Meinungsvielfalt in Blogs Teil 3 ?

in eigener Sache!
Liebe Leserinnen und Leser,
in einigen Mailanfragen sind wir gefragt worden, wann denn endlich der nächste Serien Teil zum Thema „Meinungsvielfalt in Blogs“ veröffentlicht wird?

Leider sind Betram und ich z.Z zeitlich sehr eingeschränkt, um die Serie weiter gemeinsam zu bearbeiten. Deswegen kann sich die Veröffentlichung des dritten Teiles noch etwas verzögern.
Wir hoffen aber, dass wir es zum Jahresende noch schaffen. Spätestens aber Anfang 2012 ist es dann soweit und die Serie geht weiter.

Bis dahin bitten wir um etwas Geduld.

BG

Marty Ludischbo

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verteilungsneutraler Spielraum

verteilungsneutraler Spielraum – ein volkswirtschaftlicher/verteilungspolitischer Begriff, der in der Tarifpolitik eine besondere Rolle spielt.

Der verteilungsneutrale Spielraum ist :

– Bestandteil von Tarifbewegungen, den die Gewerkschaften ermitteln, um eine Tarifforderung zu erheben.
– die Summe der gesamtwirtschaftliche Produktivitätssteigerung (Produktivitätszuwachs)  und die Preissteigerungsrate   (Inflationsrate) in einem zu berechnenden Zeitrahmen.

weiterer Bestandteil einer Tarifforderung ist eine Umverteilungskomponente zu Lasten der Unternehmensgewinne

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siehe auch:
IG Metall-Tariflexikon: Trinitarische Formel (link)

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Fragen über Fragen…. Verfassungsschutz ,brauner Sumpf…und wo ist der Rest der Bevölkerung..

Die Behörden des Verfassungsschutzes spielen bei den jetzt bekannt gewordenen Nazimorden eine zwielichtige Rolle. Ein ehemaliger Verfassungsschützer z.B schreibt heute für einen rechten Verlag.
Der Verfassungsschutz und seine rechten V-Leute.:
Wer benutzt (e) hier wen ?
Die Dienste, um Informationen zu bekommen? – oder die Nazis die Geld vom Staat gegen unbedeutende Informationen bekommen?
Und wo ist eigentlich die Restbevölkerung, wenn gegen braun demonstriert wird?
Fragen über Fragen und weitere Fragen über Fragen –  Ruhr rein, Rhein raus bis zur Spree

Wir haben mal ein paar Meinungen zusammengestellt:

Tom Strohschneider vom Wochenmagazin freitag recherchierte in Thüringer SPD Kreisen:

„Der Schutz einer demokratischen Verfassung obliegt einer demokratisch gesinnten Bevölkerung und nicht einer Behörde“, forderten Thüringer SPD-Mitglieder bereits im März und formulierten, was dieser Tage unübersehbar wird: „Ein Verfassungsschutz, der die Verfassung nicht schützt, sondern die politische Kultur beschädigt, ist überflüssig.“

Strohschneider selbst meint:
„Das generelle Problem des Verfassungsschutzes wird der Öffentlichkeit ja gerade vor Augen geführt: seine Tendenz zum Eigenleben, die Unkontrollierbarkeit, die Entfremdung von demokratischen und rechtsstaatlichen Regeln.“

Quelle: freitag.de

Der Blogger „DerDemokrat“ stellt noch viele weiteren Fragen:

„Naziterror, braune Propaganda ist scheisse und gehört angeprangert und öffentlich gemacht, wo es nur geht. Aber bei dem, was hier gerade passiert, geht es um Größeres und man muss auch die richtigen Fragen gestellen, z.B.:

– Wer brachte den Polizisten in Augsburg um?
– Warum wurden die beiden Nazis ermordet oder warum haben sie sich umgebracht?
– Warum hat das Naziliebchen die Wohnung der beiden gesprengt?
– Woher kamen die Dokumente der drei?
– Warum jetzt?
– Warum wurden die Waffen vorher nicht beseitigt?
– warum wurden die drei nicht am Morden gehindert? „

Quelle 99 Prozent Blog:

Klare Ansage und deutliche Worte findet unser Alterknacker vom FiWus und fragt wo eigentlich die Restbevölkerung steckt, wenn gegen den braunen Sumpf demonstriert wird?

„Kackbraunes Gedankengut kann nur gedeihen, wenn viele unerkannt mitmachen, weil sie nicht den Arsch in der Hose haben, sich sofort zu melden und diese meist dann ausgesprochenen Gedanken verurteilen und von sich weisen. Wenn man genau hinschaut und bei Demonstrationen der Kackbraunen die Gegen-Demonstranten zählt und sich fragt, wo bleibt eigentlich der Rest der Bevölkerung, dann ist die Antwort eigentlich niederschmetternd…“. Quelle FiWus

upadate 22.11.11 um 22:40 UHR
Albrecht Müller von den NachDenkSeiten sagt:

„Ich glaube nichts von dem, was uns die politisch Verantwortlichen über die Bekämpfung des Rechtsterrorismus erzählen“ link

Lesen sie auch den Kommentar von Marty Ludischbo :

Wie tief sind die Geheimdienste im braunen Sumpf verstrickt?

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LA NS
Linkempfehlungen zum Thema:
Verstrickung Verfassungsschutz/Naziszene?

werden fortlaufend im Linkblog
der Netzschau gesetzt.

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Was ist der sog. Nazionalsozialistische Untergrund (NSU) ? Wikipedia hilft

weitere Infos und Links:
Braune Spitzel, die wir kennentaz.de 22.11.2011 –(link)

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Stahlbranche- Tarifrunde 2011 – grundsätzlich unbefristete Übernahme von Auszubildenen

In der westdeutschen Stahlindustrie haben die Verhandlungskommissionen eine Tarifeinigung vorgesschlagen.
3,8 Prozent höhere Einkommen und die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten. Das haben IG Metall und Arbeitgeber heute in der dritten Tarifverhandlung in Düsseldorf für die 75 000 Stahlbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen vereinbart. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit wurde verlängert.

Das Ergebnis:

Ab 01.12.2011 Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,8 %.

*Grundsätzlich unbefristete Übernahme der dem Bedarf entsprechend Ausgebildeten bei gleichzeitiger Übergangsregelung für bereits laufende Ausbildungsverhältnisse.

*Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages mit der Modifikation einer Aufstockung der zusätzlichen Beiträge zur Rentenversicherung auf 100 %.

* Mindestlaufzeit aller Abkommen bis zum 28.02.2013 (16 Monate).

Herauszuheben ist die Übernahmereglung für die Auszubildenden:
Die IG-Metall erklärte die zukünftige Reglung wie folgt:

Die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten wird zur Regel. Davon können die Arbeitgeber nur bei einer Ausbildung über Bedarf oder bei akuten Beschäftigungsproblemen abweichen. Diesen Abweichungen vom Tarifvertrag müssen Betriebsräte zustimmen. Konfliktfälle werden im Zweifel durch die tarifvertragliche Einigungsstelle entschieden. Für die derzeitigen Auszubildenden wurde eine Übergangsregelung vereinbart. Damit werden auch diese zum überwiegenden Teil unbefristet übernommen.

Wird bei ihnen auf der Grundlage der jeweiligen betrieblichen Personalbedarfsplanung drei Monate vor Ausbildungsende eine Ausbildung über Bedarf festgestellt, kann davon abgewichen werden. In diesen dann festgestellten Fällen gilt aber mindestens ein einjähriger Anspruch auf Übernahme, in Härtefällen ein zweijähriger Übernahmeanspruch. Die Auszubildenden im derzeitigen vierten Ausbildungsjahr haben weiterhin den Anspruch auf ein zweijährige Übernahme…. Quelle Homepage IG Metall

Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte zum Gesamtergebnis:

„Der Tarifabschluß ist uns insbesondere wegen der jüngsten Konjunkturprognosen und der durch die Finanzkrise bedingten Unwägbarkeiten sehr schwer gefallen. Der vereinbarten Prozentanhebung haben wir nur wegen der relativ langen Mindestlaufzeit der Entgeltabkommen zustimmen können. Die Vereinbarung zur Übernahme der Ausgebildeten bietet den Unternehmen ausreichende Möglichkeiten, die bisherige Ausbildungspraxis beizubehalten und dennoch die Übernahme bedarfsgerecht zu gestalten. Bei der modifizierten Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages konnten wir die Forderung nach einer Anhebung der Anspruchsquote abwehren. Der ebenfalls geforderten Anhebung der zusätzlichen Beiträge zur Rentenversicherung haben wir u. a. aus personalpolitischen Erwägungen zugestimmt.“  Quelle

Es zeichnet sich in jedem Fall ein kleiner Reallohngewinn von knapp 1% für die Beschäftigen ab. Die durchschnittliche Preissteigerungsrate wird 2011 voraussichtlich deutlich über 2% liegen.

Das Ergebnis muss jetzt noch durch die Entscheidergremien der beiden Tarifparteien. Die Annahme des Kompromisses gilt aber als sicher.

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Trick 17- das Spiel mit dem Mindestlohn

von Martha Brauch / Blog Gerecht 2010
Super! Frau Merkel spricht nach Jahren großer Abneigung gegen einen Mindestlohn jetzt wenigstens -zum Ärger der Arbeitgeber – von einer Lohnuntergrenze. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt ist irritiert. Für ihn sind solche Überlegungen unserer Kanzlerin „nicht nachvollziehbar und sehr unverständlich“. Ein Mindestlohn gefährde in beträchtlichem Umfang Arbeitsplätze, meinte er im Deutschlandradio Kultur.Die Gewerkschaften zeigen positive Reaktionen und die Friseurmeisterin aus Ostdeutschland, die ihren Mitarbeiterinnen einen Stundenlohn ab 3,51 € bezahlt, ist entsetzt und fürchtet um ihre Existenz. Was für eine Aufregung um eine Mogelpackung par excellence.

Im November 2011 soll über den Vorstoß, eine Lohnuntergrenze für alle Branchen einzuführen, auf dem Parteitag der CDU abgestimmt werden. Die Höhe sollte sich zunächst am Tarifniveau der Zeitarbeit orientieren, der seit dem 1.05.2011 zwischen 6,89 € im Osten und 7.79 € im Westen gesetzlich festgelegt wurde. Er sollte für die Branchen gelten, die bisher keine Tarifverträge hatten. Dazu ist beabsichtigt eine Kommission der Tarifpartner einzurichten.

Damit bleibt die CDU deutlich unter dem Mindestlohn von 8.50 €, der seit Mai 2010 vom DGB gefordert wird und den 10.00 € der Linken.

Schon kommt Kritik aus dem Wirtschaftsflügel der CDU und der FDP. Eine allgemein gültige Lohnuntergrenze sei „ordnungspolitisch nicht vertretbar“ sagte Hans Michelbach (CSU) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das würde den „Prinzipien der Marktwirtschaft“ widersprechen, für die schließlich die Union stehen würde.

weiterlesen und kommentieren im Blog Gerecht2010

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Der US-Kongress berät über ein Gesetz, das ihm eine weltweite Internet-Zensur erlauben würde

Aktion:Avaaz.org
Als besorgte Bürger rufen wir Sie dazu auf, für ein freies und offenes Internet einzustehen und gegen den Protect IP Act und den Stop Online Piracy Act zu stimmen. Das Internet ist ein wichtiges Mittel für den weltweiten Gedankenaustausch und zur Schaffung der Welt, die wir uns alle wünschen. Zeigen Sie echtes globales Führungsverhalten und tragen Sie dazu bei, diesen Grundpfeiler unserer Demokratie zu erhalten.

Mitmachen und mitunterzeichnen: hier
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Blog2Blog

Folgender Blogger hat mich auf diese Aktion aufmerksam gemacht:
Der Demokrat
: Blog 99 Prozent Blog- Titel: Wichtig! Rettet das Internet

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Wie tief sind die Geheimdienste im braunen Sumpf verstrickt?

ein Kommentar von Marty Ludischbo
Lange haben  die Medien es nicht gewagt ein bestimmtes Wort in den Mund zu nehmen. „Rechtsterrorismus“.  Jetzt, nach neuen Erkenntnissen der sog. „Döner Morde“(Der Begriff alleine hat schon was rassistisches),  geht es wohl nicht mehr anders.  Sehr gequält hatte auch der bundesdeutsche Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich in einem ARD Interview erklärt, dass wir es wohl mit einer Form von „Rechtsterrorismus“ zu tun haben.
Warum gequält wissen wir ja. Es ist die sog. blinde rechte Augenbinde, die einige jetzt wohl doch mal kurz aufklappen.
Aber welche Rolle spielt eigentlich der Verfassungsschutz?

Terrorismus! In unserer produzierten Öffentlichkeit  sind es ja schließlich Linksextreme und Islamisten, die dem Bürgertum Angst und Schrecken einjagen. Was interessiert da schon eine braune Menschenjagd. Auch wenn die Kanzlerin das nicht wahr haben will. Es ist doch wohl offensichtlich, dass es immer noch eine stabile ausländerfeindliche Grundstimmung mitten in der Gesellschaft gibt.
Vielleicht eine Erklärung, warum viele unserer bekannten Nachbarn (auf der Arbeit, nebenan oder beim Sportverein um die Ecke) , unsere Medien und Politiker lange Zeit rechts wegguckten und heute eher gequält von „Rechtsterrorismus“ sprechen.

Eine Wahrnehmung, die wohl viele von uns schon seit Jahrzehnten haben. Nicht erst seit der grauenhaften Menschenjagd von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen. (mehr …)

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Neues aus dem Netzwerk-Oktober 2011

blognetz-online zusammengestellt von Netzwerkpartnerin PeWi

»Und sagen se nich, der neue Monat hat schon wieder angefangen«, frei nach Volker Pispers 2-Minuten-Satire-Sendung beim WDR. Leider gehört Volker Pispers noch nicht zu unserem Blognetzwerk, trotzdem möchte ich allen diese Satiremomente ans Herz legen

http://www.wdr2.de/unterhaltung/kabarett/

Der Oktober endete so, wie er begann: Eurokrise … Eurokrise … Eurokrise … Wir erlebten eine kopflose Angela Merkel, die ihre untauglichen Rezepte ganz Europa aufs Auge drücken will in trauter Zweisamkeit mit dem französischen Präsidenten namens Sarkozy. Sie wird als mächtigste Frau der Welt geführt, trotz ihrer Halsstarrigkeit, trotz ihrer ökonomischen Ahnungslosigkeit  … Oder vielleicht gar  deshalb?

ganzer Artikel weiterlesen im Netzwerkblog

 

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Arbeitgeber stellen sich für Tarifrunde 2012 auf

von Bertram Rabe
Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) positionieren sich für die Tarifrunde 2012. „Die Beschäftigten erwarten eine Teilhabe am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung, auch wenn der bei den Kommunen nicht stattgefunden hat“, so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle und weist damit auf die knappen Finanzspielräume bei den Kommunen hin.
Insgesamt sieht es nach Kompensationsverhandlungen aus. Materielle Gesundheitsmaßnahmen gegen Lohnerhöhungen. Außerdem läuft z.Z die Tarifrunde für die Ärzteschaft.

„Auch im Jahr 2011 liegen die Steuereinnahmen der Kommunen noch unter dem Vorkrisenniveau von 2008. Die Ausgaben steigen jedoch immer weiter. Die Verschuldung der Städte, Gemeinden und Landkreisen liegt auf Rekordniveau.“

Im Mittelpunkt scheint der „demographische Wandel“ zu stehen.
„Die Kommunen und ihre Unternehmen beschäftigen sich hiermit intensiv auf der betrieblichen Ebene und nutzen eine Vielzahl tarifvertraglicher Regelungen“, so Böhle. Das VKA-Tarifrecht sieht unter anderem Regelungen zum flexiblen Übergang in die Rente, zu Arbeitszeitkonten, Teilzeitbeschäftigung und Lebensarbeitszeitkonten vor. „Forderungen nach pauschalen flächendeckenden Lohnerhöhungen, Arbeitszeitverkürzungen oder Frühverrentungen werden durch den demografischen Wandel bei den Kommunen und ihren Betrieben nicht gerecht.“

Demographischer Wandel als Kompensationsgeschäft?

Das Kalkül der kommunalen Arbeitgeber scheint klar zu sein. . Unter dem Stichwort „demographische Wandel“ sollen Forderungen nach Arbeitszeitverkürzungen Einhalt geboten werden. Während aus dem Kreis der Beschäftigten eher durchdringt, dass unter „demographischer Wandel“ eher Gesundheitsmanagement, Alterszeiteilreglungen, Zeitgutschriften oder ähnliches verstanden wird.

Die Arbeitgeber scheinen das Thema Demographie nutzen zu wollen, um Kompensationsgeschäfte anzubieten. Heißt: – weniger Lohnerhöhungen, dafür mehr materielle Zugeständnisse für die betriebliche Gesundheitsmaßnahmen.

Die Ärzte fordern unterdessen 9,5% mehr Lohn. Die Verhandlungen werden vom VKA als „steinig“ bewertet. Für die Ärzte ist ein neuer Verhandlungstermin Ende November vereinbart worden.


Quellen:

VKA-PM 11.11.2011
VK PM 27.10.2011

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Ach so! Wir Bloggerinnen und Blogger sind (für schlechten Journalismus) schuld?

Internet-Blogger und „Social Media“ suggerieren eine neue „Wahrhaftigkeit“. Sie haben einen Mythos freier, allgegenwärtiger Informationen geschaffen. Die Folge: klassische Medien und ihre Macher geraten auf die Verliererstraße. ….“
Auf dieses Zitat haben die NachDenkSeiten hingewiesen.

Das hat mir echt die Sprache verschlagen:

Die Projektgruppe zur Vorbereitung dieses 16. MainzerMedienDisputs, bestehend aus Claudia Deeg, Michael Grabenstroer, Professor Dr. Thomas Leif und Thomas Meyer, schreibt in einer Art thematischen Einführung folgendes:

„Der klassische Journalismus leidet. Verleger und Sender sparen. Weniger Geld, weniger Zeit, weniger Sorgfalt. Recherche wird klein geschrieben. All dies unterhöhlt das journalistische Fundament, die Qualität von Zeitungen, Magazinen, Funk und Fernsehen. Demgegenüber suggerieren Internet-Blogger und „Social Media“ eine neue „Wahrhaftigkeit“. Sie haben einen Mythos freier, allgegenwärtiger Informationen geschaffen. Die Folge: klassische Medien und ihre Macher geraten auf die Verliererstraße. Viele Journalistinnen und Journalisten finden sich plötzlich in der Orientierungslosigkeit wieder. Das geht einher mit Verlust ihrer Identität und der ehemals vorhandenen „Deutungshoheit“ im gesellschaftlichen Diskurs…
Quelle NachDenkSeiten- Titel:
Journalisten haben es schwer. Das ist aber kein Grund, die wahren Gründe des Versagens der Medien nicht beim Namen zu nennen

Schuld sind also immer die anderen. Statt mit den Blogcommunitys zu kommunizieren, werden Blogs und ihre Leserinnen verunglimpft.
Wir erinnern nur an den Medienskandal, den die taz letzte Woche aufgeklärt hatte.

Hier zeigte sich, wofür sich einige Journalisten hergeben: Wegen eines guten Essens wird oftmals auf gute Recherche verzichtet.

Meine Damen und Herren Journalist/Innen: Statt Schelte gegen andere ist doch wirklich Selbstkritik angesagt. Einige Taz Journalisten haben das hier getan. Und das ist auch zu begrüßen.
Ein guter Anfang. Nachahmung zwingend notwendig!

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