Berlin streitet weiter

BVG – Jetzt geht es ums Prinzip! IM ÖD Berlin beginnt heute der Arbeitskampf

 
Während verdi, BVG Vorstand und KAW sich eigentlich einig sind, blockiert Finanzsenator Sarrazin, der Aufsichtsratsvorsitzende der BVG, die Tarifeinigung.

Verdi-Berlin ist empört: Auf der Homepage ist zu lesen: Sarrazin will mit dieser Politik der Gewerkschaft, ihren Mitgliedern und den Beschäftigten der BVG ein Lohndiktat aufzwingen und ehrliche Verhandlungen …(….)… Das Vorgehen Sarrazins bedeutet einen Eingriff in die Tarifautonomie. Einen Tarifkonflikt in freien Verhandlungen zu lösen, ist unter diesen Voraussetzungen unmöglich“
Ein Streik steht nun bevor, wenn Sarazzin weiter versucht, die Einigung weg zu diktieren.
Weiter Informationen: http://berlin.verdi.de/
Auf der Homepage des KAV-Berlin sind zu Zeit keine Informationen  zum Tarifkonflikt zu finden.

Presse: Berliner Tagesspiegel 10.04.08

Auch im klassischen Öffentlichen Dienst in Berlin stehen die Zeichen weiter auf Konflikt.
Ab heute beginnen dort die ersten Arbeitskampfmaßnahmen. Pressemitteilung verdi berlin

Presse: Berliner Tagesspiegel 10.04.08 verdi droht mit Dauerstreik

Diskussion im Forum – Politik

2 Kommentare zu “Berlin streitet weiter

  1. Ich komme mal gleich zu meinem Problem:

    Ich halte sowohl die Verhandlungsführung als auch die Streik-und Informationspolitik in Sachen Tarifverhandlungen bei der BVG für beispiellos, im negativen Sinne.
    Ich habe folgenden Eindruck:
    Zuerst wird ersteinmal losgestreikt, anscheinend ohne Konzept, ohne Planung und Organisation und anscheinend ohne klares Ziel (Ich war dabei!).
    Eine Informationspolitik gibt es anscheinend gar nicht erst. Wenn man mal etwas erfährt, dann aus den Medien und das ist sehr dürftig.
    Noch schlimmer ist allerdings, dass nicht auf die Bevölkerung eingegangen wird. Ich bin Altbeschäftigter und stehe nach 90% der Berliner als Überbezahlter BVGer da. Das ist ja wohl nicht richtig, also warum geht verdi nicht mal zur Abwechslung mit Fakten an die Öffentlichkeit? Zu mal ich genau so viel verdiene wie ein Neu-Eingestellter in Meiner Abteilung trotz Sicherungsbetrag!!!
    Und zu guter Letzt: Ich verdiene jetzt 15% weniger (Netto) als 2005. Kein Urlaubsgeld, halbes Weihnachtsgeld, weniger freie Tage und einen Unmöglichen Dienstplan, dank TV-N.
    Selbst die 12 % bzw. min. 250 Euro hätten das nicht ausgeglichen und jetzt geht verdi so weit runter und bekommt noch nicht einmal eine Zusage für dieses Lächerliche Gewerkschaftsabgebot von insgesamt 6,7 %???
    Das ist ja letztendlich nicht einmal die Inflation seit 2005!!!
    Wofür brauche ich bitte so eine Gewerkschaft???!!!

  2. Danke für Ihren Beitrag! Wir würden gerne noch intensiver über den BVG-Konflikt bloggen und berichten. Leider bräuchten wir mehr Tarifinfos zum TVN- Arbeitszeit-Entgeltgruppen etc.

    Zu ihrem Problem! Ich kann das voll und ganz verstehen. Leider ist es in der Tarifpolitik so, dass unter einem Tarifvertrag immer zwei Unterschriften gehören. Ein Tarifdiktat soll es formal nicht geben. Somit ist klar, dass keine Tarifpartei seine Vorstellungen 1:1 durchdrücken kann. Es muss immer einen Kompromiss geben. Alternative wäre kein Tarifvertrag. In wie weit es bei der BVG eine echte tarifliche Parität gibt kann ich aus dem Ruhrgebiet heraus natürlich nicht beurteilen. Ich kenne die Mitgliederzahlen bei verdi leider nicht.
    Es wird bei uns hier oft erzählt, dass die BVG angeblich hoch verschuldet ist. Ist es so? Wie wird die Fremdvergabe geregelt? Beteiligt sich die BVG an Ausschreibungen? Werden die Verkehrsleistungen direkt vergeben?

    Ja: Streiken ohne das Ziel zu kommunizieren ist nicht klug. Aber das Ziel sollte, bei begleitender professioneller Beratung durch die Hauptamtlichen, die Mitglieder festlegen!

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