Einfluss von wirtschaftlichen Lobbygruppen auf Schulen

Die Schulen haben wenig Geld und sind froh, wenn sie Unterrichtsmaterialien von sog. Experten bekommen. Ein aktuelles Projekt: May Finance Coach. Unabhängig lernen und lehren lässt sich damit allerdings nicht. Verbraucherschützer schlagen Alarm. (1)

Sind sie, die wirtschaftlichen Lobbyisten, einmal in den Schulen, dann erklären sie den Schülern u.a:
-warum das Solidarprinzip nicht mehr funktioniert
– dass es besser wäre eine private Altersvorsorge abzuschließen

Insgesamt sind die Materialien weniger wissenschaftlich, sondern „fördern oft einseitig unternehmersnahe Weltbilder“ (1)

Die Akteure: Die üblichen Verdächtigen:

– Die Initiative – Neue Soziale Marktwirtschaft (Wer ist das?)
– McKinsey (Unternehmensberatergruppe)
– die Bertelsmannstiftung (Wer ist das?)
– und sogar die UN

Quellen/Artikelempfehlungen:

Lesen Sie deshalb die aktuellen Artikel in der TAZ oder bei taz.de

(1) „Experten aus der Arbeitswelt“ im Unterricht:
taz.de

„Gefährlicher als Werbung“
– Interview mit Sozialwissenschaftler Hedtke –
taz.de

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Lobby-Control: „Die Wirtschaft in der Schule“….

2 Kommentare zu “Einfluss von wirtschaftlichen Lobbygruppen auf Schulen

  1. Ein heißes Eisen, kenne selbst solche Materialien für den Chemieunterricht. Pro: aktuelles, hochwertiges, motivierendes Unterrichtsmaterial, Einsicht in modernste Verfahren, Kontakte zur freien Wirtschaft, in der Schüler ja später auch mal arbeiten werden.
    Nachteil: Einseitige Sichtweisen. Werbung.
    Es hängt letztendlich vom Lehrer ab, wie er Material und Angebote nutzt.
    Weiteres Beispiel: Kostenloses Bewerbungstraining einer Krankenkasse, eingebettet in ein Erlebniswochenende in der Sauerländer Natur. Die teilnehmende Schüler, alle aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die ohne solches Angebot niemals dieses informative und schöne Wochenende hätten finanzieren können, das obendrein der Klassengemeinschaft noch sehr gut getan hat. Soll man das ablehnen? Soll man später zurück in der Schule die Bewerbungsmappen, Blocks und Stifte mit Werbeaufdruck wieder einkassieren? Soll man dankbar sein für das kostenlose Angebot? Ich habe da selbst kein gutes Gefühl bei, aber es fehlt einfach am Geld im Bildungswesen. Deshalb ist die Wirtschaft in der Schule so gerne gesehen…

    1. Danke für das Aufzeigen von „für und wieder“.

      Sicher ein schwieriges Thema. Mir gefiel :
      Zitat“ Es hängt letztendlich vom Lehrer ab, wie er Material und Angebote nutzt.“

      Ich glaube das trifft den Punkt 😉

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