern ihre Einigungsempfehlung vorgestellt.

Im einzelnen empfehlen die Schlichter folgende Entgelterhöhung:
* ab 01.01.2010 – 1,2%
* ab 01.01.2011  -0,6%
* ab 01.08.2011  -0,5%
* Einmalzahlung 2011, 240 Euro, 50 Euro Auszubildende
* Weiterentwicklung der Leistungsorientierung in 4 Schritten von 1% auf 2%

* Die zum 31.12.2009 ausgelaufene Übernahmereglung für Auszubildende (unter bestimmten 
Vorraussetzungen 12 Monate) wird weitestgehend verlängert.
* Außerdem soll Altersteilzeit ab 60 Jahre möglich werden.

Laufzeit 26 Monate

Tabellenwirksam gerechnet:
Hoch gerechnet auf die 26 Monate Laufzeit bedeutet die Lohnerhöhung tabellenwirksam ohne Einmalzahlung eine lineare Lohnerhöhung von 1,64 % . Eine Inflationsrate (Preissteigerung) auf die 26 Monate durchschnittlich, geschätzt, von 1,1 % würden die Löhne auf die vereinbarte Laufzeit berechnet real nur 0,54% steigen. Sollte allerdings die Preise in den 26 Monaten stärkere steigen würde diese Empfehlung ein Brutto-Reallohnverlust bedeuten.

Beschäftigte, die von den Leistungsentgelten profitieren, kommen demnach nominal tabellewirksam auf ca. 2,05%
(real: ca. 0,95 %)

mit Einmalzahlung gerechnet:
Bei einem Brutto-Einkommen von 2000 Euro würde die Lohnerhöhung allerdings nominal ca. 2,11% steigen (real bei o.g Annahmen ca. 1%), wenn man die einmalige Zahlung 2011 mit hineinberechnet. Die Auszubildenden müssen sich (berechnet 3. Ausbildungsjahr) nominal mit 1,89 % zufrieden geben.
Beschäftigte, die von den Leistungsentgelten profitieren, kommen nominal tabellewirksam auf ca.2,52% (real: ca. 1,41 %)

Nachrechnen?

ba downloadMit unserem Brutto-Reallohnrechner lässt sich die Tariferhöhung individuell berechnen.

erstellt mit Open Office: als ods: download als xls: download

(Achtung: Die Datei wird schreibgeschützt geöffnet. Sie müssen die Datei speichern. Danach können eigene Werte und Annahmen eingeben werden)


Quellen:

Pressemitteilung verdi zum Schlichterspruch
Pressemitteilung VKA zum Schlichterspruch (vom Homepagebetreiber bereits wieder depubliziert)

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Einigung im Berliner Nahverkehr (2010)

gemeinsame Pressemitteilung KAV und verdi/berlin

Nach vier Verhandlungsrunden haben die Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der KAV Berlin für die Berliner Verkehrsbetriebe und deren Tochter Berlin Transport heute erfolgreich einen Tarifabschluss für den Berliner Nahverkehr vereinbart. Vorbehaltlich der Zustimmung der beteiligten Gremien wird der Tarifvertrag unverzüglich in Kraft gesetzt.
Über die Laufzeit von 24 Monaten erhalten die Beschäftigten rund 3 Prozent mehr.
Für die ersten vier Monate des Jahres erhalten die Beschäftigten am 1. April 2010 einmalig 340 Euro, ab November 2011 wird die Jahressonderzahlung um 200 Euro erhöht. Ab Mai 2010 steigen alle Einkommen um 1,5 Prozent, ab November 2010 folgt ein weiteres Plus von 0,6 Prozent. Ab Mai 2011 gibt es eine weitere Erhöhung um 1,2 Prozent.
Beide Verhandlungspartner bezeichneten die Gespräche als konstruktiv und zielgerichtet. Mit dem Abschluss sei ein fairer und verantwortungsbewusster Kompromiss gelungen. Quelle

Auch die GDL mischt im Berliner Nahverkehr mit. Hier eine entsprechende Tarifinfo der GDL- Berlin:
http://www.gdl-nahverkehr-berlin.eu/tarifabschluss_2010.pdf

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Tarifrunde 2010 – Ausblick und Fakten (1)

Die Tarifbewegungen im Krisen Jahr 2010 haben begonnen. Während der Öffentliche Dienst in die Schichtung gegangen ist, hat die größte Einzelgewerkschaft der Welt, die IG Metall, mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Tarifbezirk NRW für die Metall und Elektroindustrie einen Pilotabschluss erzielt. Die Spartengewerkschaft Cockpit (VC) organisiert einen großangelegten Pilotenstreik bei der Lufthansa, der aber vorerst ausgesetzt wurde.  weiterlesen

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Was sind Spartengewerkschaften?

Die Berufsvereinigung Cockpit legte gestern die Lufthansa lahm. Grund der Arbeitskampfmaßnahmen: Sie wollen die Lufthansa dazu zwingen wollen sich die Billigtöchter vom Hals zu halten. Passagierinfo

Gefürchtet sind sie  mittlerweile! Sie, die sog. Spartengewerkschaften mit hohem Organisationsgrad. Marburger Bund, GDL, Vereinigung Cockpit.

Wir reden viel von den starken, es gibt aber auch die Masse der kleinen Spartengewerkschaften, die Gefälligkeitstarifverträge abschließen, nur um die Löhne zu drücken. Diese Praktiken machen den Gewerkschaften im DGB viel mehr zu schaffen, als die starken Spartengewerkschaften ala Cockpit und Marburger Bund.Ein BSP ist der Christliche Gewerkschaftsbund, den verdi Boss Frank Bsirske als Lohndrückerverein bezeichnet.

Also:
Wer sind die diese Spartengewerkschaften?

Wie gehen die Arbeitgeber damit um?

blognetz-onlineWas bedeuten sie für den DGB? Und welchen Einfluss haben sie auf die Tarifpolitik?

Was ist eure Meinung?

In unserem Forum habe ich einen Diskussionstrang eröffnet. Der Einfluss der Spartengewerkschaften!

 

Ich habe dazu einen Eintrag in unser Umschau Lexika gemacht um mal ein paar Antworten zu geben.

Banner Blogmitma lekl

Was sind Spartengewerkschaften?

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Artikelempfehlung: "Gehirnwäsche" geht weiter..

Banner Blog starterDie Kampagne des rechts-populistischen Vizekanzler Westerwelle (FDP) gegen die Bezieher/Innen von sozialen Transferleistungen bekommt immer mehr Unterstützung aus einflussreichen Think Tanks (Denkfabriken). Der Bevölkerung soll klar gemacht werden wie sehr das Lohnabstandsgebot (Abstand zwischen soziale Transferleistungen und Erwerbsarbeit) auf unterstem Niveaus gestaltet werden muss……..  Gut, dass es noch alternative Medien gibt   weiterlesen

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Kommentar: Aktion von mehr Demokratie.e.V – "Verbot von Firmenspenden"

Die Kampagne von mehr Demokratie e.V „Verbot von Firmenspenden“ haben viele im netzwerk, u.a mein Netzwerkpartner Muskelkater unterstützt.

Auf seinem Blog habe ich noch ein Kommentar hinterlassen, weil ich der Meinung bin, dass diese Aktion dringend notwendig war. Solche Aktionen sollen ja auch zum nachdenken anregen…. Jeder weiß, dass Herr Lammert sich nicht dafür stark machen wird. Aber darum geht es bei solchen Kampagnen auch nur sekundär.

……. Das die Aktion von „mD.e.V“ nicht alle denkbar möglichen Varianten der ethisch richtigen Parteienfinanzierungen aufmerksam macht ist im übrigen auch erst einmal völlig sekundär. Das lässt sich in der Gänze auch in einer Kampagne nicht diskutieren.
Die Aktion von mehr Demokratie zielt ja auch auf die aktuelle Debatte um die Hotelspenden und die Klientelpolitik von CSU und FDP. Gerade deshalb ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen, um Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen.. Das ist primär das Ziel von Kampagnen bzw. Aktionen
.
……  meinen ganzen kommentar lesen

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