Der Fall Hoeneß: Enttäuschung ist ja wohl das falsche Wort!

Der Fall Hoeneß. (hwn)
Er, „diese konservative moralische Instanz“ zerstört nun sein eigenes Lebenswerk und steht wegen Steuerhinterziehung, eine schwere Straftat, im Focus der Öffentlichkeit. Die Kanzlerin ist „enttäuscht“.

Wer hätte das gedacht. FC Bayern Präsident Uli Hoeneß, der konservative Kapitalist alter Schule, dem betriebswirtschaftlich eine gesunde Eigenkapitalquote wichtiger ist, als Investitionen über Schulden. Er, der gepredigt hat, dass Risiko und Haftung zusammengehört und Verluste nicht sozialisiert werden dürfen.
In einer Talkshow geißelte er die EZB, die obwohl die Krise 206/2007 auf uns rollte, nochmal die Zinsen erhöhte und somit einen hohen volkswirtschaftlichen Schaden für die Eurozone anrichtete. Oskar Lafontaine fragte ihn daraufhin ironisch: „Wann treten sie bei den Linken ein?“.

Jetzt wurde er seinen eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht: „Ich weiß es ist doof- aber ich zahle volle Steuern„.
Durch die Selbstanzeige ist klar, dass er im Steuerparadies Schweiz und wer weiß sonst noch wo, Geld am Fiskus vorbei verschoben hat.

Nun mag millionenschwerer Steuerbetrug unter Rechtsliberalen und Konservativen ja als Kavaliersdelikt gelten, aber die Wahrheit ist doch:
Millionenschwere Steuerhinterziehung ist eine schwere Straftat und kann, liebe Frau Merkel, nicht mit dem Wort „enttäuscht“ bagatellisiert werden.

Ich denke ein klarstellende Empörung kann ja wohl auch die eigene Wählerklientel verkraften.

Und Herr Steinbrück? „Endlich kostenloser Wahlkampf“ jubelte gestern ein Arbeitskollege.
Ich wäre da mal nicht so optimistisch. Es ist doch kein Zufall, dass der Focus darüber exklusiv den Skandal veröffentlichte. Helmut Markwort, Herausgeber des Focus sitzt beim FC Bayern München im Aussichtsrat.
Hoeneß hat sicher noch ein Trumpf in der Hand.
Und was hat das alles mit Steinbrück zu tun? Weiß ich noch nicht, außer dass Uli Hoeneß zu seiner Zeit als Finanzminister mit zu seinem Berater Team gehörte.
Quelle: hier express.de

Ein wenig googlen zeigt, dass gerade diese Nachricht die konservative Presse nun für sich ausschlachten.

Die taz sieht es sportlich. Steinbrück-Hoeneß 0:0 (hwn)

————————————————–

Liebe Community! Dieser Beitrag ist exklusiv für euch und wird erst morgen von Status „nur für Freunde“ auf „öffentlich“ gesetzt.

Weiterlesen