Wachstum mit Leiharbeit

Beschäftigungszuwachs 2010 zu großen Teilen von Zeitarbeit getragen

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.270 vom 19.07.2011

WIESBADEN – Die Zahl der atypisch Beschäftigten stieg im Jahr 2010 auf 7,84 Millionen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhte sie sich nach Ergebnissen des Mikrozensus gegenüber 2009 um 243 000 Personen. Die Zahl der abhängig Beschäftigten insgesamt nahm zwischen 2009 und 2010 um 322 000 auf 30,90 Millionen zu. Damit trug die atypische Beschäftigung gut 75% zum Gesamtwachstum der Zahl abhängig Beschäftigter zwischen 2009 und 2010 bei. Die Zunahme atypischer Beschäftigung ist wiederum hauptsächlich auf den Zuwachs von Personen in Zeitarbeitsverhältnissen zurückzuführen: Ihre Zahl wuchs von 2009 bis 2010 um 182 000. Damit trug die Zeitarbeit allein zu deutlich mehr als der Hälfte (57%) des gesamten Beschäftigungsanstieges bei und erreichte 2010 mit 742 000 einen neuen Höchststand.  weiterlesen

Die Mitteilung zeigt, dass der sog. Beschäftigungsboom, großteils durch „kostengünstige“ Leiharbeit erzielt wurde.

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blognetz-onlineArtikel aus dem Netzwerk zum Thema Aufschwung

von Martha Brauch: Aufschwung durch Erpressung?


 

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Kein Auftritt für den jamaikanischen Interpreten Bounty Killer

von Klaus Jetz

Am 19.08.2011 soll in Berlin auf Betreiben des Calabash Clubs der jamaikanische Interpret Bounty Killer, mit bürgerlichem Namen Rodney Price, geb. 12.06.1972, auftreten.

Wir haben das Berliner Polizeipräsidium über den geplanten Auftritt informiert und gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass dem Interpreten keine Bühne geboten wird und dass menschenverachtende Hasslieder, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen, nicht zur Aufführung gebracht werden. Uns scheint in diesem Fall der Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten gem. § 111 StGB und der Tatbestand der Volksverhetzung gem. § 130 StGB gegeben zu sein. Strafbar machen sich auch die Veranstalter. Wir haben auch die Betreiber des Calabash Clubs gebeten, Bounty Killer keine Bühne zu bieten.

In seinem Lied „Another level“ ruft Bounty Killer offen dazu auf, schwule Männer zu verbrennen oder zu ertränken. Auch in anderen Songs ruft er zu Mord an Schwulen auf. Zu Recht wurden mehrere CDs des Interpreten von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

weiterlesen bei unserem Netzwerkpartner Blog Muskelkater

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Kommentar: Norwegen und die geistigen Brandstifter

Ludischbo Netz-Aktiv

Meine Kommentar zu einem Artikel meiner Netzwekpartnerin Blog „heut schon gedacht“

Artikel: „Da ist es doch, was er wollte“

Mein Kommentar/Senf dazu:
Zunächst mal müssen wir nahe bei den Opfern und ihren trauernden Familien sein.

Ich finde aber schon, dass die Medien sich u.a auch um die rechtslastigen geistigen Brandstifter in Europa beschäftigen sollten. Es ist zwar die Tat eines Einzelnen. Aber eben auch eine Tat mit vielen Anstiftern, wie die TAZ heute titelte. Das gilt aufzuarbeiten.
Dazu auch ein Beitrag auf den NachDenkSeiten
http://www.nachdenkseiten.de/?p=10216

Außerdem wollen einige Politiker die Tat für sich nutzen und die Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung wieder aufblühen zu lassen. ………….

——–Warum dieser Blogeintrag?————

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Steuersenkung contra Steuererhöhung!

Wo bleibt die Steuererhöhungsdebatte? Das fragt Jens Berger von den NachDenkSeiten.

Mit einer einfachen, übersichtlichen Grafik haben die Macher der NachDenkSeiten die Ein und Ausgaben der verschiedenen Regierungen dargestellt.

Zitat:(…) Wie sähe das Bild aus, wenn die Politik auf die stetigen Steuersenkungen verzichtet hätte?
Für eine zuverlässige Aussage bräuchte man freilich komplexe Rechenmodelle, da die Höhe der Steuern natürlich auch einen Einfluss auf andere volkswirtschaftliche Größen hat. Ein grobes Rechenmodell liefert jedoch bereits erstaunliche Zahlen. Wenn wir einmal unterstellen, dass die Einnahmenquote in den letzten zehn Jahren konstant bei einem „Kohl-Wert“ von 25% gelegen hätte, wären die Einnahmen der öffentlichen Haushalte um sagenhafte 871 Milliarden Euro höher ausgefallen. In den Jahren 2000 bis 2010 nahmen Bund, Länder und Gemeinden 510 Milliarden Euro neue Schulden auf. Mit einer Einnahmenquote von 25% hätten sie im gleichen Zeitraum bei den tatsächlichen Ausgaben Schulden im Wert von 360 Milliarden Euro abbauen können. Die öffentlichen Haushalte wären dann heute nicht mit 2.000 Milliarden Euro, sondern nur mit 1.129 Milliarden Euro verschuldet. Die Staatsschuldenquote würde nicht bei 80%, sondern bei 45,1% liegen. Von einem Schuldenproblem könnte dann keine Rede mehr sein, der Staat hätte sogar ausreichend Manövriermasse, um adäquat auf kommende Krisen vorbereitet zu sein…. ………

Die Kommentatoren sind z.Z damit beschäftigt das Thema „Steuersenkungen“ zu diskutieren. Im Wirtschaftsblog habe ich dieses Vorhaben am 07.11 kommentiert.
Es wäre gut, wenn die Debatte umgekehrt werden würde.
Die Internetplattform „Politikarlarm“ beschäftigt sich mit dem Thema Pro und Contra Steuersenkung.
Contra Steuererhöhung passt dann doch richtigerweise in dieser Diskussion.

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Die Elena ist tot und wird halb beerdigt

Elena-banner-88x31Keine Angst. Das ist keine Storry eines menschlichen Todesfalls. Gemeint ist die „Datenkrake“ ELENA
Nachdem die Einführung zunächst auf 2014 verschoben werden sollte, einigten sich das Bundeswirtschaftsministerium und das Arbeitsministerium im Juli 2011 darauf, den Elektronischen Entgelt-Nachweis (Elena) „schnellstmöglich einzustellen“.Die Einstellung wird damit begründet, dass sich die aus Datenschutzgründen erforderlichen Signaturkarten nicht schnell genug verbreiten. Die Meldung von Daten durch die Arbeitgeber erfolgte seit dem 1. Januar 2010. Die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte bleibt von dieser Entscheidung jedoch unberührt und wird wie geplant 2012 vollzogen. (Quelle Wikipedia)

Ende März letzten Jahres wurden gegen das ELENA-Vorhaben Verfassungsklage eingereicht.

Ein Sieg?
Das wird sich noch herausstellen. Der Bürgerrechtsverein FoeBuD bleibt skeptisch:

„Die Presseerklärung der beiden Ministerien lässt vermuten, dass es mit der elektronischen Erfassung von Arbeitnehmerdaten keineswegs vorbei ist. Aus der Pressemeldung des Bundesminsiteriums für Wirtschaft und Technologie und Bundesministeriums für Arbeit und Soziales : „Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird ein Konzept erarbeiten, wie die bereits bestehende Infrastruktur des ELENA-Verfahrens und das erworbene Know-how für ein einfacheres und unbürokratisches Meldeverfahren in der Sozialversicherung genutzt werden können.“

Das Vorgehen, alle wichtigen Daten der Bundesbürger in zentralen elektronischen Dateien zu sammeln, ist damit nicht vom Tisch. Trotz des jetzigen Erfolges bei ELENA ist also weiterhin höchste Wachsamkeit angezeigt, damit nicht ein Ersatz für dieses unverhältnismäßige Verfahren „durch die kalte Küche“ wieder eingeführt wird. Der FoeBuD wird die zukünftige Entwicklung daher auf jeden Fall aufmerksam begleiten.“ Quelle

Auch die Dienstleistungsgewerkschaft verdi, die den Protest unterstütze und die Klageempfehlungen unter ihren Mitgliedern weiterverbreitet hatte, gibt trotz aller Freude zu bedenken:

„(…)… ver.di wird nun sehr genau darauf achten, dass die angekündigte Löschung der bislang erhobenen Daten auch tatsächlich erfolgt“, kündigte Herzberg an und forderte die Bundesregierung auf, den Datenschutz insgesamt ernster zu nehmen und nach Elena auch die gegenwärtigen Bestrebungen zu einem sogenannten Beschäftigtendatenschutzgesetz zu beenden.“
Quelle:

Wir werden also weiter beobachten müssen.

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Der Fall Murdoch! Warnschilder dringend geboten

Rubert Murdoch, mächtiger und einflussreicher Medienmogul aus Großbritannien hat jetzt seinen Skandal. Mitarbeiter seines jetzt eingestellten Revolverblattes „News of the World“ glänzten durch, dass sie Menschen bespitzelten. Inzwischen trat Murdoch Vertraute Brooks zurück und wurde zwischenzeitlich verhaftet. Auch der Chef von Scotlöand-Yard trat zurück. Ganz England schreit auf. Heuchelei?

„Scheinheilig“ bewerteten viele Kommentatoren Ruhr rein,Rhein raus die Empörung auf der Insel. In der Tat. Dominic Johnsen stellte in seinem  Artikel in der vergangenen Woche nüchtern fest: „Nicht die Journalisten betteln bei der Politik, sondern die Politiker bei den Journalisten“  weiterlesen
Das bringt das Problem auf dem Punkt. Allerdings, so glaube ich, sind es die gegenseitigen Interessen, die dieses Netzwerk aus Politik und Presse aufblühen ließen und weiter…..

 

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Themennetzschau: Der Fall Murdoch –  empfohlene Links zum Thema im Linkblog

 

blognetz-onlineArtikel aus dem Netzwerk zum Thema Presse und Medien

von Martha Brauch: Wie wir von Politik, Medien und Wirtschaft an der Nase herumgeführt werden



Blog2Blog
NachDenkSeiten:
„Murdoch ist nur Symbol und Teil des Problems der Zerstörung der demokratischen Willensbildung und der Entmachtung der Mehrheit“ (link)


 

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Medienmacht: Endlich unübersehbare Warnschilder aufstellen!

Der Medienskandal in Großbritannien sollte alle wachrütteln. Auch in Deutschland
von Marty Ludischbo

Rubert Murdoch, mächtiger und einflussreicher Medienmogul aus Großbritannien hat jetzt seinen Skandal. Mitarbeiter seines jetzt eingestellten Revolverblattes „News of the World“ glänzten dadurch, dass sie Menschen bespitzelten. Inzwischen trat Murdoch Vertraute Brooks zurück und wurde zwischenzeitlich verhaftet.( H1) Auch der Chef von Scotland-Yard trat zurück. Ganz England schreit auf. Heuchelei?

„Scheinheilig“ bewerteten viele Kommentatoren Ruhr rein, Rhein raus die Empörung auf der Insel. In der Tat. Dominic Johnsen stellte in seinem  Artikel in der vergangenen Woche nüchtern fest:

„Nicht die Journalisten betteln bei der Politik, sondern die Politiker bei den Journalisten

Das bringt das Problem auf dem Punkt. Allerdings, so glaube ich, sind es die gegenseitigen Interessen, die dieses Netzwerk aus Politik und Presse aufblühen ließen und weiter blühen lassen. (mehr …)

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Steuern! Jetzt dürfen keine Steuern gesenkt werden.

Die CDU/CSU hat der FDP gestattet über Steuersenkungen zu reden. Welche Klientel die Rechts-Liberalen damit beliefern wollen ist allgemein bekannt. Der Finanzminister tritt da ein wenig auf die Bremse.  Steuersenkungen, gerade gegenüber den finanzschwachen Kommunen, die erheblichen Investitionsstau vor sich herschieben, wäre unverantwortlich.

„Wirklich fürchterlich kann es nicht werden-dafür ist die FDP zu unwichtig geworden“ frotzelte Ulrike Schulte in einem Kommentar bei der TAZ
Das ist richtig. Nur Falsch ist eine Steuersenkung zum jetzigen Zeitpunk trotzdem….weiterlesen

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Steuersenkungen wären unverantwortlich

Die CDU/CSU hat der FDP gestattet über Steuersenkungen zu reden. Welche Klientel die Rechts-Liberalen damit beliefern wollen ist allgemein bekannt. Der Finanzminister tritt da ein wenig auf die Bremse. (1) Trotzdem wären Steuersenkungen, gerade gegenüber den finanzschwachen Kommunen, die erheblichen Investitionsstau vor sich herschieben, unverantwortlich.

„Wirklich fürchterlich kann es nicht werden-dafür ist die FDP zu unwichtig geworden“ frotzelte Ulrike Schulte in einem Kommentar bei der TAZ (2)
Das ist richtig. Nur Falsch ist eine Steuersenkung zum jetzigen Zeitpunk trotzdem.

Warum?
Die Kommunen gehen finanziell am Stock. Einige Kommunen können sich nur durch Kassenkredite über Wasser halten
An diesem Fakt , z.B in NRW, ändert auch das kurzfristige Eingreifen der NRW- Landesregierung nichts.

Bund, Länder und gemeinde haben seit 2000 ca. 335 Millarden Steuerausfälle zu beklagen. Die Kommunen haben ca. 208,4 Milliarden Investitionsbedarf. Das rechnet der DGB Hand von Zahlen des Bundesfinanzministerium vor. (3)

Fazit:
Die Reformierung der sog. kalten Progression ist natürlich ein richtiges Vorhaben. Gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind davon betroffen. Lohnerhöhungen wirken durch die höheren Steuernklassen Reallohn mindernd.
Aber es ist wichtig nicht den ersten Schritt vor dem dritten zu machen.
Investitionen in unserer Infrastruktur (Bildung, ÖPNV, Straßen etc.) muss neben der Armutsbekämpfung höchste Priorität haben. Werden die Rückstände befriedigt, entstehen durch kommunale Direktinvestitionen neue Aufträge, Arbeitsplätze, höhere Löhne. Dadurch erhöhen sich auch die Steuereinnahmen und schaffen zusätzliche  Räume für Schuldentilgung und SA ( Steuern & Abgaben) -Senkungen.
Werden jetzt Steuern gesenkt, mauert die Bundesregierung weiter Probleme in die Zukunft.

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Quellen:

(1) TAZ – 07.07.11, Seite 1

(2)TAZ.de Artikel vom 07.07.2011

(3) Einblick: Artikel: Merkels vergiftetes Zückerli

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