Lobbyisten von Anfang an enttarnen!

Gestützt durch Springers Blatt „Die Welt“ wurde ein Anti Europa Video der rechts-konservativen Plattform „Abgeordneten Check“ verbreitet. Diese rechtskonservative Lobbyorganisation erinnert doch sehr stark an die rechts fundamentalistische marktradikale Tea-Party-Bewegung in den USA. Es ist wichtig, solche Lobbyisten von Anfang an zu enttarnen. Sonst gelten sie noch nach Jahrzehnten als unabhängig – wie die Lobbygruppe „Bund der Steuerzahler“ Dazu auch zwei Artikelempfehlungen aus den NachDenkSeiten

Jens Berger von den NachDenkSeiten schrieb: „Das Portal „Abgeordnetencheck“ verfolgt dabei die Aufgabe, Parlamentarier auf ihre Gesinnungstreue in marktradikalen und wertkonservativen politischen Positionen abzuklopfen – wer bedingungslos die Axt an den Sozialstaat legen will, hat bestanden, wer sich dem neoliberalen Wahn verweigert, fällt durch.“

Parallele Tea-Party-USA:
Grover Norquist bereits  ist ein großer Unterstützer von rechts-konservativen-marktradikalen Ideen. Er ist Chef des Lobbyverbandes „Americans for Tax Reform“ . 277 der 287 republikanischen Abgeordneten und Senatoren im Kongress haben das Gelöbnis des Verbandes unterschrieben, niemals die Steuern zu erhöhen. Norquist bearbeitet die verbliebenen zehn systematisch, auf dass sie ihm auch noch folgen. (Quelle) Abgeordnete, die sich nicht daran halten werden u.a von Murdocks Presse an den Pranger gestellt und/oder  ein/e Gegenkandidat/in installiert.

Eine Bewegung für Deutschland?

Die „rechten Denkfabriken“, die sich hinter mehreren Bürgerkonvents in Deutschland organisieren sind schon lange auch in der Bundesrepublik auf dem Vormarsch. Aktuell versuchen sie die europäische Skepsis aufzugreifen. Es ist populär gegen Europa zu sein. Endlich die Chance nutzen ihre Mischung aus Autorität, Sittengläubigkeit und marktradikalen Fundamentalismus voranzutreiben. Und natürlich gilt die Order: „Zurück zum Nationalstaat“

Jens Berger schreibt zurecht: Andererseits ist diese Themenmischung in Deutschland jedoch relativ neu – viele Menschen mit wertkonservativer Einstellung lehnen marktradikale Thesen ab, viele Vertreter marktradikaler Thesen vertreten in gesellschaftspolitischen Fragen liberale Standpunkte.

Ist es wirklich möglich, ein ultra rechts-konservatives Politikmodell für Deutschland zu etablieren?
Wer sind diese Bürgerkonvents?
Welche Ziele verfolgen sie und von wem werden sie getragen?

Deshalb empfehle ich den ganzen informativen Artikel von Jens Berger durchzulesen.

NachDenkSeiten: Bürgerkonvent 2.0 – die deutsche Tea-Party-Bewegung

Vorsichtig mit gewissen Bünden und Bürgervereinen

Es ist einfach Vorsicht geboten, denn viele dieser Lobbys treten als Vereine auf. Das macht den Eindruck, dass diese Lobbys unabhängig und gemeinwohlorientiert aufgestellt sind.  Sind sie aber meistens nicht!

Negativ Beispiel Bund der Steuerzahler

Manche kommen damit jahrelang auch durch. Denken wir an die Lobbyorganisation der Spitzenverdiener: „Bund der Steuerzahler“. Im aktuellen Wikipedia-Eintrag entsteht immer noch der Eindruck, dieser Verein vertritt die Interessen aller Steuerzahler/Innen, auch wenn der Unterartikel  „Zweifel an der Unabhängigkeit“ inzwischen hinzugefügt wurde.
Es ist wohl eher richtig, dass dieser Verband die Interessen der Besserverdienenden Steuerzahler/Innen vertritt.

Lesen Sie auch hier einen aufkläririschen Artikel auf den NachDenkSeiten:


Wessen Interessen vertritt der Bund der Steuerzahler? -von Wolfgang Lieb


Fazit:
Prüfen Sie genau welche Botschaften wo herkommen und erkennen Sie welche Interessen vorgetragen werden.
Wird bestimmten Interessgruppen nicht rechtzeitig die Fratze des einseitigen Lobbyismus gezeigt, schenken wir ihnen die Maske der „scheinbaren Unabhängigkeit“.  Und irgendwann erkennt keiner mehr das wahre Gesicht.

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8 Kommentare zu “Lobbyisten von Anfang an enttarnen!

  1. Sehr guter Artikel. Kompliment.
    Auf dieses Thema sollte man immer und immer wieder hinweisen und nicht müde werden dabei, aufzuzeigen, wie wir belogen und betrogen werden.

    @Kerstin
    „Lobbyist des kleinen Mannes“, und auch Frau, ist ja ganz gut. Aber wenn wir es noch nicht mal schaffen, Einigkeit unter uns Bloggern hinzubekommen, was dann im größeren Stil?! – Es wird immer noch zuviel BILD gelesen und geglaubt. So wie einer mal schrieb: „Den Deutschen geht es noch zu gut, um zu protestieren. Und wenn sie’s endlich tun, ist es zu spät!“ – Ob er recht hatte?

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