Google und seine Suche nach den Strassen…

…setzt eigentlich nur noch etwas obenauf. Schon lange geht die Furcht um wegen zuviel Daten im Netz. Meine Bekannten finde ich kaum noch, fast alle haben Hinweise auf sich gelöscht. Einer davon war früher stolz auf die Art Haus in dem er wohnte, ein Foto war auf seiner Site zu finden, seine Kinder lachten einen an. Nun ist alles weg, und es findet sich nichts mehr.

Die Angst geht um, davor, dass der Staat mitliest, die Geheimdienste – und diese Angst ist oft gerade bei den harmlosen und anständigen Bürgern vorhanden, die nichts ausgefressen haben, und nie auffallen. Seltsam ist das manchmal – doch wenn dann ins Bewusstsein dringt, dass wir immer ungeschützter werden, dann wird es verständlicher.

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Die Menschen wollen davon laufen, virtuell, um wenigstens noch ein wenig Anonymität zu haben, in einer Welt, die den durchsichtigen Menschen will. Auch wenn der Googlechef bis jetzt Anonymität nicht gut findet, gibt es Situationen im Leben, in denen sie angebracht sein kann – und das auch im Net. Wenn der Googlechef keine Bedenken hat, dann kann er sich glücklich schätzen, derlei Situationen nie kennengelernt zu haben.

Wenn es bei den Strassen bleiben würde, wäre ja nichts einzuwenden, aber das tut es nicht. Wenn Daten verknüpft werden können, wird das auch getan – wenn die Begehrlichkeit nach umfassenden Nutzerdaten vorhanden ist, wird dieser auch stattgegeben. Google bietet gute Dienste an, die meistens auch funktionieren. Das ist gut, aber wenn der Preis dafür sein soll, dass die Nutzer sich quasi bis auf die Privatsphäre entblössen sollen, was ihre Daten angeht, ist dieser zu hoch.

Allerdings ist zu befürchten, dass letztendlich der Staat dafür sorgen wird, dass es so kommt, auch ohne Google. Schliesslich wandern unsere Bankdaten ja schon über den „grossen Teich“. Einverstanden sind die Menschen häufig nicht damit, aber sie werden gar nicht gefragt.

Es geht also auch die eigene Beteiligung daran, dass die Daten von irgendwoher weiter wandern und offen gelegt werden, ohne, dass wir auch nur ein Bit davon mitbekommen. Dagegen hilft es dann nicht, die Daten im Net zu löschen, und den Browser ohne Google zu verwenden und zu anonymisieren. Genau das ist das Fatale an der Datengeschichte, und das Tor ist längst aufgestossen, ob uns das nun passt oder nicht.

Wir können nur versuchen, uns weiter dagegen zu wehren.

Ein Kommentar zu “Google und seine Suche nach den Strassen…

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