Stahlabschluss 2010 – 3,6% mehr und ein ein kleiner Lichtblick für die Leiharbeiter/Innen

stahl BDA und Zeitarbeitsunternehmen machen Front gegen Stahlabschluss. 3,6% mehr und geplante tarifliche Gleischstellung für die Leiharbeiter/Innen.

Die 85.000 Beschäftigten der Stahlindustrie von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen erhalten ab 1. Oktober 3,6 Prozent höhere Einkommen; für diesen Monat, September, gibt es 150 Euro mehr. Ab Januar 2011 haben die Leiharbeitnehmer in der Stahlbranche Anspruch auf gleiches Geld für gleiche Arbeit. Darauf verständigten sich IG Metall und Arbeitgeberverband in der vergangenen Nacht in Düsseldorf.

Die Auszubildenden erhalten überproportional mehr: Die Ausbildungsvergütungen steigen um 40 Euro. Dieser Tarifvertrag gilt bis Ende Oktober 2011.

Ab Januar 2011 haben die Leiharbeitnehmer in der Stahlbranche Anspruch auf gleiches Geld für gleiche Arbeit. Damit hat die IG Metall erstmals eine „Fairness-Garantie“ zugunsten der Leiharbeitnehmer per Flächentarifvertrag durchgesetzt. IG Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer Oliver Burkhard sieht darin „eine Ermutigung auf dem Weg, mit Arbeitsverhältnissen zweiter Klasse überall Schluss zu machen“. (1)

Der Verband der Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) kritisierte das Vorgehen der Gewerkschaft dagegen als Eingriff in bestehende Tarifverträge. Ähnlich äußerte sich auch BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner: „Das ist rechtlich und vor allem tarifpolitisch fragwürdig“, sagte er Reuters. Ein Sprecher der IG Metall wies die Kritik umgehend zurück. Die Stahlarbeitgeber müssten nun Verträge mit den Zeitarbeitsfirmen aushandeln, die gleiche Löhne sichern würden. Es gebe bereits Hausverträge bei einzelnen Firmen der Branche, die dies regelten. Werde letztlich nicht sichergestellt, dass Leiharbeiter gleiches Geld für gleiche Arbeit erhielten, müssten diese sich an die Stahlunternehmen wenden und dort ihre Ansprüche geltend machen. (2)

Quelle:
Pressemitteilung IG Metall vom 30.10.2010
Reuters vom 30.09.2010

Foto: Lizenz:

Netzschauartikel zum Thema: Expansive Lohnpolitik…. Alles guckt auf die Stahlindustrie

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