Netzschau: Tarifkonflikt Einzelhandel 2013

update:

*****Einigung auch in anderen Bundesländer ******
11.12.2013/taz.de-  Eva Völpel: „Arbeitgeber bannen Streikgefahr… “ (hwn)  

NRW:das Handelsblatt feierte:
11.12.2013/Handelblatt – Keine Streiks vor Weihnachten….  (hwn)  

… auch in Hessen wurde eine Einigung erziehlt (hwn)

*****Einigung in Baden-Würtemberg.****** 
Einigung sieht vor, dass eine Niedrieglohngruppe für Veräümungskräfte(knapp unter 10 Euro) geschaffen wird. Ziel ist es Arbeitnehmer/Innen aus Werkverträgen, die teilweise Tarife aus TV mit christlichen Gewerkschaften unter 7 Euro erhalten, zurück in den einzelhandeltarif zu führen. Außerdem fordert verdi die Allgemeinverbindlichkeit dieses TV. Die Verkäuferiinen und Verkäufer erhalten in zwei Schritten ca 5% mehr Geld. (Quelle verdi PM) dazu auch die PM des HDE (hwn)
dazu:
05.12.2013/Spiegel-Online – Einigung in Baden-Würtemberg.  (hwn)  
Anm DNZS:
In der Print Ausgabe einer Zeitung im Ruhrgebiet stannd, dass die niedriege Entgeltgruppe von den Arbeitgebern nur dann angewendet werden darf, wenn sie auch verbindich auf Werkverträge verzichten. Diese Formulierung findet sich in den Pressemitteilungen der Vertragsparteien allerdings nicht wieder. Leider ist uns die Tarifeinigung im Wortlaut nicht zugespielt worden und im Internet öffentlcih nicht zugänglich.
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19.11.2013/Handelblatt – Einzelhandel sorgt sich ums Weihnachtsgeschäft.  (hwn
Anm. DNZS:
Jetzt können die Arbeitgeberverbände in den einzelnen Bundesländern beweisen, ob sie in der Lage sind ein kompromissfähiges Angebot zu machen. Ja von der Hinahaltetaktik der Einzelhändler haben die Kunden langsam genug.
Moderne Tarifverträge wollen sie. Ja warum nicht. Aber mit modern meinen sie niedrigere Lohngruppen. D.H Lohnsenkung.
Das will keiner. Im gleichen Atemzug macht der Einzelhandel mobil gegen Mindestlöhne. Netzschauen Sie dazu hier die aktuelle Meldung des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandel (HDE) – (hwn)

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14.11.2013/tageschau.de- Karstadt zurück zur Tarifbindung? (hwn)  dazu Mitteilung auf der verdi Homepage (hwn)


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(27.04.2013)Der Einzelhandelsverband hat bundesweit alle Tarifverträge gekündigt, auch die Manteltarife, die Regelungen, abgesehen von den Löhnen und Gehältern, festlegen. Beobachter gehen davon, aus, dass die Arbeitgeber neue Niedriglohnstufen in den Tarifverträgen etablieren wollen.
Angeblich sollen zeitgemäße Tätigkeitsmerkmale im Vordergrund stehen. Es hört sich so an, als stehen Kompensationsabsichten im Raum. Lohnerhöhungen könnten z.B durch Streichung von Schichtzuschlägen in den Abendstunden kompensiert werden. Auch die Arbeitszeit könnte dann ein Thema werden.

Letzteres wird von der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels dementiert:
Zitat:

Ziel der Arbeitgeber seien nicht, wie von Gewerkschaftsseite behauptet, Einsparungen bei tariflichen Sonderzahlungen oder Urlaub oder längere tarifliche Wochenarbeitszeiten. Vielmehr gehe es darum, den Tarifvertrag mit den geänderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Einzelhandel in Einklang zu bringen. So sollen beispielsweise veraltete Tätigkeitsbeispiele durch neue, aktuelle ersetzt werden.
(Quelle HDE siehe Link unten)

Genau aber hier sehen Gewerkschafter die Vermutung, dass das der Hebel für neue Billiglohngruppen sein könnte.

Es steht also ein Großkonflikt bevor. DNZS beobachtet mit dieser Netzschau die bevorstehenden Tarifverhandlungen.

Links zum Thema:
03.05.2013/Bo-Alternativ –
Streik im Einzelhandel (hwn)

verdi Homepage-Forderungen von verdi (hwn)
– Stimmen Betriebsräte Einzelhandel (hwn)

April 2013 – PM der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandel (HDE) – (hwn)

27.04.2013/taz.de Gretschfrage Billiglohn- von Eva Völpel (hwn)

14.05.2013 – Karstadt will sich der Tarifbindung entledigen. Sie nennen das „Tarifpause“.
hierzu weiter netzschauen: Handelsblat (hwn) – Deutschlandfunk (hwn)
Verdi machte in einem Mitgliederflyer deutlich, dass diese Tarifflucht eine Frechheit ist und kündigte an sich gegen diese Willkür zu wehren. Ca. 20TSD Beschgäftigte sind davon betroffen.

14.05.2013 Bei Amazon, die beklanntermaßen auch nich tarifgebunden sind, kämpfen die Beschäftigten um einen Anerkennungstarifvertrag (hwn)

Anm. DNZS
Die Beispiele Karstadt und Amazon  zeigen, wie zerschlagen die Tariflandschaft im Einzelhandel ist. Lohnwettbewerb nach unten auf dem Rücken der Beschäftigten. Im Einzelhandel sind überwiegend Frauen beschäftigt. Insider berichten, dass das Lohndelta (Lohnabstand) zwischen Tarifbindung und Tariflosigkeit bei ca. 17% liegen soll. Was hier fehlt sind allgemeinverbindliche Tarifreglungen , die auch für Unternehmen gelten müssen, die nicht im Arbeitgeberverband sind.

18.06.2013/stern.de – Mitarbeiter verlängern Amazon-Streik (hwn)

14.06.2013 –
Verdi bestreikte Real Märkte (hwn)

04.06.2013 – Verdi weitet streiks in NRW aus „Tarifpause“ (hwn)

 

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