Serie: Okö-Geldanlagen: Wird hier Risiko auf Kleinanleger abgewälzt ?

Öko Pleiten! — Risiko – Gutgläubiger Anleger – Grauer Markt —-
und was muss die Politik tun?

update: 
Gläübigerversammlung beschließt Sanierungsplan: dazu:
+ taz.de/23.07. 2014 – Showdown bei der Windkraftfirma (hwn)
+ zeit.e/ 23.07. 2014 – Der Ausrutscher (hwn)
—————————————————-

ntv/Feb 2014 – Prokon Fall schon Jahre bekannt: Bafin fordert Risikoampel (hwn)

————————————————————
(DNZS – Ursprungsartikel 17.01.2013 ) Der Winter lässt ja in weiten Teilen auf sich warten. Richtig ungemütlich wird es für Anleger, die Genussscheine bei Prokon angelegt haben. (update) Lt. Medienberichten steht  hat das Öko-Unternehmen vor der Insolvenz angemeldet. Ein Beispiel, dass zeigt wie hohes Risiko auf Kleinanleger abgewälzt wird. Die Energiepolitischen Fragen sind auch eine gesellschaftliche Herausforderung. Muss da nicht der Staat viel mehr Risiko tragen? Und warum gibt es immer noch unregulierte Graumärkte? Damit beschäftigen wir uns in einer dreiteiligen Mini-Serie. — In Teil 1 haben wir aus aktuellem Anlass ein update eingearbeitet —

Teil 1:  
Die Prokon Illusion

Prokon ist z.Z ein aktuelles Beispiel, um darauf aufmerksam zu machen, dass es noch weitere grüne Geldanlagen gibt, die kritisch zu betrachten sind. dazu gehört u.a geschlossene Fonds. All diese Geldanlagen unterliegen nicht der Finanzaufsicht und sind somit kaum transparent, geschweige denn reguliert. (Grauer Markt)

Im ersten Teil wollen wir zunächst eruieren was im aktuellen Fall Prokon passiert ist. (hwn)
update 21.01.2014
zum Thema Prokon und der möglichen bzw. angeblichen Insolvenz ist im Artikel ein entsprechende eingearbeitet
worden…..
update 23.01.2014
Prokan hat Insolvenz angemeldet (hwn)

———————————————————————-

Teil 2:  
Risikokapital: Geld gutgläubiger Geldanleger für Öko-Unternehmen einsammeln?

Im zweiten Teil wollen wir kurz darstellen, warum gerade bei Öko-Unternehmen Anleger und Unternehmen seit einiger Zeit in unregulierten und unübersichtlichen Risikokapitalmärkten  so problemlos zu einander finden konnten. Und ist es nicht eigentlich der Staat der gesellschaftliche Ziele absichern und Risiko übernehmen muss? . -Grauer Markt-

                                                       (hwn)

———————————————————————-

Teil 3: 
Geld weg! Sind die gutgläubiger Geldanleger  selber Schuld?

Im dritten und letzten Teil dieser Miniserie werden wir der Frage nachgehen, ob Regulierungen dieser sog. grauen Märkte notwendig sind . Oder sind die gutgläubigen Anleger einfach nur selbst schuld oder gar gierig und haben eben pech, wenn es schief geht!?

(hwn)

7 Kommentare zu “Serie: Okö-Geldanlagen: Wird hier Risiko auf Kleinanleger abgewälzt ?

  1. Es geht hier nicht nur um „grüne“ Anlagen. Das gleiche wurde schon bei Fleischern und Bäckereiketten gemacht u.a. Der Zinssatz, den Prokon liefern wollte, war rein illusorisch. Die dort ihr Geld versenkt haben, sind selbst dran schuld. Sie hatten leider Dollarzeichen in den Augen. So einfach ist das. Diese Zinsen gab es letztens nur beim Anschluss der DDR an die BRD und nicht für lange Zeit. Es passiert immer wieder, da winkt jemand mit einem unrealistischen Zinssatz und die Menschen huppen drauf, verlieren dann und regen sich letztendlich auf, dass sie betrogen worden sind. Bei Prokon kommt noch hinzu, dass vor den Genussscheinen gewarnt worden ist. Man kann mit ein paar Quieksern nicht reich werden. Das ist eine Illusion, der immer wieder der gefühlte Mittelstand und ältere Menschen auf den Leim gehen. (Anm.zum Wort Quiekser: Die Schweizer Banken springen erst an, wenn man mehrere Millionen anlegen will, unter dem ist es Pippifax für sie und uninteressant)

    1. Sind die Leute selber schuld? Mit dieser Frage beschäftige ich mich im dritten Teil. Vorweg! M.E lässt sich das, wie so oft im Leben, nicht mit einem klaren Ja und Nein beantworten….

      1. Lieber ludischbo, ohja, genau diese Sache lässt sich mit einem klaren JA beantworten. Vor ‚der‘ Anlage – u.ä. Fonds – wurde und wird am laufenden Band gewarnt. Die Zinsen waren einfach zu hoch für diese Zeit, sodass bei einem normalen Bürger die Alarmglocken hätten schrillen müssen. Das müsste doch eigentlich jeder endlich, endlich mal kapiert haben. Nur viele wollen es einfach nicht kapieren. Sie haben die Gier in den Augen. Hohe Zinsen – Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht, aber sie schalten den Verstand aus. Ich habe absolut kein Erbarmen für diese Menschen, die sich mit den Dollarzeichen in den Augen in diesen Unfug gestürzt haben. Jeder kann mal betrogen werden, das ist sicher. Helfen tut meist ein gesundes Misstrauen gegen alles, was mit Banken und Geldanlagen zu tun hat. Die jedenfalls haben ihren Betrug selbst herausgefordert und sind mit offenen Augen in die Falle gegangen, nur um ein paar Cent mehr als die Masse abzugreifen. Das passiert immer wieder im breiten Spektrum von der Butterfahrt bis zu z.B. windigen geschlossenen Fonds.

        1. Ich unterscheide zwischen Zinsgierige Anlegern und gutgläubige Anleger. Beim der ersten Gruppe habe ich kein Mitleid. Bei der zweiten Gruppe mache ich mir das nicht so einfach. Meine Einschätzungen sind dazu dann im dritten Teil zu lesen.

          Außerdem haben wir hier es mit einem Bereich (Ökoenergien) zu tun, die eine gesellschaftliche Zielsetzung beinhaltet. Ökostrom soll/muss ja irgendwann Atom und Kohlestrom am besten gänzlich ersetzten. Da ist es schon ein Unding, dass unter den Augen der verschiedensten Bundesregierungen solche Unternehmen so gedeihen konnten.

          Jetzt gehen Verbraucherschützer gegen Prokon vor
          http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2014-01/verbraucherschuetzer-gericht-prokon

          Und es sind über 1000 Arbeitsplätze in Gefahr… wie gesagt in einer Branche, die langfristig Atom und Kohleenergie (mit) ersetzten soll.

  2. Geschlossene Fonds sind immer schlecht, egal ob grün, gelb oder blau … öko oder blöko … weil sie sich jeder Kontrolle entziehen können.

    Prokon hat zudem massiv Werbung gemacht, allein das ist meist für Fonds ein schlechtes Zeichen.

    1. Ja .. geschlossene Fonds sind mehr als riskant. Auf das Thema Graue Märkte werde ich dann auch noch ausführlicher drauf eingehen (Teil 2 und 3).

      Ja ich glaube auch. Die massive Werbung deutet fast darauf hin, dass dieses Unternehmen neue Liquidität mit neuen Genussrechtsscheinen kompensieren wollte.

      Genussrechte sind deswegen schon problematisch, weil es im Prinzip wie eine „stille Teilhabe“ funktioniert. Ich werde Miteigentümer eines Unternehmens, habe aber weder Stimmrecht noch tieferen Einblick in die Bilanzen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>