Expansive Lohnpolitik? Alles guckt auf die Stahlindustrie

Die Aufschwung in der Exportindustrie ist auch in der Stahlindustrie angekommen. Während der Krise sind der größte Teil der Leiharbeiter/innen nicht weiter beschäftigt worden. Die Stammbelegschaften mussten in vielen Bereichen Kurzarbeit fahren. Auch deshalb geht die IG Metall offensiv in die diesjährige Tarifrunde und fordert 6% mehr Geld und möchte Regelungen für eine „faire Leiharbeit“, bessere Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer/Innen vereinbaren.(1)
Die Stahlbeschäftigten im Osten schlossen sich den Forderungen von Sprockhövel weitestgehend an.(2)
Der Arbeitgeberverband hat die Forderung erwartungsgemäß zurückgewiesen. (3)

Im Vorfeld der bevorstehenden Tarifrunden fordert der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel eine expansive Lohnpolitik, damit die lahmende Binnenkonjunktur endlich vorangetrieben wird. (4)
Die letzten
Aufschwungjahre sind bei den Arbeitnehmnern nicht angekommen. Das muss sich grundlegend ändern. (5)
Aber wird deswegen hier ein expansiver Abschluss folgen?
Die monetaristische Presse steht schon zum Gegenschlag bereit. Am 06. September begonnen die Verhandlungen.
Alles guckt auf die Stahltürme.

Quellen
(1-4 in Reihenfolge)

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_5363.htm

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_5337.htm

http://www.trading-house.net/news/rheinische-post-arbeitgeberverband-stahl-weist-ig-metall-forderung-zurueck-21570934.html

http://www2.alternative-wirtschaftspolitik.de/uploads/m2910.pdf

(5) siehe dazu auch Ulrike Hermann: „Der Selbstbetrug der Mittelschicht“ (Einleitung)
————————————————————————-
Netzschauartikel: Tarifbewegungen 2010

Weiterlesen