Bundesbank für höhere Löhne – Was ist da los?

Ausgerechnet die Bundesbank, das Bollwerk angebotsorientierter Wirtschaftspolitik, setzt sich, jetztauch offiziell unterstützt von der EZB, für höhere Löhne ein. Was ist denn da los? Vollzieht die Bundesbank eine ideologische Kehrtwende? Wohl eher nicht!

Immer wieder ist es die Bundesbank mit ihren Chefideologen an der Spitze gewesen, die allen Bundesregierungen der jüngsten Zeit zu einer moderate Lohnpolitik geraten hat. Immer wieder wurde in erster Linie die Inflationsangst an die Wand gemalt.

Jetzt aber sind sie für höhere Löhne. (mehr …)

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Ergänzungen zum Artikel….

Bundesbank für höhere Löhne-Was ist denn da los? (hwn)

Ergänzung 1. Höhere Löhne/Lohnpolitik. Viel werden einwenden, dass Lohnpolitik Aufgabe der Tarifparteien ist. Mag sein, aber den ordnungspolitischen Rahmen setzt der demokratische Staat und nimmt somit sogar unmittelbar Einfluss auf die Verhandlungsspielräume der Tarifpartner. Durch die Hartz-Gesetzgebungen ist es möglich geworden in Deutschland einen Niedriglohnsektor einzuführen, der die Gewerkschaften diszipliniert hatte, um „moderate“ Tarifabschlüsse zu akzeptieren.

Die Bundesbank hätte also lieber ihre Forderung nach höhere Löhne in der Mindestlohndebatte einbringen sollen. Denn der Mindestlohn ist zwar richtig und wichtig, aber zu niedrieg. Ein höherer Mindestlohn hätte :
1. zur mehr Nachfrage
und
2. zu mehr Verhandlungsspielräume für die Gewerkschaften geführt –
geführt.

Ergänzung 2.
Die Forderung der Bundesbank und der EZB zeigen vorallem, dass die Geldpolitik am Ende ist. Die Zinsen sind niedrig wie nie. Nachfrageimpulse bleiben aber aus, weil die billigen Kredite oftmals in Spekulationen versickern, statt in der Realwirtschaft anzukommen.
Was logisch ist. Wo keine ausreichende Nachfrage ist bleiben Investitionen in Unternehmen und neuen Ideen aus.
Es bleibt nur noch die Fiskal -und die Lohnpolitik. Das wissen natürlich auch die Zentralbanken.

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Serie: Okö-Geldanlagen: Wird hier Risiko auf Kleinanleger abgewälzt ?

Öko Pleiten! — Risiko – Gutgläubiger Anleger – Grauer Markt —-
und was muss die Politik tun?

update: 
Gläübigerversammlung beschließt Sanierungsplan: dazu:
+ taz.de/23.07. 2014 – Showdown bei der Windkraftfirma (hwn)
+ zeit.e/ 23.07. 2014 – Der Ausrutscher (hwn)
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ntv/Feb 2014 – Prokon Fall schon Jahre bekannt: Bafin fordert Risikoampel (hwn)

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(DNZS – Ursprungsartikel 17.01.2013 ) Der Winter lässt ja in weiten Teilen auf sich warten. Richtig ungemütlich wird es für Anleger, die Genussscheine bei Prokon angelegt haben. (update) Lt. Medienberichten steht  hat das Öko-Unternehmen vor der Insolvenz angemeldet. Ein Beispiel, dass zeigt wie hohes Risiko auf Kleinanleger abgewälzt wird. Die Energiepolitischen Fragen sind auch eine gesellschaftliche Herausforderung. Muss da nicht der Staat viel mehr Risiko tragen? Und warum gibt es immer noch unregulierte Graumärkte? Damit beschäftigen wir uns in einer dreiteiligen Mini-Serie. — In Teil 1 haben wir aus aktuellem Anlass ein update eingearbeitet —

Teil 1:  
Die Prokon Illusion

Prokon ist z.Z ein aktuelles Beispiel, um darauf aufmerksam zu machen, dass es noch weitere grüne Geldanlagen gibt, die kritisch zu betrachten sind. dazu gehört u.a geschlossene Fonds. All diese Geldanlagen unterliegen nicht der Finanzaufsicht und sind somit kaum transparent, geschweige denn reguliert. (Grauer Markt)

Im ersten Teil wollen wir zunächst eruieren was im aktuellen Fall Prokon passiert ist. (hwn)
update 21.01.2014
zum Thema Prokon und der möglichen bzw. angeblichen Insolvenz ist im Artikel ein entsprechende eingearbeitet
worden…..
update 23.01.2014
Prokan hat Insolvenz angemeldet (hwn)

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Teil 2:  
Risikokapital: Geld gutgläubiger Geldanleger für Öko-Unternehmen einsammeln?

Im zweiten Teil wollen wir kurz darstellen, warum gerade bei Öko-Unternehmen Anleger und Unternehmen seit einiger Zeit in unregulierten und unübersichtlichen Risikokapitalmärkten  so problemlos zu einander finden konnten. Und ist es nicht eigentlich der Staat der gesellschaftliche Ziele absichern und Risiko übernehmen muss? . -Grauer Markt-

                                                       (hwn)

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Teil 3: 
Geld weg! Sind die gutgläubiger Geldanleger  selber Schuld?

Im dritten und letzten Teil dieser Miniserie werden wir der Frage nachgehen, ob Regulierungen dieser sog. grauen Märkte notwendig sind . Oder sind die gutgläubigen Anleger einfach nur selbst schuld oder gar gierig und haben eben pech, wenn es schief geht!?

(hwn)

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Meinungsfreiheit endet am Lagerdenken?

In einer Facebookdiskussion bin ich auf ein Video gestoßen, wo ein Redner sagte, dass für ihn Meinungsfreiheit am Lagerdenken endet. Also die, die in Lager denken verwirken ihre Meinungsfreiheit?

Der Mensch definiert oft das Dafür über das Dagegen.
Manche Menschen begründen ihr dafür sein, weil sie gegen etwas sind.
Dafür und Dagegen sind magnetische Pole, die sich anziehen.
Das ist der m.E der psychologische Kern des Lagerdenkens
Das mag man blockierend empfinden, mag sogar blockierend sein.
Aber endet deshalb die Meinungsfreiheit?

Auf dem Nährboden der demokratische Kommunikation der verschiedenen Pole können neue Blüten erwachsen. Das ist dann Meinungsvielfalt.
Die, die in der Filterblase verweilen, wissen nicht wo neue Blüten erwachsen.
Und alles Blüte erlischt da, wo Extreme Blüten zertreten.
Da ist Kommunikation zwecklos, Zeitverschwendung!

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Drohnen-Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen – Serie –

von Marty Ludischbo
Die Verteidigungsministerin will die bewaffneten Kampfdrohnen. Das ist seit gestern klar. Rüstungsexperte  Hilma Linnenkamp sieht darin ein Instrument, dessen innere Logik am Ende zur Automatisierung von militärischen Einsätzen führt. In einer zweiteiligen Mini-Serie habe ich mich generell mit den unüberschaubaren Folgen dieser Rüstungspolitik beschäftigt. Da in einer solchen Diskussion auch immer Zukunftsängste eine Rolle spielen, habe ich die gegenwärtige Diskussion mit der Science-Fiction Serie „Battlestar Galactica verknüpft.

Kennen Sie die Science-Fiction Serie Battlestar Galactica?
Nein? Stefan Sasse hat 2009 dazu eine hervorragende Rezession geschrieben (hwn)

Lesen Sie zunächst das TAZ-Interview von Julia Maria Amberger mit Hilma Linennkamp (hwn)

Teil 1: Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen
Science-Fiction beschreiben Zukunftsvisionen und Zukunftsängste. In der Serie Battlestar Galactica sehe ich Parallelen zu einer aktuellen und gegenwärtigen Diskussion. Nämlich die Frage: Dürfen wir maschinelle Tötungsroboter,verniedlichend Drohnen bzw unbemannte Luftfahrzeuge genannt, bauen oder kaufen und in Kriegen einsetzten? Aktuell beschäftigt sich in Deutschland die Bundesregierung mit dieser Frage! (hwn)

Teil 2: Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen
Ist es wirklich alles kein Problem, zur Verteidigung von Menschen kontrolliertenTötungsroboter einzusetzten? Die Bundeswehr will die bewaffneten Drohnen. Die Verteidigungsministerin wohl auch.
Und was sagen unsere Leitkommentatoren dazu? (hwn)
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Blog2Blog


Petra Wilhelmi/neopresse/01.07.14
– Die Konsolenfans sind im Anmarsch (hwn)

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Drohnen: Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen – Teil 2

 Die Verteidigungsministerin will die bewaffneten Kampfdrohnen. Im ersten Teil habe ich sehr weit ausgeholt und die aktuelle Diskussion mit der Science-Ficton Serie „Battlestar“ Galactica verknüpft. Ist es richtig, dass die Bundeswehr bewaffnete Tötungroboter bekommt, um damit Krieg zu führen?  Darf man Zukünftsängste vor überschaubaren Folgen, nämlich die Angst vor automatisierten, außer Kontrolle geratenen Kriegseinsätzen, als Argument vortragen oder sollte man den KO-Argumente der Generäle folgen?

Solange der Mensch alles unter Kontrolle hat.. (mehr …)

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Verschlüsselung-und Anonymisierungsdienste müssen durch die Politik endlich offensiv unterstützt werden

Der Überwachungsskandal hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die NSA macht auch im Ausland  Jagt auch auf Betreiber von Verschlüsselungstechnologien . Jetzt müssen die Regierungen in Europa endlich Farbe bekennen.

Bereits letztes Jahr wurde im Rahmen des NSA-GCHQ Skandals bekannt, dass die USA im eigenen Land darauf hinwirkte Verschlüsselungsdienste dazu zu zwingen den Dienst zu schließen oder per Anordnung Daten herauszugeben. Bekanntes Beispiel Laverbit.
NSA geht gegen Verschlüsselung-und Anonymisierungsdienste auch im Ausland vor. Das sieht NDR und WDR mit einem entschlüsselten Quellcode nun als bewiesen an.

Im Augenschein der Überwacher: Sebastian Hahn Betreiber eines Anonymisierungsnetzwerk TOR. (mehr …)

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Notiz 1 – zur Miniserie: Tötungsroboter und…

(Notiz zu meinem Beitrag : Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen – Teil 1 )

Warum verwende ich den Begriff „Tötungsroboter“ ?

Drohne ist ohnehin ein verharmlosender Begriff, denn ursprünglich wurde der Begriff Drohne für unbemannte Aufklärungsfahrzeuge benutzt. Zu bewaffneten Drohnen wird allgemein der Begriff „Kampfdrohne“ verwendet. M.E wirkt aber auch das sprachlich verharmlosend. Deswegen sage ich Tötungsroboter..
Ich glaube dieser Begriff wirkt sprachlich klarer. Es geht schließlich um Krieg und im Krieg wird getötet

Drohen, offiziell bei wikipedia heißt es sogar „unbemannte Flugzeuge“, hören sich dagegen irgendwie nach einem lustigen Abenteuer an.

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Drohnen: Tötungsroboter und die unüberschaubaren Folgen – Teil 1

von Marty Ludischbo
Kennen Sie die Science-Fiction Serie Battlestar Galactica?  Science-Fiction beschreiben Zukunftsvisionen und Zukunftsängste. In der Serie Battlestar Galactica sehe ich Parallelen zu einer aktuellen und gegenwärtigen Diskussion. Nämlich die Frage: Dürfen wir maschinelle Tötungsroboter,verniedlichend Drohnen bzw unbemannte Luftfahrzeuge genannt, bauen oder kaufen und in Kriegen einsetzten? Aktuell beschäftigt sich in Deutschland die Bundesregierung mit dieser Frage!

Die Diskussion ist natürlich nicht neu. Die Amerikaner nutzen Kampfdrohnen, ich nenne sie Tötungsroboter (Anm. dazu) , um Terroristen zu jagen und zu töten.  Sie nennen das im übrigen: „Extralegale“ Tötungen.
Aber jetzt hat die Diskussion Deutschland insofern wieder erreicht, weil die Bundesregierung darüber nachdenkt bewaffnete  Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen. Zum Schutze der Soldaten, sagt die Ministerin vorsichtig auf anraten von Bundeswehrverbänden und Generälen.
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