Ungemütlich! Egal: Wir haben weiter Hoffnung!

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir haben ein aufregendes ungemütliches Jahr hinter uns gebracht.. Jetzt ist es Ruhr rein-Rhein raus auch noch draußen DNZS WGnass, regnerisch und kalt.
Nach der NSA Affäre und -update- nach den neuesten Enthüllungen (hwn)-fragen wir uns alle: Endet die Hoffnung auf Meinungsvielfalt, die wir mit dem Internet gesehen haben, in einer digitalen Diktatur? (Bsp)
Und was macht Deutschland dagegen?
Die GroKo will die ausgesetzte Vorratsdatenspeicherung wieder einführen. Bravo. da war die Empörung der Politikerelite aus CDU/CSU/SPD wieder einmal nur gespielt!
Es wird bei diesem Thema wohl noch richtig ungemütlich.

Apropos GroKo. Sie ist jetzt im Amt. Unternehmensverbände warnen vor sozialen Wohltaten. Die alter Laier: Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit steht auf dem Spiel. Schwer zu ertragen, denn diese Aussage ist kein Weihnachtsscherz.
Da werden minimalste Verbesserungsvorschläge schon als Wohltaten bezeichnet. Zumal der Mindestlohn soll flächendeckend erst 2017 kommen. Die CSU fordert jetzt schon Ausnahmen.
Und eine Frage , meine Damen und Herren von der GroKo haben wir jetzt schon! Wer kontrolliert eigentlich, dass der Mindestlohn auch tatsächlich bezahlt wird ???…(wenn er denn kommt) … und was ist wenn nicht? Gibt es dann empfindliche Strafen für die nicht zahlenden Betriebe?- Oder müssen die betroffenen abhängig Beschäftigten sich von Fall zu Fall ihr Recht gerichtlich erstreiten? 
Also von wegen Wohltaten. Für viele Menschen bleibt es wohl auch 2014 ungemütlich und ungewiss.

Dabei wollten die meisten Deutschen wohl ein christlich- sozialdemokratische Bündnis. 
Ein „Weiter so “ in Europa mit minimalsten sozialen Verbesserungen haben sie gewählt. Viele dachten wohl, es wird jetzt doch gemütlich. Fragt sich nur für wen? Für die Armen in Europa, insbesondere in Spanien, Griechenland und Portugal wird dieses „Weiter so“ noch mehr Kälte bringen. 

Ein Politikwechsel in Europa ist leider nicht in Sicht.

Aber lassen Sie sich nicht von diesem Beitrag herunter ziehen.  
Bleiben Sie mutig und lassen sich sich bitte nicht die Hoffnung nehmen. Denn dann hätten wir alles verloren.

Wir ziehen uns  jetzt erstmal zurück und werden ab Ende Januar wieder mit Ihnen netzschauen

Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und einen guten Rutsch in das Jahr 2014

Marty Ludischbo, Sörern Kater  & Bertram Rabe
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PS:
Auch die Bloggemeinschaft Aufwärts verabschiedet sich mit dem letzten Monatsartikel dieses Jahres (hwn)

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Lohnpolitik im Schatten der Eurokrise – Eine große Herausforderung für die Gewerkschaften

Was haben die nächsten Tarifrunden mit der Eurokrise zu tun? Sehr viel. …….!

Teil1

Vor dem Hintergrund des in Deutschland nicht ausgeschöpften Verteilungsspielraumes und der auseinanderlaufenden Lohnentwicklung in Europa haben u.a wir den Vorschlag  einen europäischen Lohnkoordinierungsplan von der der Ökonomin Friederike Spieker, vorgestellt.

Das halten such wir für wichtig, um die wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Euroraum entgeweiterlesengenzuwirken.

Teil 1 – veröffentlicht im Wirtschafts-Blog

Teil 2

Die neue wirtschaftliche Vernunft!

Warum der Arbeitsmark ordnungspolitisch verändert werden muss!
Warum die Gewerkschaften unterstützt werden sollten und warum nicht alles über die Tarifpolitik korrigiert werden kann.
Warum wir Wettbewerb über Qualität, statt Wettbewerb um die geringsten Lohnkosten brauchen.
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Teil 2 veröffentlicht im Politik-Blog

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Vorsicht Rutschgefahr-Die Neztschau 2012

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie haben eine gutes Jahresende erlebt. Bei uns im Ruhrgebiet war es nass, kalt und regnerisch glitschig, sodass einige tatsächlich einer erheblichen Rutschgefahr ausgesetzt waren. Und einige haben sich dann auch wirklich auf die Nase gelegt.

Mit Rutschgefahren haben wir in 2012 wahrscheinlich insgesamt zu rechnen.
Viele Baustellen und Herausforderungen warten auf uns.

Deshalb werden wir zu bestimmten Themen, nach Lust und Zeit, natürlich auch weiterhin mit Hinweisen und eigenen Einlassungen in der Netzschau begleiten.

1. Die sog. Eurokrise
Die sog. Eurokrise, die nicht durch eine Staatsschuldenkrise ausgelöst wurde, sondern durch Spekulationen, Krisenkosten von 2007 und die anhaltenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte (Zinsen, Inflation, Lohnentwicklung) und somit eigentlich eine Politik und Bankenkrise ist, wird uns wohl noch ganz schön ins Rutschen bringen. Auch weil die Kanzlerin und ihre Berater-/innen offenbar die eigentlichen Ursachen nicht erkannt haben. Mit einer „Sparunion“, ich sage „Kürzungsunion“ wird unsere gemeinsame Währung und das gemeinsame Europa kaum zu retten sein .

Rutschgefahrenstufe: sehr hoch

2. Tarifbewegungen
Direkt verbunden mit der sog. Eurokrise ist die Lohnentwicklung in Deutschland. Auch dieses Jahr stehen Tarifbewegungen an, in der Metall- und Elektroindustrie, in den Verkehrsbranchen und im Öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften mobilisieren. Aber sie haben viel zu verlieren. Viele Arbeitnehmer/Innen mussten 2011 Reallohnverluste hinnehmen. Hier erwarten viele ein Nachschlag. Durch die Kürzungsunion von Merkozy droht allerdings in ganz Europa eine Rezession.

Rutschgefahrenstufe: hoch


3. Arbeitsmarkt
Die Tarifpolitik alleine kann einen Beitrag für die Bewältigung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte leisten.
Wichtiger ist aber, dass der Arbeitsmarkt zurück reguliert wird.

Beim Thema Leiharbeit wurden zwar minimale kleine Schritte in 2011 gegangen, aber: Das reicht aber nicht. Gleiche Arbeit, gleiches Geld ist noch lange nicht durchgesetzt.
Viel Schlimmer: Der Virus Werkvertrag breitet sich immer weiter aus.

Überhaupt ist das Thema „Fremdvergabe“ ein Riesenthema. Schon in den neunziger Jahren haben Firmen angefangen, bestimmte Leistungen an Dienstleistungsunternehmen zu vergeben. Denken wir an die Reinigungskräfte, Sicherheitsdienste und Pförtnereien oder an Linienfremdvergaben im Öffentlichen Nahverkehr, die heute fast allesamt im Niedriglohnsektor arbeiten müssen.
Heute ist das schon betriebliche Praxis und immer mehr Unternehmensberater empfehlen Personalchefs mehr auf Werkverträge, auch in der Produktion, zu setzen. Die Betriebsräte sind oft außen vor, weil solche Verträge als Sachkosten in den Bilanzen auftaucht.
Die IG Metall verspricht, sich dem Thema Werkvertrag anzunehmen. „Arbeiten am Rand“ heißt das Titelthema in der metall-zeitung (Jan-2012)

Diese Beispiele zeigen:
Nur wenn die Politik hier wieder zurück reguliert, wird es möglich sein, den Arbeitsmarkt neu zu ordnen.
Und natürlich gehören dazu auch die Zumutbarkeitsreglungen für Arbeitssuchende. Die Verpflichtung, dass quasi unter bestimmten Voraussetzungen jeder jeden Job annehmen muss, forcierte die Lohnspirale nach unten.
Als Alternative zur Grundsicherung haben die Piraten ein sog. bedingungsloses Grundeinkommen beschlossen.
Auch wenn ich beim Thema bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) sehr skeptisch bin: Ein Wegfall der Bedarfsprüfung finde ich schon nachdenkenswert.
Das spart Bürokratiekosten und nimmt den Druck, zu niedrigsten Löhnen arbeiten zu müssen.

Rutschgefahrenstufe: mittel Warum? irgendwie scheinen viele mit ihrem Zustand zufrieden zu sein. Erstaunlich!


4. Post-Privacy
Eine neue Bewegung im Internet, die den klassischen Datenschutz und die Privatsphäre in Frage stellen. Das ist für viele Kram aus dem vor-digitalen Zeitalter. Die Flucht in die Öffentlichkeit und gegenseitige Transparenz scheint für dieses Menschen wünschenswert zu sein.
Ja, Transparenz müssen der Staat und unsere gewählten Amtsträger sein. Aber müssen es auch die Bürgerinnen sein? Und dazu noch freiwillig?
Ich denke gerade an James Dean. Ein Film aus dem vor digitalen Zeitalter: „Denn sie wissen nicht was sie tun“

Rutschgefahrenstufe: mittel-hoch

5. weitere Themen
Und natürlich werden wir immer wieder über Lobbyismus-mehr Demokratie, Datensammelwut und politische Transparenz berichten.
Und natürlich werden wir weiterhin das bedrohliche Treiben am rechten Rand beobachten. Dazu gehört aber auch die zwielichtige Rolle der Verfassungsschutzbehörden.

Rutschgefahrenstufe: mittel-sehr hoch

6. Netzwerk
Wir die Netzschau, hatten uns vor knapp 2 Jahren dem Blogger Netzwerk „Blognetz-online“ angeschlossen. Hier werden wir zusammen mit mehreren Bloggerinnen und Bloggern andere Wege gehen müssen. Das heutige Netzwerk steht wegen persönlicher Differenzen vor dem Zerfall. Ich werde dazu nicht viel sagen: Denn ich finde: Private Äußerungen und Diskussionen aus netzwerkinternen Mailinglisten gehören nicht morgen in einem Blog veröffentlicht. Daran werden wir uns halten. Außerdem kann es manchmal gesund sein, getrennt zu gehen, um dann wieder inhaltlich gemeinsam zuschlagen zu können.
Und mit dem Willen für Meinungsvielfalt, Datenschutz und soziale Fortschritte einzutreten werden wir versuchen, Blogger-/innen und Blogleser-/innen eine neue Netzwerkarbeit anzubieten. Hier bitten wir aber um etwas Geduld.

Rutschgefahrenstufe: niedrig


7. Serie Meinungsvielfalt in Blogs.
Eine Artikelserie, die ich mit meinen Mitblogger Bertam zu Ende schreiben möchte. Und dieses Jahr soll sie fertig werden.
Bertraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaam. Wo bist du?

Rutschgefahrenstufe: ganz niedrig


Wir haben uns insgesamt viel vorgenommen.
Aber wir bloggen immer nur dann, wenn wir auch Zeit haben. Seien Sie uns nicht böse, wenn wir mal schweigen. Schweigen kann Zustimmung oder Missbilligung bedeuten. Schweigen hier ist leider der begrenzten Zeit geschuldet. Gerne würden wir zu vielen noch mehr unseren Senf abgeben, aber Familie, Beruf und unsere politische Arbeit vor Ort haben ein gewisse höhere Priorität. Ich bitte da um Nachsicht.

Bis dahin verbleiben wir mit der Hoffnung auf spannende Diskussionen in unseren Blogs. Und passen Sie auf. Es wird wohl rutschig bleiben. Bleiben sie Optimistisch. Sonst rutschen sie bestimmt mehrmals aus!

Ein frohes neue Jahr, trotzdem

Beste Grüße
Marty Ludischbo

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Die CDU und geplante Geschenke für Zeitarbeitsfirmen

Es war ein klares Urteil. Das BAG hatte letztes Jahr festgestellt, dass die christliche Gewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig ist. Sie haben mit den Zeitarbeitsfirmen Gefälligkeitstarifverträge abgeschlossen und somit die Löhne noch weiter nach unten gedrückt.
Nach dem Urteil gegen die CGZP müssen sie nun nachträglich Löhne und Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wenn diese eingefordert werden. Davor will der Wirtschaftsflügel der Union sie bewahren und ihrer Klientel ein schönes Weihnachtsgeschenk bescheren.weiterlesen
 Das Geschenk nennt sich:  Amnestie für Zeitarbeitsfirmen.

Das konnten die betroffenen Arbeitgeber doch nicht wissen, hörte man innerhalb der Union., dass das BAG so urteilen würde………..

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CDU Wirtschaftsflügel will Zeitarbeitsfirmen froh bescheren

Es war ein klares Urteil. Das BAG hatte letztes Jahr festgestellt, dass die christliche Gewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig ist. Sie haben mit den Zeitarbeitsfirmen Gefälligkeitstarifverträge abgeschlossen und somit die Löhne noch weiter nach unten gedrückt.
Nach dem Urteil gegen die CGZP müssen sie nun nachträglich Löhne und Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wenn diese eingefordert werden. Davor will der Wirtschaftsflügel der Union sie bewahren und ihrer Klientel ein schönes Weihnachtsgeschenk bescheren.  Das Geschenk nennt sich:  Amnestie für Zeitarbeitsfirmen.

Das konnten die betroffenen Arbeitgeber doch nicht wissen, hörte man innerhalb der Union., dass das BAG so urteilen würde.

Unternehmen dürften nicht „dafür bestraft werden, dass sie Tarifverträge eingehalten haben“, zitiert die Frankfurter Rundschau den stellvertretenden Vorsitzenden der Unions-Fraktion, Michael Fuchs.
Dem widerspricht der Peter Schüren, Arbeitsrechtsprofessor an der Uni Münster. Dass die CGZP nach deutscher Rechtsprechung keine Gewerkschaft sei, hätten die Unternehmen schon vor Jahren erkennen können. Schließlich habe die Organisation offensichtlich Tarifverträge nach Wunsch der Arbeitgeber abgeschlossen.

Quelle:  Leiharbeit fair gestalten

Schöne Bescherung!
Vor allem ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Arbeitnehmer, die durch solch eine Amnestie verlieren würden.
Arbeiteber und Scheingewerkschaften, die Hand in Hand das Niedriglohndelta noch weiter nach unten drücken gehören vom Markt..

Ein weiteres Problem. Um Lohnkosten unten zu halten haben Unternehmen längst ein neues Virus verbreitet.
Virus Werkvertrag

Frohe Weihnachten

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neueste Netschauartikel

logo(Hinweis) Marty LudischboFDP nur noch „Sonstige“


logo(Wirtschaft) Bertram Rabe Virus Werkvertrag Lohndumping ist Methode geworden. Das wissen wir nicht erst seit der Jahrtausendwende. Das Klima der Angst, dass durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Zeitvertrweiterlesenäge und Leiharbeit geschaffen wurde ist allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenwärtig. Jetzt kommt noch ein zusätzliches Problem. Ein alter schlummernder Virus, der sich rasant zu verbreiten scheint. Der Werkvertrag. ………….

logo(Politik) Marty LudischboDer rosarote Hintermann geht zur EZB J ürgen Strack legt angweiterleseneblich aus „persönlichen Gründen“ sein Amt bei der EZB nieder. Jörg Asmussen (SPD) ), als Staatssekretär jahrelanger Strippenzieher hinter Finanzminister Eichel ,Steinbrück und Schäuble, wird vom letzteren zur EZB gelobt. Die Euroländer werden ihn wohl mittragen. ………..

logo(Hinweis) Marty LudischboDer Commentarist ist wieder online Einige Monate ist es nun her, dass der Commentarist seinweiterlesen Angebot vom vom Netz nehmen musste. Damals zwangen einige Verlagshäuser das Medienprojekt zur vorübergehende Aufgabe….

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Gemeinschaftsartikel: Virus Werkvertrag

Also ich bin froh, dass mein Kumpel Bertram, Rabe wieder in der Netzschau etwas mitmischen wird. Beruflich war er wegen einer aufwendigen Weiterbildung zeitlich sehr eingeschränkt. Leider wird sich daran auch nicht viel ändern. Beruf geht nunmal vor Bloggen. Ist halt so!

Wir eine Art Gemeinschaftsartikel geschrieben. Den Text hat Bertam geschrieben und ich habe im Text die Links gesetzt.

Das war mal eine schöne und angenehme Arbeitsteilung 😉

Hier unser Artikel im Wirtschaftsblog: Virus Werkvertrag

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Virus Werkvertrag

Text Bertram Rabe – Linksetzung Marty Ludischbo
Lohndumping ist Methode geworden. Das wissen wir nicht erst seit der Jahrtausendwende.
Das Klima der Angst, dass durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Zeitverträge und Leiharbeit geschaffen wurde ist allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenwärtig. Jetzt kommt noch ein zusätzliches Problem.  Ein alter schlummernder Virus, der sich rasant zu verbreiten scheint. Der Werkvertrag.

Mit einem Werkvertrag verkaufen Unternehmen Arbeiten an Subunternehmern. Werkverträge sind schon lange im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert. Für Kleinunternehmen, die nicht immer in der Lage sind große  Auftragsvolumen selber zu lieferm sind Werkverträge auch notwendig.
BSP
:
Ein Handwerksbetrieb erhält einen Auftrag für eine Kernsanierung eines Hauses. Die meisten Dienstleistungen erbringt die Fa. selber. Die Elektrik übernimmt aber eine andere Firma, weil die Firma nur einen hauseigenen Elektriker angestellt hat. Hier könnte ein Werkvertrag für diese Firma nützlich sein.
Allerdings darf er nicht dazu geeignet sein, Löhne zu drücken. Deshalb sind die Grenzen zwischen Sinn und Missbrauch sehr schwammig. So werden mit Subunternehmen Werkverträge geschlossen, um an Lohnkosten zu sparen, indem sie zwar Dienstleistungen selber erbringen könnten, diese aber auslagern, um Lohnkosten zu sparen.
BSP
: Ein Einzelhandelsunternehmen zahlt  einen bestimmten festgelegten Preis an eine Service Firma, um eine Regalfront mit einem bestimmten Artikelsortiment aufzufüllen. Je weniger solche „Service Firmen“ an gängigen Tarifverträge gebunden sind (im schlimmsten Fall sind sie gar nicht tarifgebunden)  , desto niedriger der Preis.

Warum werden Werkverträge immer beliebter.
Viele Arbeitgeber nutzen Werkverträge gerne:
1. können sie dieses ohne Zustimmung eines Betriebsrates tun.
2. könne sie Lohnkosten senken,..
3.… ohne, dass dies in der Bilanz unter „Personalkosten auftauchen“.   Diese Kosten weren unter „Sachkosten“ gebucht. 
Der Unternehmer ist erstmal nicht verpflichtet die Arbeitnehmervertretung über Sachkosten zu informieren.
Dadurch halten sie bei den Betriebsräten die Personalkosten künstlich hoch, obwohl sie niedrieger sind, wenn man die Sachkosten mit Werkverträgen mitberechnen würde.  Das ist dann aus Sicht der Arbeitgeber gut, wenn sie bei den Betriebsräten „Leiharbeit“ nach Arbeitnehmerüberlassungsgesetz erpressen wollen.

Tipps für  Betriebsräte

Die Grenze zwischen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (Leiharbeit) und Werkverträgen ist oft undurchsichtig.
Die IG Metall hat den alten Virus unter die Lupe genommen. Diese info-Broschüre ist für die alltägliche Arbeit von Betriebsräten sehr nützlich.

„Erst Leiharbeit nun Werkverträge“

Medien erkennen so langsam die Problematik
Die Taz und sogar die Zeit haben  sich dem Thema angenommen. Darin werden auch Firmen genannt, die sehr gerne mit Werkverträgen Lohnkosten senken.

Noch scheint das Thema Werkverträge nicht als Instrument der Lohndruckerei wahrgenommen zu werden. Dabei schlummert der Virus schon lange nicht mehr. Er ist aktiv. Der Arbeitsmarkt ist schon längst infiziert. Der Ruf nach gesetzlichen Reglungen ist somit rational begründet.

weitere Artkel zum Thema folgen
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Gesetzliche Grundlage – Werkvertrag – (§§ 631-651 BGB)

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Wachstum mit Leiharbeit

Beschäftigungszuwachs 2010 zu großen Teilen von Zeitarbeit getragen

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.270 vom 19.07.2011

WIESBADEN – Die Zahl der atypisch Beschäftigten stieg im Jahr 2010 auf 7,84 Millionen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhte sie sich nach Ergebnissen des Mikrozensus gegenüber 2009 um 243 000 Personen. Die Zahl der abhängig Beschäftigten insgesamt nahm zwischen 2009 und 2010 um 322 000 auf 30,90 Millionen zu. Damit trug die atypische Beschäftigung gut 75% zum Gesamtwachstum der Zahl abhängig Beschäftigter zwischen 2009 und 2010 bei. Die Zunahme atypischer Beschäftigung ist wiederum hauptsächlich auf den Zuwachs von Personen in Zeitarbeitsverhältnissen zurückzuführen: Ihre Zahl wuchs von 2009 bis 2010 um 182 000. Damit trug die Zeitarbeit allein zu deutlich mehr als der Hälfte (57%) des gesamten Beschäftigungsanstieges bei und erreichte 2010 mit 742 000 einen neuen Höchststand.  weiterlesen

Die Mitteilung zeigt, dass der sog. Beschäftigungsboom, großteils durch „kostengünstige“ Leiharbeit erzielt wurde.

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blognetz-onlineArtikel aus dem Netzwerk zum Thema Aufschwung

von Martha Brauch: Aufschwung durch Erpressung?


 

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Nicht unter 3..es sind immer noch fast 4 Mio Menschen ohne Arbeit

„Aufschwung, Aufschwung. Alle Profitieren und sogar die Arbeitslosenzahlen sinken erheblich“. Das hört man so Ruhr rein, Rhein raus. Vor einem Jahr haben sogar die relevanten Meinungsmedien wenigstens mal die genauen Arbeitslosenzahlen Banner Blog wirtschaft u Marktveröffentlicht. Jetzt haben sie es aufgegeben und feiern die sog. magische unter „3 Mio. Grenze“
Die genauen Arbeitslosenzahlen lt.Arge ergeben aber ein anderes Bild:
Offizielle Arbeitslosenzahl + nicht gezählte Arbeitslosen = Menschen ohne Arbeit lt Arge.
dazukommen auch noch selbständige Aufstocker, die von der Arge als sog. Unterbeschäftigte bezeichnet werden.

Und da sind wir wieder bei fast 4 Millionen…Dunkelziffer nicht mitberechnet.


Netzschauen Sie im Wirtschafts-Blog!

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