Mit Suggestiv-Umfragen gegen Kinderschänder

Artikelempfehlung: 20.05.2009 zeit-online.de Kai Biermann: 90& gegen Netzsperren

Dieser lesenswerte Artikel zeichnet eine grundlegende Problematik:
Mit Suggestiv-Umfragen wird Politik und Meinungsbildung betrieben

Dank suggestiver Fragen kann viel belegt werden, auch, dass eine Mehrheit Netzsperren befürwortet. Werden die Fragen anders formuliert, ist das Ergebnis genau umgekehrt findet Kai Biermann.

Und das völlig zurecht. Wenn es darum geht gegen Schwertverbrecher, wie Kinderschänder ,vorzugehen sollte konsequent die Sache im Auge behalten werden. Das hat die Familienministerin wohl nicht immer getan. Das jetzt per Gesetz bzw Vertrag mit den Anbietern von Internetdienstleistungen, User die auf  Kinderpornographischen Seiten klicken, zu sperren, brachte ihr den Namen Zensursula ein. Die Internetgemeinde machte Front gegen die Ministerin. Petitionen und andere Netzaktivitäten waren vorauszusehen. Basta… Die Netzsperren kommen und schließlich sind 92% dafür. Löschen statt sperren wollen aber andere. Und das ist ja eigentlich auch der vernünftigste Ansatz.
Was bringen Sperren, wenn die verbrecherischen Seiten Online bleiben?

Keine Diskussionen mit Hilfe von Suggestivumfragen!
Keine Diskussion mehr. Das Volk hat sich zu fügen. Und damit jeder auch dafür ist, arbeitet man mit Umfragen. Suggestiv Umfragen. Das Ergebnis liegt damit schon fest. Eine andere Suggestivumfrage belegt jetzt aber, dass, wenn man die Frage nur anders stellt plötzlich 90& dagegen sind.

Was lehrt uns das?
Es kann doch nicht sein, dass bei einem so wichtigen Thema, nämlich der Schutz unserer Kinder, eine bestmögliche Vorgehensweise durch Suggestivumfragen auch noch vermieden werden. Sperren? Frau Lvon der Leyen!… Damit schützen sie doch nicht die Kinder. Die Inhalte bleiben Online. Und somit  schaffen sie neue Herausforderungen für Hacker, die bald intelligenten Tools  etwickeln werden, um die Sperren zu umgehen.
Machen Sie keine Politik mit Suggestivumfragen und setzten sie sich mit betroffene, Internetus
er/Innen und Petitionsaktivist/Innen nocheimal zusammen und suchen nach vernünftigere Lösungen!

3 Kommentare zu “Mit Suggestiv-Umfragen gegen Kinderschänder

  1. „Und somit schaffen sie neue Herausforderungen für Hacker, die bald intelligenten Tools etwickeln werden, um die Sperren zu umgehen.“

    Kontraproduktive Darstellung. Internetaktivisten als Piraten, Freischärler und Gesetzesbrecher. So erklärt man keinem Otto-Normal-User das Anliegen der Bürgerrechtler…

    1. Hallo Besucher!
      Damit wollte ich auf keinen all Internetaktivisten als Piraten oder sonstiges darstellen. Ganz im Gegenteil. Es war aber auch, bei aller geschätzten Sympatie, auch nicht meine Absicht, gänzlich die Anliegen der Bürgerrechtler/Innen herauszustellen. Damit unsere Leser/Innen aber weiter recherchieren können habe ich entsprechende externe Seiten verlinkt. Da sind die Anliegen der Bürgerrechtler/Innen gut dargestellt.

      Mir ging es in erster Linie darum, klar zu machen, dass Umfragen mit Suggestiv-Charackter, Einfluss auf die Meinungsbildung haben, die Gesetzesvorhaben oder Staatsaktivitäten begleiten.
      Und dass bei einem so wichtigen Thema, wie der Schutz für unsere Kinder ! Das finde ich mehr als bedauerlich!

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