Steuersenkung contra Steuererhöhung!

Wo bleibt die Steuererhöhungsdebatte? Das fragt Jens Berger von den NachDenkSeiten.

Mit einer einfachen, übersichtlichen Grafik haben die Macher der NachDenkSeiten die Ein und Ausgaben der verschiedenen Regierungen dargestellt.

Zitat:(…) Wie sähe das Bild aus, wenn die Politik auf die stetigen Steuersenkungen verzichtet hätte?
Für eine zuverlässige Aussage bräuchte man freilich komplexe Rechenmodelle, da die Höhe der Steuern natürlich auch einen Einfluss auf andere volkswirtschaftliche Größen hat. Ein grobes Rechenmodell liefert jedoch bereits erstaunliche Zahlen. Wenn wir einmal unterstellen, dass die Einnahmenquote in den letzten zehn Jahren konstant bei einem „Kohl-Wert“ von 25% gelegen hätte, wären die Einnahmen der öffentlichen Haushalte um sagenhafte 871 Milliarden Euro höher ausgefallen. In den Jahren 2000 bis 2010 nahmen Bund, Länder und Gemeinden 510 Milliarden Euro neue Schulden auf. Mit einer Einnahmenquote von 25% hätten sie im gleichen Zeitraum bei den tatsächlichen Ausgaben Schulden im Wert von 360 Milliarden Euro abbauen können. Die öffentlichen Haushalte wären dann heute nicht mit 2.000 Milliarden Euro, sondern nur mit 1.129 Milliarden Euro verschuldet. Die Staatsschuldenquote würde nicht bei 80%, sondern bei 45,1% liegen. Von einem Schuldenproblem könnte dann keine Rede mehr sein, der Staat hätte sogar ausreichend Manövriermasse, um adäquat auf kommende Krisen vorbereitet zu sein…. ………

Die Kommentatoren sind z.Z damit beschäftigt das Thema „Steuersenkungen“ zu diskutieren. Im Wirtschaftsblog habe ich dieses Vorhaben am 07.11 kommentiert.
Es wäre gut, wenn die Debatte umgekehrt werden würde.
Die Internetplattform „Politikarlarm“ beschäftigt sich mit dem Thema Pro und Contra Steuersenkung.
Contra Steuererhöhung passt dann doch richtigerweise in dieser Diskussion.

2 Kommentare zu “Steuersenkung contra Steuererhöhung!

  1. Es sprechen mehr Gründe für (moderate) Steuererrhöhungen für Gutverdienende als dagegen. Eine Anhebung des Spitzensteuer-satzes von 42 % auf 49% wäre sinnvoll und notwendig (Bildungs-investitionen, Infrastruktur,Straßenschlaglöcher). Selbst eine Vermeidung der Steuerverschwendung (Flughafen Berlin usw.) würde das viele Geld nicht hereinbringen, das für Bildungs- und Infrastrukturinvestitionen nötig wäre.
    Es geht auch um die Zukunft unserer Kinder !!
    100.000 Euro Jahresverdienst brutto bei Ledigen und 200.000 bei Verheitrateten wären eine gute Grenze. Erst beim Betrag darüber würde der Spitzensteuersatz einsetzen.
    Noch ein Vorschlag:. Wenn Schwarz- Gelb einem einheitlichen Mindestlohn zustimmen würde, könnten viele Millionen Euro jährlich an Aufstockungsbeträgen eingespart werden und oben genannten wichtigen Zwecken zugute kommen.
    Gegen masssvolle Steuererhöhungen spricht nur das Veto der Gutverdiener und das von Schwarz-Gelb.
    Aber: Auch der „Reiche“ sollte ein Interesse daran haben, dass sein Porsche beim Fahren über Schlaglöcher keinen Achsenbruch erleidet und das sollte ihm ein wenig Steuerhöhung pro Monat wert sein. Und wenn der Gutverdiener mal Pflegfall wird, freut er sich , wenn er von einer gut motivierten, weil besser bezahlten Krankenpflegerin versorgt wird. Deshalb So ist mir unverständlich, warum gergen massvolle Stzewuererhäöhung gerade von dieser Klientel und von Schwarz- Gelb polemisiert wird.

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