Geschichte: Der 11. September…

1973…
Vor 40 Jahren stürzte das Militär unter der Führung von General Pinochet in Chile Präsident Salvador Allende. Damit wurde ein gewählter demokratischer Sozialismus mit Waffengewalt mit  beendet. Es folgte die Diktatur der neoliberalen Chicago Boys (?). Eine Wirtschaftspolitik, die der Westen nach und nach kopierte. Auch die europäische Sozialdemokratie ist diesen Virus bis heute nicht los geworden.

Es war eine demokratische und friedliche Revolution. „Für das Weiße Haus war der Wahlsieg Allendes eine Katastrophe gewesen, erinnert die Journalistin Mónica González.
„Dieser „chilenische Weg“ war für Washington in seinem Hinterhof eine größere Gefahr als die Guerilla.(Fidel Castros und Che Guevaras) Denn fast die gesamte europäische Sozialdemokratie identifizierte sich mit diesem Weg.“ (Quelle siehe Link weiter unten Deutschlandradio Kultur)

Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte die US Politik bei dem Militärputsch (11.Septmber 1973)von General Pinochet ihre Finger mit im Spiel.
Mit dem Putch folgte eine lange neoliberale Militärdiktatur mit tausenden Toten und bestialischen Folterungen. Die in Amerika u.a von Milton Friedmann geschulten Chicaco Boys nahmen wichtige Positionen der Pinochet Herrschaft ein. Sie privatisierten alles was ihnen unter die Finger kam. Bildung, Verkehr, Wasser. Noch heute leiden die Menschen unter den Folgen dieser Ideologie. Bildung und Wasser ist in Chile eine Frage des Preises. Nur wer es kann, bekommt es. Das ist der Preis der friedmänische Ideologie, die auch im Westen seit den 80er Jahren durch Ronald Reagean und M. Thatcher wirtschaftspolitische Doktrin des Westens wurde. Bis heute. Ergebnis: Ein Wirtschaftsmodell, dass die Krisen im neuen Jahrtausend produzierte.

Und die europäische Sozialdemokratie?
Mit Tony Blairs dritten Weg und Schröders Agendapolitik arrangierten sie sich mit dieser falschen Wirtschaftspolitik. Der demokratische Sozialismus ist mittlerweile in fast allen sozialdemokrtaischen Parteien in Europa nur noch eine Worthülse. Vielleicht glauben noch einige engagierte Basismitglieder daran. Die Spitzenpolitiker haben es zu den Akten gelegt. Viele Progressive und Linke sprechen sogar von Verrat.
Egal wie. Eines ist klar. Das sogenannten Schröder Blair Papier (hwn), der dritte Weg war ein Holzweg.

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Hier einige Artikelempfehlungen zu diesem historichen Anlass

Der andere 9/11 – Salvador Allende und der „Chilenische Weg zum Sozialismus“ im 21. Jahrhundert – Die Freiheitsliebe

Eine Revolution mit „Rotwein und Empanadas“ sollte sie werden, eine fröhliche, gewaltlose Revolution, eine Revolution, die Chile in die ökonomische Unabhängigkeit führt, die einen „neuen Menschen“ schafft und eine neue, klassenlose Gesellschaft. Doch schon kurz nach der Regierungsübernahme durch Salvador Allende schreibt Régis Debray: „Die Liebhaber von Heldenliedern werden gebeten, ihre Ferien anderswo zu verbringen: für die ‚lyrische Illusion‘ ist in Chile kein Platz.“(hwn)

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Deutschlandradio Kultur

Die Hoffnung vieler Oppositionspolitiker, dass die Generäle „nur“ mit den Sozialisten von Salvador Allende aufräumen, erfüllte sich nicht. 17 Jahre blieb das Militär nach dem blutigen Putsch von General Augusto Pinochet an der Macht. Zehntausende Menschen wurden brutal gefoltert, 3000 ermordet. Auch die USA sollen ihre Finger im Spiel gehabt haben. (hwn)

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arte TV – Chile oder die Diktatur des freien Marktes (hwn)
Leider haben wir die Doco noch nicht als Share Video im Netz entdeckt. Wir werden es dann zur gegebener Zeit nachreichen.

2 Kommentare zu “Geschichte: Der 11. September…

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