Endkommerzialisierung von Wissen

Endkommerzialisierung von Wissen – Durch die Digitalisierung ist der Zugang zu Wissen nicht mehr ausschließlich durch die kommerziellen Verwertungslogik (Gewinnbildung und Einkommensentstehung über den Markt) geprägt. Voraussetzung ist der Zugang zum Internet. Setzt sich dieser Trend fort ist der Zugang zu Wissen nicht mehr grundsätzlich vom „Geldbeutel“ abhängig.

Beispiele: Die freie Enzyklopädie „Wikipedia“ ist das bekannteste Beispiel. Jede und Jeder kann an diesem Projekt mitmachen und jeder Mensch mit einem Internetzugang kann kostenlos auf dieses digital hinterlegtes Wissen zugreifen. Im Vor-digialen Zeitalter mussten die Menschen sich z.B ein kostenpflichtiges Lexikon kaufen.

Auch die meisten kommerziellen Verlage lassen ihre Online-Artikel und Recherchen frei zugänglich im Netz. Kommerzielle Suchmaschinen helfen den Verlagen dabei, dass ihre Inhalte schnell gefunden werden. Allerdings haben Verlage und Unternehmen wie Google kommerzielle Interessen. (z.B Gewinnerzielung über Werbung). Der Streit um das sog. Leistungschutzrecht belegt, dass Verwertungskontrolle für die Unternehmen weiter ein elementares Interesse zu seien scheint.

Blogs und andere Non-Profit Projekte (wie die Netzschau DNZS) helfen mit, dass Wissen im Internet schrankenlos zugänglich bleibt. Rückschläge für die Endkommerzialisierung von Wissen sind in Deutschland z.B der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages, der am 1.06.2009 in Kraft getreten ist. Demnach müssen die Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten nach einer bestimmten Zeit ihre Inhalte vom Netz zu nehmen. (Depublizieren)

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