Unglaublich in Augsburg

Die Redaktion der Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen musste am Montag der Polizei die Daten eines Foren-Nutzers übergeben. Diese hatte auf Betreiben des Augsburger Ordnungsreferenten Volker Ullrich (CSU) vom Amtsgericht einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss erwirkt.
hier bei heise weiterlesen

oder hier bei der Augsburger Allgemeine

Unglaublich, dass hier ein CSU Provinzpolitiker, der in den Bundestag will, versucht ein Exempel zu statuieren.
Bleibt nur zu hoffen, dass es Gerichte geben wird, die feststellen, dass diese Aktion rechtswidrig war. Gar nicht auszudenken, was das für die demokratische Kommunikationskultur bedeuten würde, wenn über eine solche Hintertür die notwendige Anonymität von Userinnen und User unterlaufen werden kann.

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Diskussionen:

Politik sind wir:
Vorwurf Ehrverletzung! Datenbeschlagnahmung verhältnismäßig? (hier mitdiskutieren)

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Wir halten an der Protestaktion fest

Einige User/Innen halten die Aktion „Wir verlassen blog.de“ am 01-und 02.02.2013 für überholt, weil einige subjektiv den Eindruck haben, dass sich die Ladezeiten verbessert haben sollen.
Ich persönlich kann das subjektiv nicht erkennen. Offiziell hat blog.de auch noch nicht dazu Stellung bezogen. Außer, dass geplant ist mit neuen Servern das Problem zu lösen. (hier)
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update:
Hier haben eie eine Userin und ich auch objektiv gemerkt, dass es langsam ist…..
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Auf dem offiziellen blog.de Blog „Das blog.de“ wird auch nicht weiter kommuniziert. – Letzter Eintrag 02.01.2012. –

Deswegen halten wir an dem Protest fest.
Bei MarcM (team.de) habe ich das auch hier noch mal begründet.

Es geht auch darum, dass die Chefetage rund um die Betreiberfirma Populis erkennt, dass sie ohne die blog.de Community auch zukünftig nicht auskommt und in Prozessen mit eingebunden werden möchte. Auf der Homepage der Fa Populis geben sie als Ziel vor, Werbetreibende zu helfen, um Marken in der Blogsphäre zu positionieren. (link)
Das gibt es aber nicht umsonst.

Bloggerinnen und Blogger geben sich nicht einfach als Werbemultiplikatoren her!
Die Gegenleistung muss eine moderne Blog-Plattform sein. Und dazu gehören u.A „zeitgemäße Ladezeiten“. Subjektiv wahrgenommene Verbesserungen reichen da nicht aus.

Beste Grüße
Marty Ludischbo

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Beschäftigtendatenschutz ausgesetzt.

Am Wochenende habe ich im Politikblog einen Beitrag über das geplante Beschäftigungsdatenschutz, das eher nach einer Beschäftiften-Übewachung aussah. Das Gesetzt wird so erst mal nicht verabschiedet.

Im Forum PSW habe ich einen Diskussionsthread hier eröffnet.

Die Regierung plante,das Screening von Kontodaten, E-Mails und Internetzugriffen sowie offener Videoüberwachung am Arbeitsplatz. Gleichzeitig fehlte aber ein wirksamer Schutz vor erzwungenen Einwilligungen, etwa bei medizinischen Untersuchungen oder im Falle von Bewerbungen und Versetzungen. Ebenso fehlte ein Klagerecht für Betriebs- und Personalräte.
Union und FDP setzten die für diesen Freitag geplante Verabschiedung im Bundestag von der Tagesordnung ab. Sie wollen noch einmal mit Gewerkschaften und Arbeitgebern über das Vorhaben reden.

Manchmal lohnt sich Protest doch

weitere Infos hier:
Spiegel-Online:
Koalition zieht Gesetz zurück…. (hwn)

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Länder wollen Urlaub kürzen

Der Urlaub soll gekürzt werden.. Die Länder streben in der diesejährigen Tarifrunde wohl Kompensationsgeschäfte an. Etwas mehr Lohn gegen Arbeitszeitverlängerung.

Urlaubskürzung oder Arbeitszeitverlängerungen sind zunächst einmal an sich gesehen Lohnkürzungen. Die Vereinbarungen zu Urlaubsregling haben die Länder-Arbeitgeber gekündigt. Anscheinend wollen die Arbeitgeber und ihr SPD-Verhandlungsführer Bullerjahn Urlaubskürzung als Gegenleistung für Lohnerhöhungen. Die Gewerkschaften fordern 6,5% mehr Lohn

Das wird eine schwierige Tarifrunde.
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Infos zum Thema

hier:
http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2013/presse.1.html

http://bund-laender.nrw.verdi.de/tarif_recht/tarifvertraege/2013-tv-l/data/Download-Postkarte.pdf

Interview- taz.de mit Frank Bsirske: „Deutschland der kranke Mann“ (link)

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Das langsame blog.de

ACHTUNG!  Wir halten an der Protestaktion fest. (hier)
AM 01.02 und 02.02.2013 wird auch die Netzschau sich am Protest beteiliugen und blog.de verlassen.

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-Langes Laden, wenn man in den neuen Beta-Editor umschaltet.
-Lange Wartezeiten bis ein Beitrag berichtigt werden kann.
-Lange Ladezeiten bei der Veröffentlichung.

Und immer wieder dauert es eine „gefühlte Ewigkeit“, bis die DNZS-Seiten aufgerufen werden können.

Ich dachte es liegt an mir. Vielleicht habe ich im Gestaltungsmodus irgendwas falsch gemacht.

Es sieht so aus, dass es nicht an mir liegt.
Es liegt wohl an blog.de.

Viele Blogger/innen haben das in verschiedenen Beiträgen bei blog.de thematisiert.
Es scheint nicht viel zu passieren.
Jetzt werden die Diskussionen immer heftiger, teilweise wohl leider auch unsachlich, was aber wohl dem Frust geschuldet ist.

http://das.blog.de/2013/01/02/populis-blog-de-grosse-zukunft-steht-bevor-gegendarstellung-artikel-bitmunchers-life-sysadmin-verlaesst-blog-de-15386853/

oder hier:

http://feldversuch.blog.de/2013/01/10/ladezeiten-15413649/

Ein Mitarbeiter der neuen Gesellschaft Populis hat sich nun in die Diskussion eingeschaltet. zumindest fühlt er sich zuständig. Marc M

Aber so richtig kommen wir nicht voran.
Ich habe mich in diese Diskussion eingeschaltet:
hier mein Kommentar auf MarcM Post „Eure Kommentare

Auch von mir aus gute Besserung! Nee…natürlich nicht. Beleidigungen sollten wir uns schenken. Gehört sich nicht! Allerdings gebe ich Einhard recht, dass die meisten Kommentare dem Frust geschuldet waren. Gerade was jetzt hier in diesem Kommentarthread vorgetragen wird, finde ich aber sehr konstruktiv.

Ich will aber noch mal auf die Ladezeiten zurückkommen. (Veröffentlichung-Seitenaufrufe) Ich habe gerade einen Post in der Netzschau geschrieben.
http://dnzs-dienetzschau.blog.de/2013/01/22/wahl-niedersachsen-nrw-wissen-mehr-menschen-stephan-15453967/

Dabei musste ich die Entwürfe zwei dreimal ändern, weil mir noch was eingefallen ist.
Das hat ewig gedauert. Die abschließende Veröffentlichung hat über 2 min gedauert. …Und viele meiner Leser/Innen berichten mir immer wieder, dass es eine „Gefühlte Ewigkeit“ dauert, bis ein Post der Netzschau auf dem Bildschirm erscheint. Ich dachte bisher immer, der Fehler liegt irgendwo bei mir.

Ich z.B bin Pro-Mitglied und eigentliche eine Computerwurst! Ich persönlich halte gerade wegen den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten (für Leute wie mich, die keine Programierkentnisse haben) blog.de für einen idealen Partner. Ich hoffe einfach, dass ihr alles auf einem guten Weg bringt. Für gute Qualität bin ich auch gerne bereit zu zahlen.
Momentan hält mich hier eigentlich nur noch die nette Community.
Die Qualität ist momentan das Geld nicht mehr wert. Leider!

Ich möchte noch mal Kerstin unterstützen. Die Kritik geht nicht gegen Sie, sondern gegen blog.de im Allgemeinen. Mich würde mal interessieren, ob die Probleme, die hier so ausführlich aus der Community berichtet wurde, allen Führungskräften in Ihrem Unternehmen bekannt sind? Es wäre nicht das erste Unternehmen, dass daran scheitert, weil selbstverliebte Manager das eigene Produkt nicht kennen.“

hier der Permalink zu diesem teilweise korrigierten Kommentar


es lohnt sich auch die anderen Kommentare durchzulesen.

hier die anderen Kommentare zu Marc M (team.de) Beitrag.

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bitte hier kommentieren

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Wir verlassen blog.de

Liebe Leserinnen und Leser,

Am 01.02. und 02.02.2013
protestieren viele Basis- und Pro-Mitglieder gemeinsam gegen das langsame blog.de.

Auch wir werden, die Netzschau wird sich diesem Protest anschließen und deshalb blog.de verlassen.
Wir bitten Euch/Sie liebe Leserinnen und Leser an diesen Tagen die Seiten unseres Blogmagazines nicht aufzurufen.

Keine Sorge, wir kommen wieder. 

Wir möchten gemeinsam damit gegen:

– die langen Ladezeiten
– die langen Wartezeiten bei Veröffentlichungen
– die mangelhafte Kommunikation des Plattform-Betreibers
protestieren.

Wir wollen damit deutlich machen, dass der Betreiber von blog.de, die Fa. Populis, ohne die Blogger-Community nicht überleben kann. 
Die Betreiber von Blog.de leben davon, dass Basic-Mitglieder Werbung akzeptieren und  Pro-Mitglieder bereit sind, u.a. für werbefreies Bloggen und zusätzliche Gestaltungsgstools einen monatlichen Beitrag zu zahlen

Als Kunden haben wir einen Anspruch auf zeitgemäße Ladezeiten und einen kommunikativen Support. Dazu gehört u.a. auch, auf Anregungen und Beschwerden zu reagieren.

Seit geraumer Zeit ist dieses leider nicht mehr ausreichend der Fall.

Wir fordern Blog.de deshalb umgehend auf:
1. für schnelle zeitgemäße Ladezeiten zu sorgen

2. Perspektiven umgehend auf dem BLOG zu kommunizieren und auf Anregungen und Kommentare zu reagieren
3. Wenn für diese Forderungen mehr Manpower erforderlich sein sollte, hierfür qualifiziertes Personal bereitzustellen.

Liebe Bloggrüße 
Marty Ludischbo
Herausgeber (DNZS-Die Netzschau)

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weitere Infos

DAS BLOG: Populis und blog.de. Eine große Zukunft steht bevor. Gegendarstellung zum Artikel  Bitmucher´s Life-Der Sysadmin verlässt blog.de (hier weiter netzschauen)

Feldversuch – Marcantes (Blog vom MarcM team.de) – Ladezeiten (hier weiter netzschauen)

Ludischbo´s World – Das langsame blog.de (hier weiter netzschauen)

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Beschäftigtendatenschutz oder Mitarbeiterüberwachung? Und der CDA Vorsitzende Laumann schweigt mal wieder.

update: 29.12.2013: Gesetzesvorhaben ausgesetzt…………. (hier weiter netzschauen)
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Union und FDP haben sich auf einen Gesetzentwurf aus dem Jahre 2010 mit entsprechenden Änderungsantrag zum Beschäftigtendatenschutz geeinigt. Die Regierung plant,das Screening von Kontodaten, E-Mails und Internetzugriffen sowie offener Videoüberwachung am Arbeitsplatz. Gleichzeitig fehlt aber ein wirksamer Schutz vor erzwungenen Einwilligungen, etwa bei medizinischen Untersuchungen oder im Falle von Bewerbungen und Versetzungen. Ebenso fehlt ein Klagerecht für Betriebs- und Personalräte.
Die entscheidende Sitzung des Innenausschusses des Bundestages ist am 30. Januar 2013. Die endgültige Beschlussfassung im Bundestag könnte dann am 1. Februar 2013 erfolgen.
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) und dessen Vorsitzender K.J Laumann ist mal wieder sehr wortkarg.

Gewerkschaften und Datenschützer lehnen diese Gesetz ab. (mehr …)

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Die Wahl der Niedersachsen – In NRW wissen jetzt mehr Menschen wer Stephan Weil ist!

Eine eigene Wahlanalyse wie bei der NRW Wahl werden Bertram und ich hier nicht liefern. Als Westfalen und Ruhrgebietler möchten wir uns nicht anmaßen über die  Wahlmotive der niedersächsichen Wähler/Innen zu spekulieren. Wird, der bei uns hier in NRW eher unbekannte, Stephan Weil Ministerpräsident, werden sich die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat verschieben. Nicht wie im allgemeinen daher geschrieben zu Rot-Grün-nein zu Rot-Grün-Rot!

Es ist auch schwer thematisch über die Niedersachsen-Wahl aus Ruhrisicht zu schreiben, da die Medien ja nur über Grinsemann „Rösler“, „Schwarz-Gelb oder Rot-Grün“ („Lagerwahlkampf“), Steinbrück etc. berichtet hatten.
Die Linken (3,und%) wurden in den Medien kaum erwähnt.
Und was noch viel wichtiger ist -über landespolitische Inhalte- wurde so gut wie gar nicht berichtet. Zumindest hier im Westen konnte man kaum etwas darüber erfahren. Einer sagte bei uns auf dem Flur. Da geht es irgendwie um Industrie- oder Bio-Schweine. Und tatsächlich. was so herab schätzend rüber kam, stimmte wirklich. (hier weiter netzschauen)
Viele hier wussten bis zum Wahlabend am vergangenen Sonntag gar nicht wie der Herausforderer von Mc Allister (CDU-und Wulff Nachfolger) eigentlich heißt.
Stephan Weil (SPD) heißt er . Hier habe ich sogar einen Wikipedia-Eintrag gefunden. Und wenn er sich von gewissen SPD-Rechten (die lieber mit der CDU köcheln wollen) nicht einlullen lässt, wird er sogar Ministerpräsident.

Also! Sagen können wir hier nicht viel.
Bleibt nur unsere Netzschau-Pflicht das vorläufige amtliche Wahlergebnis zu verlinken. (hier netzschauen).

Ach so! Eines können wir noch festhalten. Kommt es zu einer Rot-Grünen Koalition in Niedersachsen, verschieben sich die Machtverhältnisse im Bundesrat. (wie? hier weiter netzschauen)
Es ist aber nicht so, dass Rot-Grün dort eine Mehrheit hat. Nur zusammen mit der Rot-Roten Koalition aus Brandenburg würden sich die Mehrheitsverhältnisse halb-links verschieben.(dazu auch hier netzschauen) Mal sehen, ob die SPD z.B in Sachen Betreuungsgeld und Mindestlohn dann die Regierung ins schwimmen bringt. Schön wäre es ja.

————————————————————————aufwärts avantar
Beiträge aus unserem Blog-Netzwerk „Aufwärts:

Blog: heut schon gedacht? „Wie kriegen, was wir verdienen“ (hwn)

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Austerität und Lohnkonkurrenz – Was tun 2013?

update:18.01.2032: aktuelle Links (Fundstücke) zum Thema:

18.01.2013 NachDenkSeiten –
Leidet W. Schäuble unter Realitätsverlust? Diese Frage stellt Jens Berger. Hintergrund dieser Frage ist die Behauptung des Finanzminister, dass der schlimmste Teil der Eurokrise überwunden sei. (hwn)

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(11.01.2013)Deutschland empfiehlt und diktiert Europa strikte Sparmaßnahmen. Dieser Satz kennzeichnet die Eurokrise. Austeritätspolitik wird das genannt. Und schuld sind natürlich immer die anderen. In Deutschland selber kommen die Löhne immer noch nicht mit.

Auch wenn ab 2008 die Löhne in der Bundesrepublik in einigen Branchen mehr gestiegen sind, als vor der Krise, ist das lange noch nicht ausreichend.
Allerdings ist eine expansive Lohnpolitik auch fast unmöglich, weil die Lohnkonkurrenz weiter auf dem Vormarsch ist. (hier netzschauen)
Ein Dilemma: Denn die Löhne müssen noch stärker steigen:
1. Damit die innerdeutschen Innennachfrage endlich massiv gestärkt. Das hilft gerade den Klein und Mittelständischen Betrieben
2. -Das hört sich krass an- Damit Deutschland Wettbewerbsfähigkeit an die Südländer abgibt.
Die Wettbewerbsfähigkeit des einen, geht immer auf Kosten der Wettweberbfähigkeit des anderen.
Dann gehen Arbeitsplätze verloren krähen die liberl-konservativen Medien und Wirtschaftsinstitute. Falsch: Gerade die exportorientierten Unternehmen können
– durch moderate Teilhabererwartungen auf Arbeitgeberseite.
– durch Arbeitszeitverkürzung anderseits
auffangen.
Außerdem nützt es unterm Strich der gesamten Volkswirtschaft. Halten wir den bisherigen Kurs schlägt die Krise nach Deutschland auch auf den Realmärkten durch. die Frage ist nicht ob, sondern wann und wie stark.

Insgesamt brauchen wir statt Austerität mehr Wachstum. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) (hier weiter netzschauen)

Das sind die Herausforderungen für das Jahr 2013.
Aber kann ein Kurswechsel überhaupt gelingen? Dazu brauchen wir Gewerkschaften. Und bleibt die Frage: Ist es da strategisch sinnvoll auf eine Klausurtagung nur hohe Repräsetanten aus Union, SPD und Grüne einzuladen? Wolfgang Lieb fragt zurecht: „Warum aber wird die Linkspartei, mit deren politischen Positionen die Gewerkschaften – jedenfalls nach Beschlusslage und öffentlichen Erklärungen – viel mehr übereinstimmen als mit den Repräsentanten der eingeladenen Parteien, nun auch noch vom Deutschen Gewerkschaftsbund ausgegrenzt?“ (hwn)

Vielleicht ist es eine realistische Überlegung. Eine rot-rot-grüne Koaltion ist sicher für 2013 nicht zu erwarten. Das hat der beinfreie Kanzlerkandidat Steinbrück bereits ausgeschlossen. Also treffen die Herren vom DGB mit denen, die wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren im Bundesrat und Bundesrat die Administrative besetzten werden.

So richtig nachvollziehen kann ich das allerdings auch nicht.
Bleiben sie mutig, irgendwie

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logo kleinNetzschauen Sie auch hier:
Rückblick 2012– Austeritätspolitik bis geschönte Arbeitsmarktzahlen
(hwn)
Ausblick 2013- Lohnkunkurrenz weiter auf dem Vormarsch (hwn)


Weiter interessante Links zum Thema

08.01,2013- Telepolis: Die Bundesregierung muss einräumen-Sparen ist teuer (hwn)

Weiterlesen

Lohnkonkurrenz weiter auf dem Vormarsch – 2013 muss das Thema werden!

Wettbewerb über Löhne. Durch konkurrierende Lohnsysteme machte es den Unternehmen in Deutschland leichter die Lohnkosten zu drosseln. Den Gewerkschaften macht dieses fast unmöglich eine expansive Lohnpolitik zu betreiben. Die wäre aufgrund der Eurokrise aber dringend geboten. Denn die deutsche Lohnzurückhaltung ist Mitschuld an der „Eurokrise“.

Lohnkonkurrenz entstehen durch unterschiedliche Tarifverträge in einer Branche oder einfach die Möglichkeit durch Austritte aus dem Arbeitgeberverband sich der Tarifbindung zu entledigen.

Außerdem wird die gesamte Lohnkonkurrenz von unten durch die Hartz-Gesetze angeschoben. Dadurch, dass unter bestimmten Voraussetzungen jede, jeder einen angebotenen Job annehmen zu müssen, werden Menschen in Niedriglöhne gedrängt. Die Zeit bei Arbeitslosigkeit einen vergleichbaren Job mit vergleichbarer Bezahlung zu suchen, bleicht vielen nicht. Sie nehmen dann oft Niedriglohnjobs (z.B Leiharbeit, Solo-Selbständigkeit oder nicht tarifgebundene Arbeit) an und müssen aufstocken.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich einmal die beiden Artikel der DGB Zeitung Einblick aus dem letzten Jahr durchzulesen:

Anhand von Zahlen wird dort noch mal deutlich, dass die Tarifbindung immer weiter abnimmt und die sog. Aufstocker zu sog Hartz 4 Leistungen Konstanz hoch bleiben.

Allgemeinverbindlichkeitserklärungen: Für sozialen und betrieblichen Frieden (hier weiter netzschauen)
Arbeitsmarkt: Aufstocken bleibt Methode (hier weiter netzschauen)

Lohndruck durch Werkverträge
Durch Leiharbeit wurden die Löhne seit den Agenda-Reformen unter Druck gesetzt. . Der Gesetzgeber weigerte sich auch hier gesetzlich Equal Pay zu regeln.Die IG Metall war deshalb in den letzten Tarifrunden bemüht die Leiharbeit in Tarifverträgen einigermaßen  gleichzustellen. Jetzt wo Leiharbeit teurer wird, kann das Thema Werkverträge wieder verstärkt auf die Agenda kommen.
Mit dem Titel: Virus Werkvertrag haben wir an dieser Stelle die Problematik bereits thematisiert.

Solo Selbständige- Besser als gar nichts
In diesem Zusammenhang ist auch interessant zu beobachten, dass die Solo-Selbständigkeit immer weiter zunimmt.
Sie sind potenzielle Werkvertragsnehmer.
Ihre Zahl steigt stetig. Im Vergleich: Im Jahre 2000 lag die Zahl noch weit uinter 2 Millionen-2010 fast 2,5 Millionen.
Eine DIW Studie aus dem Jahre 2011 hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Durch Solo-Selbständige können die Löhne natürlich auch unter Druck setzten. BSP Im Medienbereich. Durch das jüngste Zeitungssterben (FR und FTD )werden eine große Zahl an zusätzlichen freien Journalisten den Auftragsgebenden Medien zur Verfügung stehen. Die Versuchung, dass hier Menschen ihr Honorar unter Wert anbieten ist groß. So nach den Motto besser als gar nichts.
Solo Selbständige können sich übrings auch hier gewerkschaftlich organisieren.

Fazit: In der der letzten Dekade mussten Arbeitnehmer erhebliche Reallohnverluste hinnehmen.(hwn)
Grund ist der oben beschriebene Konkurrenzdruck über Löhne.
Hier müssen andere ordnungspolitische Antworten gefunden werden. Mindestlöhne, Mindesthonorare, Regulierung von Werkverträgen. Mehr Tarifbindungen, Tariftreuegesetze.
Diese Herausforderungen müssen 2013 endlich angegangen werden und sollten im Mittelpunkt des Bundestagswahlkampfes gestellt werden.
Deutschland muss als wirtschaftlich stärkstes Land in der EU seine Löhne erhöhen. Unter den bisherigen Rahmenbedingungen ist dieses kaum möglich. In einer gemeinsamen Währung können die wirtschaftlichen Ungleichgewichte sonst nicht ausgeglichen werden. Austeritätspolitik ala Merkel bringen uns nicht weiter. Und der SPD kann man an dieser Stelle nur empfehlen mal zu schauen, was in der Stiftungsseigenen Friedrich-Ebert-Stiftung über dieses Thema geschrieben wird.

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