Satzungsgemäße Zustimmung für BVG/BT Tarifeinigung

magere 34,3 Prozent Zustimmung bei der BVG/BT

Nachtrag zur Tarifeinigung im mehrwöchigen Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben

Die zweite Urabstimmung bei der BVG/BT ist im Mai beendet und die Ergebnisse liegen vor. Demnach haben 34,3 Prozent der Abstimmungsberechtigten für den Abschluss votiert. Damit wurde das erforderliche Quorum von 25 Prozent detlich überschritten. Mit diesem Ergebnis ist der Arbeitskampf bei BVG/BT beendet. So liest sich das auf der offiziellen Internetpräsenz bei verdi-berlin/brandenburg.

Die relativ niedrige Zustimmung sehen die Verdi-Offiziellen in der geringen Wahlbeteiligung, die deutlich unter 60 Prozent lag. Auf der anderen Seite gibt es auch viele kritische Stimmen zum Tarifabschluss , räumen sie allerdings ein.

Der Abschluss umfasst ein Gesamtvolumen von 28,3 Millionen Euro und ermöglicht somit Gehaltssteigerungen von durchschnittlich 4,6 Prozent, wobei die Gehaltssteigerungen für die sogenannten „Neubeschäftigten“ um ca. 40 % höher ausfallen als die für die „Altbeschäftigten“.

Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate. Er beginnt rückwirkend am 1. Januar 2008 und läuft bis zum 31. Dezember 2009. Der Abschluss besteht aus einer Reihe von Einzelbausteinen, zu denen gehört, dass alle Beschäftigten für den Zeitraum Januar bis Juli 2008 eine Einmalzahlung von 500.- Euro erhalten. Ab August 2008 erhalten die Beschäftigten eine monatliche tabellenwirksame Festbetragserhöhung, die zwischen 100 Euro (Neubeschäftigter) und 60 Euro (Altbeschäftigter) gestaffelt sind. Zusätzlich gibt es ab August 2009 eine prozentuale Erhöhung der Einkommen von einem Prozent. Vereinbart wurde, dass die Gewerkschaftsmitglieder Anspruch auf eine einmalige Arbeitszeitgutschrift von 36,5 Stunden haben. Quelle Homepage verdi,de/berlin

Im Umkehrschluss muss natürlich festgehalten werden, dass von allen abgegebenen Stimmen fast 2/3 gegen den Abschluss gestimmt haben. Viele interne Beobachter glauben, dass die sicherlich berechtigten Erwartungshaltungen der verdi-Basis einfach mit der desolaten Berliner Haushaltslage nicht durchsetzbar waren.. Die Forderungen waren, 250 Euro für alle, angepeitscht unter dem Eindruck des GDL-Abschlusses für die Lokführer/Innen, sicherlich nach den jahrelangen Zurückhaltungen subjektiv mehr als berechtigt. Viele Gewerkschafter haben sich vom Rot-Roten Senat erhofft, dass dieser den Abschluss von Bund und Kommunen folgen würden. Vielleicht hat man gedacht, Wowereit holt sich was vom Bund. Naiv dieser Gedanke. Berlin und auch die Verkehrsbetriebe stehen schwierige finanzielle Herausforderungen hervor. Mit oder ohne diesen Abschluss. Bewusst haben beide Tarifparteien das zusätzliche Gesamtvolumen in den Vordergrund gerückt. Wahrscheinlich um zu sagen, wie hoch der Abschluss denn eigentlich ist.

Das Netzwerk-verdi wertet den Abschluss als „miserabel“ und findet das die Urabstimmung „eine Ohrfeige“ für die verdi Spitze ist. Artikel von Rainer Balcerowiak in der jungen Welt Artikel lesen

 

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