Immer noch kein Grenzwert für Uran im Wasser

Alles nur leere Versprechen? fragt die Verbraucherorganisation Foodwatch und startet eine neue Mitmach-Aktion, um Druck auf die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt zu machen. Hintergrund: Letzten Monat einigten sich einigten sich die Minister der Länder und Bundesminister Seehofer auf die Einführung eines Uran-Grenzwertes von 10 Mikrogramm pro Liter für Leitungs- und Mineralwasser!

 Hier das aktuelle Newsletter von Foodwatch

Hinweis DNZS-Redaktion. Die Veröffentlichung von Newslettern hat uns Foodwatch am 29.04.2008 per eMail bis auf Widerruf genehmigt. Marty Ludischbo, Herausgeber „Die Netzschau“

Hallo und guten Tag,

ist die Ankündigung eines Uran-Grenzwertes für Trinkwasser nur ein leeres Versprechen der Politik gewesen, um Verbraucher ruhig zu stellen? Im August 2008 hatte foodwatch Messergebnisse für den Urangehalt im Trinkwasser veröffentlicht. Unser wichtigstes Lebensmittel ist in manchen Gegenden Deutschlands in bedenklichen Konzentrationen mit dem giftigen Schwermetall verunreinigt. Die öffentliche Resonanz auf die Rechercheergebnisse von foodwatch war enorm. So enorm, dass das zuständige Bundesgesundheitsministerium zwei Tage nach Bekanntgabe der Uran-Werte die schnelle Einführung eines Uran-Grenzwertes versprach. Mitarbeiter von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bestätigten foodwatch noch Anfang September: Der Grenzwert für Uran kommt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, hieß es seinerzeit, solle der Entwurf für eine entsprechende Änderung der Trinkwasserverordnung präsentiert werden.

Und heute? Fehlanzeige. Noch immer werden Bürger täglich unnötig hohen Uran-Belastungen ausgesetzt. Und das Ministerium schaut weiterhin zu. Denn auch drei Monate nach der vollmundigen Ankündigung gibt es weder einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser, noch sind die Behörden in irgendeiner Art und Weise verpflichtet, regelmäßig Uran-Messungen vorzunehmen oder Bürger über erhöhte Uran-Werte zu informieren.

War die Ankündigung des Ministeriums also bloßer Aktionismus, um verunsicherte Bürger ruhig zu stellen, dem aber keine Taten folgen? Lassen Sie sich das nicht gefallen. Schreiben Sie jetzt an Ulla Schmidt und fordern Sie die Bundesgesundheitsministerin auf, Ihr Versprechen einzulösen und Ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. Nehmen Sie an der Mitmach-Aktion von foodwatch für einen Uran-Grenzwert teil unter:
http://www.foodwatch.de/e10/e2569/e4650/

Klicken Sie sich rein,

das foodwatch-Team

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