Verantwortungslose deutsche Wirtschaftslenker

Über die Jubelzeremonien in den Medien über den „Wirtschaftsboom“ in Deutschland, der in Wahrheit ein Bomm einiger Exportunternehmen ist, habe ich mich ja bereits ausgelassen.

Derzeit darf man den Eindruck gewinnen, das Warnungen wie immer ignoriert werden und vor lauter Jubelorgien verstummen alle die, die über eine nachhaltig andere Wirtschaftspolitik nachdenken möchten.

Mit Harald Schumann, allerdings (im positiven Sinne)ein üblicher Verdächtiger, vom Berliner Tagesspiegel habe ich aber noch einen renommierten Wirtschaftsexperten gefunden, der das ganze Jubelecho ebenso fragwürdig findet. Und 95 Kommentare scheinen zumindest zu belegen, dass der eine oder andere sich tatsächlich gedanken macht.

Vor diesem Hintergrund ist es verantwortungslos, wenn Deutschlands Wirtschaftslenker in den Unternehmen und der Bundesregierung an der extremen Exportabhängigkeit der deutschen Ökonomie festhalten. Sie ist keineswegs allein Ausdruck der Überlegenheit deutscher Produkte, sondern vor allem eine Folge der Lohndrückerei, die – anders als in den meisten anderen europäischen Ländern – den Arbeitnehmern seit mehr als einem Jahrzehnt ihren Anteil am Zuwachs der Produktivität vorenthält….
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/meinung/nach-der-krise-ist-vor-der-krise/1897634.html“

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