Tarifrunde 2010 – Ausblick und Fakten (1)

Die Tarifbewegungen im Krisen Jahr 2010 haben begonnen. Während der Öffentliche Dienst in die Schichtung gegangen ist, hat die größte Einzelgewerkschaft der Welt, die IG Metall, mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Tarifbezirk NRW für die Metall und Elektroindustrie einen Pilotabschluss erzielt. Die Spartengewerkschaft Cockpit (VC) organisiert einen großangelegten Pilotenstreik bei der Lufthansa, der aber vorerst ausgesetzt wurde.  weiterlesen

9 Kommentare zu “Tarifrunde 2010 – Ausblick und Fakten (1)

  1. ja mich ärgern einige sachen

    wenn ich schon an die forderungen
    des öffentlichen dienstes denke

    5prozent mehr haha
    die verdienen ja auch so wenig
    und haben so unmenschliche arbeitsbedingungen
    (würde die vielen krankentage erklären)

    während viele andere (hier im osten)
    bei 6euro netto rumhängen und null kündigungsschutz
    in kleinbetrieben rumhängen

    fordern diese priveligierten menschen
    noch mehr

    das bekomm ich hassgefühle
    wenn sie dann mit trillerpfeife rumlaufen

    sollen sie doch mal die einkommen offenlegen
    dann bin ich sehr gespannt
    wer das für zu wenig hält

      1. da steht aber nicht warum!

        z.b durch teilzeit oder weil sie sich in ausbildung befinden
        oder einfach nur viele kinder haben

        ich glaube nicht das ein öffentlich beschäftigter
        nur 359euro plus einer miete von 300euro verdient

        ich verweise auf fast jeder andere branche (osten)
        handel,gastronomie
        da ist die quote erheblich höher

        warum haben sie dann angst vor privatisierungen
        weil sie immer noch in einem kuscheligen biotop
        namens staats / kommunaldienst leben

        das fängt an bei arbeitssachen
        pausenregelungen weihnachtsgeld undsoweiter,undsoweiter

        ich würde wirklich empfehlen
        den verdienst von öffentlich zu privat zu vergleichen

        1. Die Öffentliche Dienst hingt seit 2010 hinter der Einkommensentwicklung gegenüber der Industrie und des Baugewerbes hinterher.
          http://tarifpolitik-oed.blog.de/2010/01/04/fast-10-weniger-reallohnzuwachs-gegenueber-industrie-7659636/

          Außerdem erinnere ich daran, dass durch den TVÖD und Spartentarifverträge Nahverkehr und Versorgungsbetriebe mit den öffentlichen Arbeitgebern Absenkungstarifverträge vereinbart wurden.

          Natürlich würde sich der Lohndruck durch Privatisierungen vergrößern. Das ist aber doch völlig legitim, dass sich die Beschäftigten dagegen wehren.

          Außerdem bringen uns Neid und Missgunst-Diskussionen nicht weiter. Wir können doch nicht argumentieren: Im Niedriglohnsektor werden Ausbeuterlöhne bezahlt und um das erträglicher zu machen dürfen anderer Branchen nicht für Lohnerhöhungen kämpfen. Diese Logik erschließt sich mir irgendwie nicht ?

          Stattdessen sollten wir für alle gemeinsam kämpfen, damit höherer Löhne in Gaststätten, Hotelgewerbe, Leiharbeit etc. bezahlt werden, von denen die Menschen auch leben können. Oder nicht?

          1. solidarität hab ich von den öffentlich bediensteten
            noch nicht erfahren

            sie setzen knallhart ihre interessen durch

            haben nen relativ sicheren job
            kein schlechtes einkommen

            und meißten gute arbeitsbedingungen

            großzügige vorruhestandsregelungen
            und zusatzversorgungen

            wovon andere nur träumen können

            also könnten sie durchaus solidarität üben
            wenigsten mit einer nullrunde

            aber selbst das…

            ist zuviel verlangt!!!

            sie erwarten noch solidarität
            von denen ,die weniger haben

            die müssen ja den ganzen zauber bezahlen

          2. Was hat eine Nullrunde mit Solidarität zu tun? Dadurch steigen die Löhne im Niedriglohnsektor nicht. Jetzt gibt es ja einen Abschluss mit minimalen Lohnerhöhungen. Eine kräftige Lohnerhöhung wäre aber besser gewesen um Nachfrageimpusle zu setzten. Der ÖD ist einer der wenigen Branchen wo das möglich gewesen wäre, auch mit Schulden. In meinen Beitrag will ich darauf aufmerksam machen wie wichtig die Lohnpolitik für die Binnennachfrage und für das Konsumklima ist. Wenn die Nachfrage zurück geht, dann konsumieren auch weniger Menschen in Waren und Dienstleistungen.
            Ein Beispiel: Gaststätten.
            Die Menschen treffen sich dann lieber daheim, statt z.B in Bochum ins Bermuda zu gehen. Folge. Umsatzeinbußen für die Gastwirte. Die Kellner/Innen werden entweder entlassen oder müssen auf Lohn verzichten. Und so geht dann die Spirale nach unten. Dieser Zusammenhänge sind zu betrachten. Einen Wettlauf nach unten hilft keinen.

            weitere Beispiel können jetzt genannt werden. Kino, Kultur etc….. Wie soll sich eine florierende Binnenwirtschaft entwickeln, wenn alle auf Lohn verzichten?

          3. klar
            alle bleiben bei niedriglöhnen
            und der öffentliche dienst

            lacht sich kaputt

            außerdem zahlen das alle durch höhere gebühren
            im kommunalen bereich

            lass mich raten
            du bist höchstwahrscheinlich nicht im niedriglohnsektor
            beschäftigt?

            das du für schulden plädierst
            für eine ohnehin schon priviligierte branche

            solidarität heißt für mich
            das alle etwas bekommen
            oder gar keiner

          4. Das die Busfahrer/Innen und Krankenpfleger/Innen nicht unbedingt zu den privilegierten gehören habe ich denke ich klar gemacht. Sie gehören sicherlich auch nicht zu den unterprivilegierten. Das ist richtig.

            Solidarität heißt für mich in erster Linie Verbundenheit. Zu kämpfen für eine gemeinsame Sache für Ideen. Solidarität muss erkämpft werden. Aufzugeben ist das Ende der Solidarität. Neid und Missgunst ist die Zerstörung einer Verbundenheit. Sie wird geleitet und geschürt von der Macht der anderen. Aber wir müssen uns nicht gegenseitig ausspielen lassen. Wenn du den oberen Beitrag lesen würdest, dann könntest du feststellen, dass ich und die meisten meiner Freunde und Netzwerkpartner/Innen für eine Verbesserung des Niedriglohnsektor sind. Sie sind bereit nach Lösungen zu suchen, nicht nach Gründe um Lösungen zu verhindern.
            Solidarität heißt für mich nicht: „alle oder gar keiner“. Das ist schlicht albern.Sorry! Wo soll man da ansetzen. Tarifpolitik ist Verteilungskampf. Die Arbeitgeber rücken doch nicht freiwillig die Kohle raus. Wenn die Metaller oder andere, auch die Beschäftigten im OED auf Geld verzichten bekommen es doch nicht die Niedrieglöhner, sondern die Anteilseigner und Kapitaleigner. Glaubst du wirklich, dass sie es dann dem Niedriglohnsektor zur Verfügung stellen?
            Auch im OED nicht. Dann würden die kommunalen Fantasten eher das Geld für unsinnige Kirchtumsprojekte ausgeben. Außerdem ist die chronische Unterfinanzierung der Kommunen nicht gottgegeben, sondern politisch gewollt.

            Aber zurück zum Thema.
            ja ich plädierte in diesem Fall auch für Schulden. Warum… Das kann von Heusinger besser erklären. (siehe Link im Artikel.)
            In meinem Beitrag ging es um Lohnpolitik und Wirtschaftspolitik. Wenn Bsirske sagt. „Sozial ist das was Kaufkraft schafft“..dann hatte er recht. (auch wenn es Teil einer Kampagne war) Nur geschafft wurde das mit dem Abschluss im OED allerdings nicht.

            Ohne Kaufkraft werden die Unternehmen weniger Umsätze machen. Ohne Umsätze schlechte Gewinnaussichten, schlechte Aussichten für ihrer Unternehmerlöhne oder ihre Kapitaleinkommen. Sie werden dann weitere Lohnkürzungen fordern. Das ist der fatale Kreislauf. Das ist Verteilungskampf.

  2. Mal bedenken: öffentl. Dienst heisst nicht das es nur um priviligierte Beamte geht. Nein….es geht auch um viele Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Schon mal nachgesehen was man da verdient???

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