Meinungsvielfalt in Blogs? (5) … eher durch Blogs!

Im vierten Teil dieser fast schon vergessenen Serie haben wir uns damit auseinandergesetzt, dass wir manchmal dazu neigen selber herum tricksen. Suchen und Finden was uns im kram passt. Es lebe die Filterblase (4). Doch auch wenn wir uns hoffentlich auf andere Meinungen einlassen. Vorsichtig! Es könnte auch Propaganda sein. Das zu erkennen ist schwierig, aber nicht unmöglich. Nicht Meinungsvielfalt in Blogs, sondern Meinungsvielfalt durch Blogs sollte das Informationszeitalter im Internet prägen.

Wollen wir, wollen Sie, wollt Ihr Meinungs-und Wissensaustauch oder Propaganda?  Wollen die, die da im Netz schreiben, Meinungs- und Wissensaustausch? Oder ist das einfach nur Propaganda und Kampagne?  Das zu erkennen ist die Kunst. Bloß nicht heimisch werden in der Filter-Blase.  Je mehr wir bewusst hinschauen und uns selber hinterfragen, desto umsichtiger und kompetenter surfen wir durch die Informationswelten des Internets. Blogs und ihre Netzwerke können hier einen Beitrag leisten.

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Serie! Meinungsvielfalt in Blogs? – Navigation

(2011-2013) Inspiriert von einem freundschaftlichen Disput im Spiegelfechter zwischen Stefan Sasse und Jens Berger haben wir uns Gedanken über Meinungsvielfalt in Blogs und Medien allgemein gemacht.

Muss Meinungsvielfalt in Blogs gegenwärtig sein, um sich z.B vom Mainstream abzusetzen?

Das hört sich wahrscheinlich abstrakt an. Dahinter verbirgt sich die Frage: Wie wichtig ist die Meinungsvielfalt in einzelnen Blog? Oder ist es nicht wichtiger ganzheitlich über die Meinungsvielfalt nachzudenken? Mit dieser Serie haben wir,  Bertram Rabe und Marty Ludischbo , uns gemeinsam Gedanken über Meinungsvielfalt und Meinungsbildung gemacht. Die Serie  soll auch aufschluss geben, wo die Netzschau sich in dieser Medienlandschaft sieht.

Wir verzichten ganz bewust auf eine systematische Strukturierung dieser Serie. Es ist schon schwierieg genug Artikel geminsam zu schreiben. Ein Versuch, wo die Gedanken zählen.

Diskutieren Sie mit.

Herzlichste Grüße

Marty Ludischbo & Betram Rabe

Teil 1: Einleitung (5.10.2011)

Freundschaftlicher Disput beim Spiegelfechter

In diesem freundschaftlichen Disput geht es u.a um Mainstream-Medien und Gegenöffentlichkeit. Wir haben die Begriffe mal aus unserer Sicht definiert.

Teil 2: Meinungen und Kampagnen (14.10.2011)

Meinungen, Kampagnen und Interaktion einer ganzheitlich betrachteten Medienlandschaft

Teil 3: Müssen wir uns manipulieren lassen? (15.07.2012)

Chancen und Gefahren

in einer ganzheitlich gesehenen demokratisierten Medienlandschaft, dessen Leitmedien aber Immer mehr durch Public Realation dominiert werden! Haben wir nicht im Prinzip dann doch „gleichgeschaltete Medien“?

Teil 4: Filtern! – Wir blasen auf, was uns im Kram passt (08.09.2012)

Unsere eigenen Tricksereien – Vorsicht vor der Filterblase!

Suchen wir wirklich immer Informationen weil wir etwas lernen wollen? Und lassen wir uns auch mal umstimmen, wenn wir falsch liegen?  Laufen wir nicht vielmehr bewusst unseren Weltanschauungen hinterher und suchen die Argumente, die uns gerade passen?  Suchen und finden was uns im Kram passt!?!

Teil 5: Zukunft der Meinungsvielfalt durch Blogs (23.09.2013)

Vorsicht Propaganda! Meinungsvielfalt durch Blogs!

Wollen wir, wollen Sie, wollt Ihr Meinungs-und Wissensaustausch oder Propaganda?  Wollen die, die da im Netz schreiben, Meinungs-und Wissensaustausch? Oder ist das einfach nur Propaganda und Kampagne?  Das zu erkennen ist die Kunst. Bloß nicht heimisch werden in der Filter-Blase.  Je mehr wir bewusst hinschauen und uns selber hinterfragen, desto umsichtiger und kompetenter surfen wir durch die Informationswelten des Internets. Blogs und ihre Netzwerke können hier einen Beitrag leisten. Allerdings werden Blogs von den herkömmlichen Medien immer noch als Gegner wahrgenommen. Beide Poole bedingen aber einander, um endlich die Medienlandschaft nachhaltig zu demokratisieren.

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weitere Teile folgen

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Meinungsvielfalt in Blogs? (5) …durch Blogs!

von Marty Ludischbo und Betram Rabe. Im vierten Teil dieser fast schon vergessenen Serie haben wir uns damit auseinandergesetzt, dass wir manchmal dazu neigen selber herum tricksen. Suchen und Finden was uns im kram passt. Es lebe die Filterblase (4). Doch auch wenn wir uns hoffentlich auf andere Meinungen einlassen. Vorsichtig! Es könnte auch Propaganda sein. Das zu erkennen ist schwierig, aber nicht unmöglich. Nicht Meinungsvielfalt in Blogs, sondern Meinungsvielfalt durch Blogs sollte das Informationszeitalter im Internet prägen.

Wollen wir, wollen Sie, wollt Ihr Meinungs-und Wissensaustausch oder Propaganda?  Wollen die, die da im Netz schreiben, Meinungs-und Wissensaustausch? Oder ist das einfach nur Propaganda und Kampagne?  Das zu erkennen ist die Kunst. Bloß nicht heimisch werden in der Filter-Blase.  Je mehr wir bewusst hinschauen und uns selber hinterfragen, desto umsichtiger und kompetenter surfen wir durch die Informationswelten des Internets. Blogs und ihre Netzwerke können hier einen Beitrag leisten.

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Paywalls auch in Blogs!

Nachdem die Zeitungsverlage nach akzeptierten Bezahl-Systemen (Paywall)für ihr Angebot im Internet suchen, scheinen diese sog. Pawalls auch bei Blogs oder anderen alternativen Medienangeboten immer beliebter zu werden. Abos schrecken viele ab. Zahlen müssen wir aber trotzdem, wollen wir mit schrankenlosen Inhalten weiterhin die Zukunft gestalten.

Natürlich ist es nachvollziehbar, wenn Angebote zumindest ihre Kosten decken möchten. Journalisten, die darüber hinaus auch ihre Existenz sichern wollen, müssen natürlich über Einnahmesysteme nachdenken. Aber: Abo hier Abo da. Selbst traditionelle Zeitungsleser/Innen haben in der Regel nicht mehrerer Abos. Das wird sicherlich so einige Leser/Innen abschrecken.

Allerdings entlässt uns das nicht nachzudenken, wie qualitative Gegenöffentlichkeit finanziert wird.

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Paywalls werden auch in Blogs immer beliebter

Nachdem die Zeitungsverlage nach akzeptierten Bezahl-Systemen (Paywall)für ihr Angebot im Internet suchen, scheinen diese sog. Pawalls auch bei Blogs oder anderen alternativen Medienangeboten immer beliebter zu werden. Abos schrecken viele ab. Zahlen müssen wir aber trotzdem, wollen wir mit schrankenlosen Inhalten weiterhin die Zukunft gestalten.

Bei dem  Wirtschaft-Blog Querschüsse können aktuelle Volltexte nur noch für Abonnenten gelesen werden. Das Archiv ist z.Z noch schrankenlos für jeden erreichbar.

Thorsten Hild und sein Fach-Blog „Wirtschaft und Gesellschaft” setzt auf Prämieninhalte für Abonnenten. Für redaktionelle Fachbeiträge muss bezahlt werden, alle anderen Inhalte sind noch schrankenfrei.

Heiner Flassbeck und sein Flassbeck Economics setzt ebenfalls auf Premieninhalte:

Zitat Der Grund für diese Vor­ge­hens­weise ist, dass auch wir Infor­ma­tio­nen und Daten ein­kau­fen müs­sen und einen erheb­li­chen Zeitin­put leis­ten, um eine seriöse Ana­lyse bie­ten zu kön­nen. (hwn)

Mit 45 Euro Jahresabbo wirkt  der Beitrag allerdings sehr erschwinglich.

Natürlich ist es nachvollziehbar, wenn Anbieter zumindest ihre Kosten decken möchten. Journalisten, die darüber hinaus auch ihre Existenz sichern wollen, müssen natürlich über Einnahmesysteme nachdenken. Aber: Abo hier Abo  da. Selbst traditionelle Zeitungsleser/Innen haben in der Regel nicht mehrerer Abos. Das wird sicherlich so einige Leser/Innen abschrecken.

Allerdings entlässt uns das nicht nachzudenken, wie qualitative Gegenöffentlichkeit finanziert wird. Wir von der Netzschau sympathisieren mit Fördervereinen und anderen Social Paymentsystemen. Damit könnte auch weiterhin ein schrankenloser Zugang zu digitalen Inhalten gewährleistet werden. Das kann aber nur dann funktionieren, wenn jede und jedem klar wird, dass kreative Qualität eben auch eine Dienstleistung ist. Und von Himmel und Liebe lässt sich das alles nicht finanzieren. Also wer kann – bitte ab und an mal freiwillig zahlen.

Fazit: First-Class Paywalls behindern einen schrankenlosen Zugang zu Wissen. Gerade die hochwertige gegenveröffentlichte Meinung kann somit an Zugkraft verlieren. Das wäre schlecht. Schrankenlose Inhalte sind eine Errungenschaft des digitalen Zeitalters. Das sollten wir alle zusammen, Sender und Empfänger, nicht aufs Spiel setzten.

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Interessante andere Beiträge zu diesem Thema?

Meedia:  Paywall und Medien – die falsche Debatte (hwn)

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Paywall´s werden auch in Blogs immer beliebter (hwn)

Martin Schnakenberg; „Und dann läuft nichts mehr” (hwn)

 Umfrage: Das meinen andere Bloggerinnen und Blogger (hwn)

Haben Sie auch  noch einen interessanten Link zu diesem Thema? Einfach die Kommentarfunktion nutzen oder eMAil an: redaktion(ät)dnzs punkt de

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Ohne Politikwechsel in Europa geht bald für den Euro das Licht aus! – TEIL 3-

Deine Anleihen, meine Anleihen, unsere Probleme

Der auferlegte Sparkurs (Austeritätspolitik) der Troika (IWF, EZB, EU-Kommission) ist auf der ganzen Linie gescheitert. Damit ist auch die Politik Merkel primär verantwortlich, denn sie hat diesen Kurs maßgeblich mitgestaltet und beeinflusst. In Teil 1 haben wir festgestellt, dass die Eurozone in der Rezession fest steckt .

In Teil 2 haben wir kritische Stimmen zur „Agendapolitik für ganz Europa“ gesammelt. In den nächsten beiden Teilen 3 und 4 möchte ich darstellen warum Einzelststaatenwurstelei zu Spekulationen einlädt und warum die Anleger nicht  in die Realwirtschaft investieren wollen. 

Deine Anleihen, meine Anleihen.(Staatsanleihen) Deine Haftung, meine Haftung. So lässt sich vereinfacht die sog No Bail Out Klausel (Nichtbeistands-Klausel-Art 125 AEU Vertrag) beschrieben.

Damals: Diskussionen um die neue Währung…..

Artikel im Wirtschafts-Blog weiterlesen

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LA NSweitere Linkempfehlungen zum Thema

Das Thema werden wir weiter begleiten.

In der Linkarena stellen wir Links unter dem Stichwort „Zukunft Währungsunion“ zusammen. Das gewählte Stichwort soll einwenig Hoffnung bekunden.

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Ohne Politikwechsel in Europa geht bald für den Euro das Licht aus! – TEIL 3-

Deine Anleihen, meine Anleihen, unsere Probleme

von Marty Ludischbo

Der auferlegte Sparkurs (Austeritätspolitik) der Troika (IWF, EZB, EU-Kommission) ist auf der ganzen Linie gescheitert. Damit ist auch die Politik Merkel primär verantwortlich, denn sie hat diesen Kurs maßgeblich mitgestaltet und beeinflusst. In Teil 1 haben wir festgestellt, dass die Eurozone in der Rezession fest steckt .

In Teil 2 haben wir kritische Stimmen zur „Agendapolitik für ganz Europa“ gesammelt. In den nächsten beiden Teilen 3 und 4 möchte ich darstellen warum Einzelststaatenwurstelei zu Spekulationen einlädt und warum die Anleger nicht  in die Realwirtschaft investieren wollen. 

Deine Anleihen, meine Anleihen.(Staatsanleihen) Deine Haftung, meine Haftung. So lässt sich vereinfacht die sog No Bail Out Klausel (Nichtbeistands-Klausel-Art 125 AEU Vertrag) beschrieben.

Damals: Diskussionen um die neue Währung…..

Als wir im Jahre 2001, zusammen mit Globalisierungskritikern und Gewerkschaftern, über die neue Währung „Euro“ diskutierten , betonten wir gerne, dass nun endlich die Währungsspekulationen aufhören werden und somit die Volkswirtschaften in der Währungsunion besser vor zerstörerischen Spekulanten geschützt seien.

Außerdem ist es doch toll, dass man in vielen Ländern Europa nicht mehr tauschen muss. „Das hat wat“ so der infantile Tenor. Unsere Euphorie wurde vom Volkswirt Michael S. gestört, der nüchtern sagte: „Das jedes Euroland weiter seine eigenen Staatsanleihen am Markt platziert kann sich als Katastrophe herausstellen“.

„Wieso“ fragte ich ?

Michael S: „Durch diesen Haftungsausschluss und die Tatsache, dass das zukünftige Mandat der EZB nicht erlaubt geldpolitisch einzugreifen, falls die Zahlungsfähigkeit der betroffenen Staaten in Frage gestellt wird.“

„Na und“ konterte ein anderer Teilnehmer: „Dann müssen die Gläubiger ihre Forderungen halt abschreiben. Vielleicht sind die Banken dann aber auch bei der Kreditvergabe“ vorsichtig“

Michael S erwiderte: „Fakt ist- Durch diese Euro-Konstruktion können Staaten praktisch pleite gehen. Die Finanzmärkte können das ausnutzen und auf Staatspleiten wetten. Das kann die Zinslast erdrückend in die Höhe treiben und Volkswirtschaften an den Abgrund grängen.“.

Ich fragte neugierig: „Wann könnte so ein Szenario realistisch sein?“

Michael S: “ Wenn die Anleger in der Realwirtschaft nicht investieren-weil durch sinkende Nachfrage die Renditeerwartung auf Null sinkt, aber die Renditeerwartung auf Wetten mit Staatsanleihen dagegen grundsätzlich rentabel erscheint.“

Dieser Diskussionsabend hinterließ viele Fragezeichen. Aber im Laufe der nächsten Jahre, ich gebe es zu, habe auch ich nicht weiter gefragt.

Erst als ich Artikel wie nachfolgende netzschaute, erinnerte ich mich immer klarer an die damaligen Diskussion:

06.03.2010/Spiegel-Online – Deutsche Finanzaufseher decken Griechenland-Spekulationen in großem Stil auf (hwn)

21.08.2012/welt.de – Spekulanten wetten auf Comeback der D-Mark auf (hwn)

16.11.2011/Taz.de– Steigende Zinsen-Nun bibbert selbst Kerneuropa (hwn)

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schrankenlose Inhalte

schrankenlose Inhalte – freier, uneingeschränkter und gleichberechtigter Zugang zu digitale Webinhalten. Das Gegenteil sind sog. Bezahl-Schranken (Paywall), die darauf abzielen gewisse Inhalte nur für zahlende Personenkreise zeitweise oder dauerhaft zu Verfügung zu stellen.

Schrankenlose Inhalte sind nicht mit kostenlosen Inhalten gleichzusetzen. Auch Social Paymentsysteme können schrankenlos sein, z.B wenn für das Angebot um finanzielle Unterstützung geworben wird.

Die Berliner Tageszeitung (Taz) hat allerdings einen sog. Zwitter entwickelt. Wird eine taz Seite aufgerufen, popt eine die Schranke “Taz zahl ich” auf. Allerdings haben die Leser/Innen die Möglichkeit “Nein jetzt nicht” auszuwählen. Die Seite ist dann frei und kostenlos zugänglich.

Schrankenlose Inhalte leisten einen Beitrag,um Wissen zu entkommerzialisieren

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