Sehr geehrte Geschäftsleitung von Amazon….

….. dass Sie jetzt die Zusammenarbeit mit der Leiharbeitsfirma und diesen dubiosen Sicherheitsdienst beendet haben, ist ja wohl das mindeste.

Jetzt sorgen Sie endlich für vernünftige Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter….
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Amazon glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass diese Erklärung bei Facebook ausreicht:

Amazon nimmt die Vorwürfe bezüglich der Situation im Seepark Ost während der Weihnachtszeit sehr ernst.

Amazon ist verantwortlich dafür, dass alle Beschäftigten unserer Logistikzentren jederzeit sicher sind und mit Respekt und Würde behandelt werden. Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte bei unseren Zeitarbeitskräften verantwortlich war, zu gewährleisten. Aus diesem Grund beenden wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen. Den Einsatz des kritisierten Sicherheitsdienstes hatten wir bereits beendet.

Weitere Informationen zu Amazons Logistikzentren einschließlich Löhnen finden Sie unter www.amazon.de/logistikzentren.

Hier noch mal die ARD Doku, die die ganze Sauerei aufgedeckt hat:

Hier gibt es eine Online-Petition um Amazon weiter unter Druck zu setzten
Amazon Deutschland: Verbessern Sie die Arbeitsbedingungen Ihrer Leiharbeiter – hier geht es weiter

weitere Infos über die Arbeitsbedingungen bei Amazon: hier weiter netzschauen

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30 Stunden Woche! – richtige Diskussion – zur richtigen Zeit?

(18.02.2013) Kollektive 30 Stunden Woche um Massenarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Diese Forderung formulierten letzte Woche Professoren, Gewerkschafter und Sozialpolitiker in einem offenen Brief an die Vorstände der Gewerkschaften, Parteien, Sozial-Umweltverbände und Kirchenleitungen in Deutschland. Sie sollen das Thema Arbeitszeitverkürzungen wieder zur politischen Agenda machen.

Das ist natürlich zunächst ein sympathisches Thema. Auf der einen Seite haben Menschen gar keinen Job oder sind unterbeschäftigt und auf der anderen Seite arbeiten Menschen oftmals länger und vor allem immer Intensiver.(Arbeitsintensität)
Gerade in einer Zeit, wo es Arbeitgeber und anderer politische Kräfte gibt, die ohne mit der Wimper zu zucken sogar nach Arbeitszeitverlängerungen (Wochenarbeitszeit-Lebensarbeitszeit) schreien, hört sich auf dem ersten Blick der Gegenschrei nach Arbeitszeitverkürzungen irgendwie strategisch richtig an.

Um aber überhaupt Arbeitszeitverkürzungen durchsetzen zu können, ohne, dass die/der einzelne Arbeitnehmer/In drauf draufzahlen muss, wäre es notwendig, den kompletten sog. „verteilungsneutralen Spielraum“ auszuschöpfen.
Allerdings haben erfahrungsgemäß die Belegschaften in Arbeitszeitfragen oft sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen.

Durch den politisch verordneten Wettbewerb um billige Löhne fahren die Gewerkschaften seit Jahren einen „Schadenbegrenzungskurs“. In den letzten 12 Jahren sind die Tariflöhne gerade einmal um 6,9%  gestiegen. Insgesamt sind die Löhne (Tariflöhne und tariflose Löhne) sogar um real um 1,8% gesunken
Die Gewinne der Unternehmen sind aber fast um 50% gestiegen. (Quelle:WSI)

Es ist also legitim, dass die Arbeitnehmer einen Nachholbedarf reklamieren! Außerdem ist es ökonomisch sinnvoll, dass Deutschland im Zuge der Eurokrise die Löhne kräftig erhöht. (Warum? hwn)
Das kann der Ruf nach mehr Geld sein-nach Arbeitszeitverkürzung-oder eine vorsichtige Mischung aus beiden.

Bleibt also die Frage:
30 Stunden Woche! Jetzt die richtige Diskussion zur richtigen Zeit?

In einer Netzschau wollen wir den laufenden Diskussionsprozess begleiten.


***** aktuelle Netzschau – Funkstücke zu diesem Thema******

Februar 2012 / taz.de – „30 Stunden und nicht mehr (hwn) * Weniger arbeiten .Ja aber… (hwn)

12.02.2013/faz.net – „Würden Sie weniger arbeiten?(hwn)

11..02.2013/Spon – Wewltfremd, falsch, gefährlich (hwn) –
Anm. M. Ludischbo : Ein typischer SPON-Artikel. Total ideologisch einseitig

Thorsten Hild, eher linker Ökonom, beleuchtete den Brief sehr kritisch:
13. 02.2013/Wirtschaft und Gesellschaft Die Arbeitszeitverkürzung ist längst da – warum die Arbeitslosigkeit dennoch steigt und wie sie gesenkt werden kann“ (hwn)
Reaktion auf diesen Beitrag: Leserbrief eines Mitinitiators des offenen Briefes zur Arbeitszeitverkürzung, Prof. Dr. Mohssen Massarat, und die Antwort von Thorsten Hild… (hwn)

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Links zu weiterführenden Informationen


LA NS Linkempfehlungen (zusammengestellt in der Link-Arena)

 

 

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Haben Sie noch einen interessanten Link zu diesem Thema?
Einfach als Kommentar einfügen oder eMail an: redaktion@dnzs.de

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Der Vorwurf "Rechtsbeugung" soll ehrverletzend sein?

Die Redaktion der Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen musste am Montag der Polizei die Daten eines Foren-Nutzers übergeben. Diese hatte auf Betreiben des Augsburger Ordnungsreferenten Volker Ullrich (CSU) vom Amtsgericht einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss erwirkt. (Quelle –hwn) Die Zeitung hat den entsprechenden Kommentar gelöscht. Das reicht dem CSU mann aber nicht. er will klagen oder eine Entschuldigung. Was ist eine Ehrverletzung? Und ist die Aktion der Behörden verhältnismäßig?

Der Formbesucher soll angeblich den CSU Politiker Ullrich Rechtsbeugung vorgeworfen haben. Ullrich fühlt sich in seiner Ehre verletzt und möchte den User zu Rede stellen. Wenn dieser ihn um Entschuldigung bitte, werde er den Strafantrag fallen lassen. (Quelle taz.de)

Ehrverletzung? (mehr …)

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Danke :-) Wir werden die Firma Populis weiter auf die Finger schauen.

Liebe Bloggerinnen und Blogger,

Vielen Dank an alle, die sich an unsere Protestaktion gegen die langen Ladezeiten und die lahmende Kommunkation hier bei blog.de beteiligt haben.
Vielen Dank an Kerstin Butta, die unbeirrt unsere Aktion ins Leben gerufen -und am Leben gehalten-  hat.

Eine neuste Rückmeldung von MarkM zum Thema Ladezeiten haben wir nun erhalten
Durch Trennung der Domains soll nun angeblich eine erhebliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Plattform erreicht werden.(hier weiter netzschauen)

Wir werden jetzt die weitere Entwicklung beobachten und ggfls über weiter Maßnahmen diskutieren.

Hoffentlich hat die Fa Populis verstanden. Wir werden euch weiter auf die Finger schauen. Die Plattform blog.de ist zu wichtig, um sie an die Wand zu fahren.

Mit freundlichen Blog-Gruß
Marty Ludischbo

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