Mein Senf zu Seehofer und AfD

Meine Anmerkung zu Seehofer und die AfD

aus Themenbeitrag: Schon bald wird es eine „Christlich alternative Koalition“ geben —hier

+ 08.09.2014/taz.de – Seehofer: AfD nicht ins rechte Eck stellen (hwn)
Der Bild-Zeitung sagte Seehofer: „“Im übrigen besteht diese Partei in der Mehrzahl nicht aus braunen Dumpfbacken, sondern durchaus auch aus intelligenten Menschen“ gefunden focus-online (hwn)

dazu Anm. Sören Kater:

Diese moderaten Töne zeigen, dass gerade für die CSU die AfD zwar ein politischer Konkurrent ist, aber kein politischer Gegner. Warum auch. Viele Konservative sehen in der AfD eben eine Alternative. Der Spruch: „Rechts neben der CSU darf es keine Partei geben“ ist eben z.Z nicht mehr aktuell. Ich bleibe dabei: Es wird nicht lange dauern bis für die Union die AfD ein potentieller Koalitionspartner wird.  Es ist auch irgendwie verständlich. Wenn die FDP auf Dauer weg fällt, hat die Union keinen, aus ihrer Sicht „normalen Bündnispartner“ mehr. Und ich glaube nicht, dass sie auf Dauer die SPD an sich binden will.
Das Potential reaktionärer Ansichten in der Bevölkerung ist groß. Wenn die Union das nicht auffangen kann und will, wird der Platz rechts neben ihr natürlich immer größer. Man darf aber nicht vergessen, dass die AfD auch viele Protest und Wählerstimmen aus dem anderen politischen Lager bekommt. Teils aus Protest, teils aus Unkentniss

Ich meine:
Das Potential reaktionärer Ansichten in der Bevölkerung ist groß. Wenn die Union das nicht auffangen kann und will, wird der Platz rechts neben ihr natürlich immer größer. Man darf aber nicht vergessen, dass die AfD, glaubt man die Wahlanalysten, Wählerstimmen aus dem anderen politischen Lager bekommt. Teils aus Protest, teils aus Unkenntnis. Von dem  Gerede: -„Wir sind nicht rechts nicht links…es geht uns nur um Vernunft und  Inhalte“ – lassen sich viele einlullen. Außerdem ist es Mainstream an den Stammtischen über kriminelle Ausländer zu debattieren. Und der Euro als Währung ist ja sowieso an allem Schuld. So nach dem Motto: „Mit der guten alten  D-Mark wäre das alles nicht passiert“

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass die Union es erst mal nicht wagen wird, mit den neuen Liberal-Konservativen Bündnisse einzugehen. Es sei denn die Eurokrise verschärft sich soweit, dass eine Auflösung der Währungsunion ernsthaft zur Debatte steht.
Gehen die christlichen Unionisten auf Länderebene Koalitionen mit der AfD ein, etablieren sie faktisch die AfD (auf Dauer) in der Parteienlandschaft. Und da glaube ich, dass es viele in der Union gibt, die dass das wirklich nicht wollen.

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