Soziale Komponente gegen Leistungsorientierung

Die kommunalen Arbeitgeberverbände haben nun auch eine Nacht geschlafen und haben in ihrer Tarifinfo durchaus ein lautes Jammern losgetreten. Zumindest verzichteten T.Böhle und seine Verhandlungsgruppe auf die polemische Rhetorik des Bundesinnenministers, der es wohl medienwirksamer hielt die Beschäftigten als „maßlos“ zu schelten. Es wird aber nun deutlicher, um was es geht
Die Kommunen sind finanziell angeschlagen. Das kann ja auch nun wirklich keiner beschreiten. Aber u.a deshalb, weil sie steuerpolitisch von den anderen staatlichen Institutionen ausgehungert werden.  Besonders überzeugende Lösungen  fällt ihnen aber denn nicht ein.

„Angesichts überaus enger finanzieller Handlungsspielräume muss gerade im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise sichtbar gemacht werden, dass die Leistung des Einzelnen honoriert wird. „ Quelle VKA Tarifinfo 2010

Heißt: Die VKA will mehr „Leistungsorientierung“. Dabei haben Betriebs und Personalräte den Arbeitgebern hingewiesen, dass das in den meisten Bereichen nicht messbar ist. Diese Haltung macht eine Lösung natürlich schwierig.
Die Gewerkschaften setzten auf eine soziale Komponente.
Heißt: Die unteren Einkommensgruppen sollen die Gewinner der Tarifrunde im Zeichen der Krise sein. Das würde sich durch einen Sockelbetrag umsetzen lassen. Dadurch würden prozentual die unteren Entgeltgruppen mehr bekommen, als die oberen Gruppen und der Abstand zwischen den Entgeltgruppen würde sich vermindern. Das ist auch völlig vernünftig, um die Kaufkraft der unteren Beschäftigungsgruppen zu stärken.

Der Tarifkonflikt 2010 : Soziale Komponente (Stärkung der unteren Einkommensgruppen, sowie Weiterentwicklung der Altersteilzeit)  gegen Leistungsbelohnung einzelner Beschäftigungsgruppen.

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