ELENA und das Zuspätkommen der Bürgerrechtler! ..und die Verweigerung der Mainstream-Medien

Kommen die Datenschützer eigentlich immer zu spät? Diese Frage habe ich letzte Woche im Politik Blog auf Sticky-Post gesetzt. Hintergrund ist die Sammelklage gegen ELENA
Ich bin der Meinung, dass dieser Vorwurf mir grundsätzlich etwas unberechtigt scheint. Die Krittik, auch an ELENA, fand doch auch im Vorfeld nicht den Zugang in den Relevanten Medien.

Mein Netzwerkpartner Muskelkater stellte zurecht fest, dass man diese Frage durchaus erweitern kann.

Seine Sichtweise:
Denn diese Frage kann man erweitern, indem man statt „Datenrechtler“ einfach folgende einsetzt:

Bürgerrechtler, Natur- und Umweltschützer, Tierschützer, Artenschutzrechtler, Kinderschützer, Tropenschützer, Klimaschützer, Menschenrechtler allgemein und weitere.

Dabei kann das Wort „fast“ getrost gestrichen werden. Denn was heute schützenswert ist und was an vorderster Stelle des Rechts steht, ist das Kapital. Einzig und allein das Kapital braucht keine Rechtfertigung, braucht kein Gericht, um es zu verteidigen. Alles andere steht nur an zweiter oder dritter Stelle, wenn es überhaupt wo steht….
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Meine Antwort:

Ja das stimmt schon. Diese Frage kann man in der Tat erweitern. Es stimmt. Und meine Antwort darauf ist denn auch dieselbe… Bewusstseinsbildung findet natürlich auch oder gerade über Meinungsbildung statt. Interessen und Ansichten gegenüber zustellen, auch in den Header, ist Aufgabe der veröffentlichten Meinung. Es gibt gute Journalisten, auch in den Mainstream, die das machen. Aber sie landen meistens nicht auf den Titelseiten. Das ist das Problem.
Heißt. Machtlose Interessen sind formal machtlos. Aber durch das Internet ist zumindest möglich durch Gegenkampagnen Einfluss auf Korrekturen zu nehmen. Aber es reicht natürlich nicht aus um rechtzeitig zu kommen. Eine bittere Erkenntnis. Aber auch motivierend weiterzumachen.
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5 Kommentare zu “ELENA und das Zuspätkommen der Bürgerrechtler! ..und die Verweigerung der Mainstream-Medien

  1. Die Massenmedien verweigern sich dem, was in Arbeit ausarten könnte. Warum soll man über Elena berichten, wenn man davon ausgeht, das liest eh keiner. Ich habe viele Leute nach elena befragt, ich habe keinen getroffen, der davon etwas wusste.
    Sie wollen es gar nicht wissen ! Der Hunger darauf, hinter die Dinge zu schauen, ist im Konsumrausch verlorengegangen.
    Sie wollen es auch nicht wissen, dass man etwas tun kann.
    Sie wollen einfach nur meckern und Recht behalten, dass die Politiker uns sowieso belügen.

    1. Ja das ist wohl wahr. Leider: So nach dem Motto „Ich habe doch nix zu verbergen?“

      Aber es gibt noch genügend Menschen, die das Thema Datenschutz in die Öffentlichkeitsarbeit und sich, berechtigt oder nicht, mit Hilfe neuer Medien und des Rechtsstaates dagegen wehren.

  2. Es gab mehr als genug Reportagen auf den öffentlichen rechtlichen Sendern über das Thema ELENA. Ich hab das Gefühl, das die Leute sich jeder Aufnahme von Informationen über dieses Verfahren verweigern.

  3. Hmm… genug ist Relativ. Es wurde berichtet. Ja. aber erst nach dem die gegenveröffentlichte Meinung durchgedrungen war..wo es schon fast zu spät war/ist..

    OK.. Kann sein, dass viele sich verweigern… Wie gesagt… Viele sind sorglos im Umgang mit ihren persönlichen Daten. Und weil wir alle nur Menschen sind muss ich sagen, dass auch ich mich erst sehr Spät rund um das Thema Datenschutz sensibilisiert habe…

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