Leiharbeit: Lohndrücker müssen vom Markt verschwinden

Ein klares Urteil: Die christliche Gewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig. Gestern wurde das BAG-Urteil vom Dezember letzten Jahres begründet. Beschäftigte und Sozialversicherungsträger können nun Milliarden nachfordern. Die Arbeitgeberverbände fürchten nun Pleiten.

„Das BAG hat mit seiner Entscheidung die Grundlage dafür gelegt, dass Leiharbeitnehmer, für die bisher die CGZP-Tarifverträge galten, rückwirkend Ansprüche auf die Differenz zum Equal Pay geltend machen können,“ sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Gerd Herzberg.(1)

Ergänzend ist anzumerken: Equal Pay (gleiche Arbeit, gleiches Geld) heißt hier, die Lohndifferenz zu den Stammbelegschaften. Die Differenz zu den DGB-Tarifverträgen zur Zeitarbeit kann hier nicht gemeint sein.

Dazu Gerd Herzberg:
„Die BAG-Entscheidung war ein wichtiger Schritt, um die Arbeitsbedingungen der Leiharbeitnehmer zu verbessern. Als nächstes ist die Bundesregierung am Zug. Nur eine gesetzliche Regelung, die gleiche Arbeits- und Entlohnungsbedingungen vom ersten Tag an regelt, kann eine Spaltung der Belegschaften in Arbeitnehmer 1. und 2. Klasse wirksam verhindern und dem Missbrauch der Leiharbeit einen Riegel vorschieben“
, machte Herzberg deutlich

Im Prinzip hat das Bundesarbeitsgericht über einen Lohnbetrug im großen Ausmaß geurteilt.
Selbstverständlich werden Firmen nun aufgeben müssen. Aber Unternehmen, die politisch mit einer Gefälligkeitsgewerkschaft (ohne nennenswerte Mitgliederbestände Menschen) um ihren gerechten Lohn bringen und die Löhne in den betroffenen Branchen insgesamt drücken, sind ordnungspolitisch nicht erträglich und müssen vom Markt verschwinden.

Quellen 1-2
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=5f4e0568-433d-11e0-57f0-001ec9b05a14
(Link nicht mehr aktiv – festgestellt April 2013)

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/leiharbeitsfirmen-droht-pleite/

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