Berlin streikt immer noch. Finanzmarktkrise lässt Konflikt verstummen


Immer noch keine Lösung im Berliner Tarifkonflikt!

 Erhebliche Einschränkungen im Berliner ÖD sind seit dem 13. 10.08 an der Tagesordnung. Die Gewerkschaften ver.di, GdP, IG BAU und GEW riefen die Berliner Beschäftigten im gesamten Landesdienst, in allen Bezirksämtern und Senatsverwaltungen, in den Kitaeigenbetrieben und Schulhorten, in den Landesbetrieben, die Lehrkräfte in den Schulen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei und in allen anderen Dienststellen zu ganztägigen Streiks von Montag, dem 13. Oktober bis Donnerstag, 16. Oktober 2008 auf. Die Bürger/Innen in Berlin spüren die Einschränkungen und die Berliner Presseorgane berichten ziemlich schonungslos.

Die eher konservative Morgenpost z.B: „Die Stimmung unter den Bürgern ist sehr aggressiv, sie richtet sich aber vor allem gegen den Senat“, sagte Stefanie Vogelsang (CDU), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in Neukölln. Die Mitarbeiter in den Meldestellen bekommen den Frust der Berliner dennoch täglich zu spüren. „Im Sommer haben wir einen Sicherheitsmann eingestellt, da es tätliche Übergriffe auf Mitarbeiter gab“, sagte Vogelsang. Erst am Montag habe es wieder eine Schlägerei um die Wartezettel gegeben. „  Quelle Berliner Morgenpost

Der Berliner Tagesspiegel berichtet mit von Ulrich Zawatka-Gerlach fast erschreckend einseitig gegen die Streikenden und bezeichnet in einem Kommentar die Streiks mit „Von kühn zu maßlos“

Bei diesem Kommentar wir deutlich, dass sich die Stimmung gegen die Streikenden verändern kann. Die Finanzkrise beherrscht das Thema. Wenn die Banken bald auch dem Landesstaat Berlin keine Kredite mehr gewährt, könnte es eng werden. So hört man es von den Berlinern auf der Straße. Auch wenn dieses doch her unwahrscheinlich klingt, lassen sich auch Zeitungsredakteuren schnell zu dieser These verführen.

Die Gewerkschaften werden froh sein im Bund und Kommunen bereits einen Abschluss getätigt zu haben. Unter dem Eindruck der Finanzkrise werden die Anliegen der Beschäftigtem im ÖD kaum noch öffentlich wahrgenommen. Außer in Berlin. Da boomt das Chaos. Die Tarifparteien sind jetzt endlich geordert eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Anmerkung: Gerne hätten wir an dieser Stelle eine Pressemitteilung vom Senat – Berlin verlinkt. Leider haben wir  keine öffentlichen Erklärungen, die im Internet abrufbar sind, gefunden.

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