Ein Beispiel für die geschönte Arbeitslosenstatistik

(Videoempfehlung und eigene Erfahrung)
Die Arbeitsministerien feierte und feierte. Erst präsentierte sie als erste die geschönte Arbeitslosenstatistik und dann verkauft sie uns auch noch, wie schön sich der Arbeitsmarkt für ältere Menschen entwickelt hat.

Dabei ist die Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen fast 50% höher, als offiziell benannt. Report Mainz hat hier ein schönen kleinen Einblick produziert.

Meine momentanen Erfahrungen bestätigen diesen Bericht. Meine Mutter,60 Jahre musste wegen einer Insolvenz  zum Arbeitsamt gehen. Schnell stellte sich heraus, dass in ihrem Berufszweig nur noch Leiharbeit und geringfügige Beschäftigung angeboten wird. Dann hatte die Arge in Bochum meine Mutter, wie in dem Beispiel im Bericht, in eine eher zweifelhaften Maßnahme geschickt.
Bewerbungstraining, Kommunikation etc.  Echte Bewerbungshilfe gab es nicht. Meist war auch gar kein Ansprechpartner vor Ort.
„Man kann sich ja gegenseitig unterstützensagte die Leiterin der Maßnahmenträgerin.
Meine Mutter: „Ist das jetzt Arbeitsvermittlung, Training oder ein Selbshilfekurs?“
Schulterzucken der Leiterin
3X in der Woche Präsenzzeiten.
Meine Mutter: „Was soll ich hier machen, wenn mal kein Seminar ist. Und außerdem was soll das ganze. Für mich gibt es außer 400 Euro Job, ohnhin keine Erwerbsarbeit mehr?“
Leiterin:Ja Sie haben prinzipell recht Frau Ludischbo..Hmm Sie können sich ruhig was zu lesen mitbringen…“

Das sagt eigentlich alles. Ich wußte im ersten Augenblick, als Mutter mir das erzählte, nicht, ob ich weinen oder lachen soll.
Natürlich verschwand meine Mutter auch aus der Statistik, die  von der Leyen nutzete, um den Sinn der  Rente mit 67 zu rechtfertigen . „Die Gewinner sind die Älteren“, gaukelte die Ministerin uns vor.

Meine Mutter hat nun die Faxen dicke. Sie reicht jetzt die Rente mit vollen Abschlägen ein.

Arge: Ein Selbsthilfeverein, der den Auftrag hat, Menschen in Leiharbeit und Niedriglohnsektor zu drücken?
Arge: Ein Club, der die Menschen in die Abschlagsrente treibt oder politisch treiben soll?


Kurzum:  Ein Trauerspiel

5 Kommentare zu “Ein Beispiel für die geschönte Arbeitslosenstatistik

  1. Das gleiche Spiel läuft umgekehrt auch mit Jugendlichen bis 25 und höher. Auch diese verschwinden in irgendwelchen sinnlosen Fortbildungen, damit man die Jugendarbeitslosigkeit heruntermanipulieren kann. Aber deswegen heisst das wahrscheinlich auch Fortbildung … sie sind fort.

    Letztendlich greift dieses Betrugssystem generell für die gesamten Arbeitslosenzahlen. Wenn wir also das so betrachten, können wir davon ausgehen, dass die derzeitigen Arbeitslosenzahlen generell mindestens 40% höher sind, als angegeben, damit wären wir dann bei rund 5 Mio. Arbeitslosen.

  2. Ist alles richtig. Ihr vergesst aber, dass auch die nicht in der Statistik erscheinen, die zu privaten Vermittlern weitergereicht wurden, Bedarfsgemeinschaften nur als ein Arbeitsloser gelten, aber wenn einer daraus eine schlecht bezahlte Arbeit bekommt, die ganze Bedarfsgemeinschaft aus der Statistik rausfliegt. Diejenigen, die arbeitssuchend sind und einen gut verdienenden Partner haben und deshalb kein Hartz IV bekommen, sind auch nicht mit gerechnet. Die Liste kann noch weiter verlängert werden.
    Und diejenigen, die zum Volltimejob auch noch auf die ARGEn gehen müssen und dort genauso schikaniert werden. Auch die sind laut den ARGEn verpflichtet, sich weiterhin nach einem Job, von dem sie leben können, zu suchen. Aber woher nehmen?

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