1. Anmerkung zum Artikel von Wolfgang J. Koschnick in punkto Euro-Krise

Eigentlich wollte ich die Demokratiekritische Serie von Wolfgang J. Koschnick ursprünglich kommentarlos stehen lassen. Ich bin mit dem Bild was Wolfgnag J. Koschnick  in dieser Serie zeichnet, manchmal sehr skeptisch. Gerade um Meinungsvielfalt zu demonstrieren, habe ich nach Rücksprache mir Sören und Bertram entschieden auf diese Serie aus der Telepolis hinzuweisen.

Allerdings möchte ich das jetzt nicht mehr gänzlich ohne Anmerkungen stehen lassen.
Aufbauend ab Folge 16 wird vom Autor suggeriert, dass die sog. Euro- Krise überwiegend eine Schuldenkrise sein soll. Das ist viel zu einseitig gedacht.
Natürlich ist es auch Politikversagen. Da bin ich Dácord!
Nämlich:
1. Der Euro und die Regeln drum herum waren von Anfang an falsch angelegt.
aber 2
. In erster Linie ist die, in mitten ökonomischer Nachtfrageverwerfungen,  Austeritätspolitiik, insbesondere gelenkt durch die deutsche Administration, schuld an den sozialen Verwerfungen in den Südländern.

An dieser Stelle ist es deshalb wichtig, auf einen wissenschaftlich fundierten Artikel hinzuweisen.

Le Monde 13.09.2013/Ulrike Herrmann:

Die 4 Krisen des Euros

Krise I –   Schuldenkrise
Krise II –  Der Euro ist falsch konstruiert
Krise III – Wettbewerbskrise
Krise VI – Managementkrise
(hwn)

Eines ist klar. in Sache Euro-Krise brauchen wir einen Politikwechsel. Der ist leider nicht in Sicht. Und wahrscheinlich geht dann bald dem Euro in der jetzigen Form das Licht aus….. (hwn)

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2 Kommentare zu “1. Anmerkung zum Artikel von Wolfgang J. Koschnick in punkto Euro-Krise

  1. Sehr geehrter Herr Ludischbo,

    es wäre ein Gebot der Fairness gewesen, wenn Sie mich auf Ihre “Kritik“ an meiner demokratiekritischen Artikelreihe bei Telepolis im Vorhinein aufmerksam gemacht hätten. Dann hätte ich darauf reagieren können. So musste mich erst ein Bekannter darauf aufmerksam machen, der das zufällig gesehen hat. Kein guter Stil.

    Ihre „Kritik“ zeigt, dass Sie die Artikelreihe nicht ordentlich genug gelesen haben; denn dann könnten Sie solchen Unfug nicht behaupten.

    Mein Artikel über die „Euro-Krise“ hat überhaupt nur zwei Themen zum Inhalt:

    (1) Die Einführung des Euro: Die ist bekanntlich durch politische Gremien geschehen. Das zu bezweifeln ist geradezu verwegen. Mit dem weiteren Verlauf der „Euro-Krise“ habe ich mich in dem Artikel aus inhaltlichen Gründen gar nicht beschäftigt. Es geht darin ausschließlich um die völlig verkorkste Einführung des Euro, nicht jedoch darum, dass – wie Sie schreiben – „In erster Linie … die, in mitten ökonomischer Nachtfrageverwerfungen, Austeritätspolitiik, insbesondere gelenkt durch die deutsche Administration, schuld an den sozialen Verwerfungen in den Südländern“ ist. Das gehört nicht in den thematischen Zusammenhang meiner Artikelreihe. Und darüber habe ich kein Wort in der Artikelreihe geschrieben. Schon die Idee, dass man ökonomische Zusammenhänge mit katholischen Begriffen wie „schuld“ begreifen könnte, ist großer Blödsinn. Meine Artikelreihe beschäftigt sich aus wohlerwogenen Gründen an keiner Stelle mit Schuldfragen.

    (2) Im 2. Teil geht es um Fehldarstellung der Politiker: Während die nämlich durch die Einführung des Euro eine eindeutig währungspolitische Maßnahme getroffen haben, laufen die – von links bis rechts und in der Mitte sowieso – durch die Lande und behaupten, die Einführung des Euro sei der Garant von „Frieden und Freiheit in Europa“. Und das ist nachweislich noch größerer Blödsinn.

    Gleich wie: Nirgendwo habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wer schuld an der Euro-Krise ist. Wenn Sie ordentlich gelesen hätten, könnten Sie solch hanebüchenen Unsinn auch nicht behaupten.

    Sicherlich haben Sie aber auch nicht den Anstand, Ihre Fehlbehauptung zu korrigieren. Es ist ja so viel leichter irgendwo draufzuhauen und dann wegzulaufen. Im Straßenverkehr nennt man ein solches Verhalten Fahrerflucht und ahndet es mit empfindlichen Strafen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang J. Koschnick
    Redaktionsbüro KOSCHNICK Editorial Services
    Kapplerbergstraße 68
    78476 Allensbach am Bodensee
    Telefon: 07533/2089
    Telefax: 07533/4228
    E-Mail: Koschnick@t-online.de
    Website: http://www.wolfgang-koschnick.de

    1. Hallo Herr Koschnick,

      das die Einführung des Euros durch politische Gremien entschieden wurden und dadurch der Euro falsch konzeptioniert wurde, habe ich doch gar nicht angezweifelt.

      Ich bin nur der Meinung dass die Eurokrise eben nicht nur eine „Schuldenkrise“ ist.
      Da scheint mir die Analyse von Ulrike Hermann sehr ausbalanciert zu sein.

      Ich habe nicht kritisiert, dass Sie angeblich die Schuldenkrise als Schuldursache ausmachen. Das habe Sie ja auch in der Tat nicht gesagt.

      Ich kritisiere Sätze z.B “ Es gibt keine Euro-Krise, auch wenn er einmal etwas tiefer abdriften sollte.

      Wir haben allerdings eine Schuldenkrise der Staaten der Eurozone. Es geht nicht um die Währung. Es geht um die Verschuldung nahezu aller Demokratien in Europa..“

      Für mich haben z.B solche Aussagen den Eindruck hinterlassen, dass Sie bewusst oder unbewusst die Sog. Eurokrise oder die Probleme rund um den Euro einseitig zur Staatsschuldenkrise erklären wollten.
      Aber wenn ich das falsch verstanden haben sollte (ganz offensichtlich) , bitte ich um Entschuldigung.

      Ansonsten finde ich jetzt nicht, dass ich „draufgehauen habe“

      Allerdings ist mir die Art und Weise wie Sie auf die Politikerklasse „draufhauen“ teilweise zu scharf formuliert. Aber vielleicht müssen auch gewisse Punkte einfach zugespitzt werden, damit sie greifen.

      Im Kern teile ich z.B ihren Kritikansatz an die repräsentative Demokratie.
      Und ich hoffe natürlich, dass das Plädoyer für die direkte Demokratie noch intensiver folgen wird.

      Mit den besten Grüßen

      Marty Ludischbo

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