Apple – Krititk angebracht, trotz Überholspur

Jetzt ist es angerichtet. Microsoft ist entthront. Apple übernimmt. Dass oder so ähnlich wird momentan in der IT und Wirtschaftspresse -Presse vordergründig herausgeschrieben.
Aber wer ist Apple?
Ist Apple wirklich nur das heiß begehrte, einfach bedienbare, Produkt, dass ich die Verbraucher schon immer gewünscht haben?

Die Marktideologen werden natürlich sagen. „Ja und der Markt, die Börse hat das so entschieden.“ Der Kurs der Apple-Aktie schloss am Mittwoch bei 244,05 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von 222 Milliarden Dollar entspricht – der Aktienkurs von Microsoft lag bei 25,01 Dollar, was 219 Milliarden Dollar entspricht. (1)

Das I : Das gehört dir nicht! Haben wir uns auch bei aller Apple Hystrerie auch die Nachteile und Gefahren mal angeschaut?
Trendy, das IPhone. Telefonieren, mailen,surfen, navigieren und grenzenlos Musik nutzen. Ja, einfach bedienbar. Das macht nicht nur die Jugendliche närrisch. Auch ihre Eltern, die sich ja schon von den Junioren die Vorteile des I-Pod erklären ließen. Jetzt ist er da, der Appel Hype.
Der Elektrische Reporter titelte letztes Jahr: 
„Digitale Entmündigung. Was Dir gehört, gehört Dir nicht
(link)

Für Apples iPhone gibt es Unmengen nützlicher Zusatzprogramme, geschrieben von Profi- und Hobby-Programmierern in aller Welt. Aber welche die Kunden letztlich auf ihrem Telefon installieren dürfen, entscheiden nicht sie, sondern Apple. Passt dem Hersteller ein Programm nicht, bekommt es keine Zulassung fürs iPhone. „Für die Sicherheit der Kunden“, argumentiert Apple. „Zur Sicherung von Apples Geschäftsinteressen“, meinen Kritiker, denen solche geschlossenen Systeme ein Dorn im Auge sind.“ Quelle:

Sicherheit! Das ist natürlich fast ein Totschlagargument. Das gefällt uns Verbraucher. Natürlich! 
Für Tüftler ist Apple also ohnhin keine langfristige Bereicherung:
Und deshalb resümierte der E-Reporter:

„Kritiker warnen deshalb vor einer digitalen Entmündigung der Verbraucher. Und manche befürchten das verheerende Ende der kreativen Computer-Tüftel-Kultur, wenn Basteleien nur noch mit dem Segen des Herstellers möglich sind.“

Microsoft dankt als Feind ab
In der Taz hat sich Julia Seeliger diese Woche über Apple ausgelassen.
Der alte Feind, Microsoft, ist erledigt. Er, der Konzern war ohnhin eine leichte Beute für Freie-Software-Aktivisten. „Sie hatten mit dem bösen Buben Bill leichtes Spiel.“ meint Julia Seeliger. (2)
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Aber stimmt. Wenn ich es mir recht überlege haben wir doch alle irgendwie Frieden mit Billy Boy geschlossen. Gerade wir, die breite Usernutzer-Masse und eher ahnungslos, sind natürlich in einer gewissen akzeptierten genehmen Windowsabhängigleit geraten. Und jetzt kommt Apple daher und übernimmt die Markführerschaft. Einfach, toll, trendy, übersichtlich. 
Alles in allem: Benutzerfreundlich. Auch das erkennt Julia Seeliger an. Trotzdem sagt sie:

.….Apple ist wie Heroin. Apples Welt: glückliche, entmündigte Konsumenten, beschützt von den weißen Brüdern iPod, iBook, iPhone und iPad. Undurchschaubar, unfehlbar. Apple sagt: „Ihr braucht kein Flash“ .. und die Nutzer konsumieren nur noch das, was ohne Flash funktioniert. Apple sagt: „Das sollst du nur auf meiner Hardware abspielen“.. dann kaufen die Menschen eben einen neuen iPod….. Quelle:

Die, die nicht ahnungslos im Netz herum schweben setzten ohnhin weiter auf Ubunto . Da wir sicherlich Apple nicht viel ändern. Außer dass die sich natürlich sehr geschickt Open Source Produkte gewinnbringend genutzt haben. Ich kann mir schon vorstellen, dass viele in der Open Source Bewegung da sehr kritisch mit umgehen.

Was wäre wenn….. Apple den überwiegenden Markt erobert?
Auch ich habe noch viel Fragen:

Angenommen Apple kontrolliert irgendwann mal 80% des Marktes.
Bestimmt Apple dann den Alltag im Netz? 
Sagt dann Apple, was wir im Netz nutzen dürfen und was nicht? 
Welchen Einfluss hat das auf die Informationsfreiheit?
Ist das nicht auch das Ende der kostenlosen bzw. kostengünstigen Informationsbeschaffung?

Ich glaube die Verlage stehen schon Schlange. Vielleicht können Springer,WAZ Mediengruppe und CO mit einer Apple Kooperation endlich Gewinne im Online-Bereich erzielen? Das wird dann nach und nach das Ende der freien Netzverfügbarkeit bedeuten. Auch wir, die Netzschau verlinken ausgewählte Informationen die die Verlage mittlerweile sogar  recht Interaktiv, natürlich mit Werbung, für die Userschaft kostenlos ins Netz stellen.  Das machen wir um Diskussionen voranzutreiben. Aber wir Blogger haben durch unsere Medienbeobachtung auch einen neue Kontrollfunktion. Die vierte Macht wird kontrolliert? Gegenöffentlichkeit ist möglich geworden. OK ich mag übertreiben. Aber ein kleine Revolution ist das schon. 
Und weiter: Freie Software. Open Source. Das Internet und das End to End Prinzip. Was für eine Wissensbereicherung!

Mit Apples neuer Macht könnte das vielleicht bald vorbei sein. Es sei denn, Steve Jobs passt es gerade mal!
Oder ist das alles übertrieben?
Vielleicht, aber:
Sozial Software und das Web 2.0 sind wie Stefan Krempel es sagt: „Innovative Bausteine für eine kritische Netzöffentlichkeit.“ (3) Das kann aber nur funktionieren, wenn die Hardware die entsprechenden Installationen auch zulässt. Und zwar bedingungslos!

Auf in ein neue schöne Welt!

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Quellen:

(1)
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5huDv5MnNxJJyZQFvjvcMmch1xYyg

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-ueberholt-Microsoft-im-Boersenwert-1008781.html

(2)
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/der-neue-feind

(3) – Die Wunder bare Wissensvermehrung – heise Verlag S.168

Blog von Julia Seeliger: http://julia-seeliger.de/

Ein Kommentar zu “Apple – Krititk angebracht, trotz Überholspur

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