"Gehirnwäsche" geht weiter. Denkfabriken helfen rechtspopulistischen Vizekanzler

Die Kampagne des rechts-populistischen Vizekanzler Westerwelle (FDP) gegen die Bezieher/Innen von sozialen Transferleistungen bekommt immer mehr Unterstützung aus einflussreichen Think Tanks (Denkfabriken). Der Bevölkerung soll klar gemacht werden wie sehr das Lohnabstandsgebot (Abstand zwischen soziale Transferleistungen und Erwerbsarbeit) auf unterstem Niveaus gestaltet werden muss.

NachDenkSeiten

Die Angst die Löhne aus Erwerbsarbeit könnten durch höhere Sozialleistungen steigen, gefällt den wirtschaftsnahen Denkfabriken gar nicht.
Gut, dass es noch alternative Medien gibt. Wieder einmal sind es die NachDenkSeiten und Wolfgang Lieb, die diese „Gehirnwäsche“ mal auflisten. Am Ende des Artikel sind dann auch mal alle Nebenverdienste von Guido Westerwelle aufgelistet. lesen, ausdrucken und weiterempfehlen

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Effektiv-Verdienste trotz tarifliche Reallohnsteigerungen gesunken

Der Schein trügt. Auf dem Papier sind die monatlichen Tarifverdienste der Arbeitnehmer/Innen Lt Statistischen Bundesamt, Pressemitteilung Nr.038 vom 29.01.2010, real um ca. 2,4 %gestiegen. Was kaum in Statistiken auftaucht, ist der sog. Effektivlohn . Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) ging in ihrer Pressemitteilung vom 21.01. da etwas redaktioneller ein. Die tarifliche Reallohnsteigerung beträgt demnach im Durchschnitt 2,2 &. Der Effektivlohn, also der tatsächlich gezahlter Verdienst, fiel sehr viel geringer auf.
Zitat:

„Bei den effektiven Bruttoeinkommen sieht die Entwicklung dagegen völlig anders aus: Je Arbeitnehmer/in sind sie im vergangenen Jahr nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Das Jahr 2009 war damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Beschäftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Die wichtigste Ursache dafür ist die Kurzarbeit, aber auch Abstriche beim Entgelt, zum Beispiel durch die Nutzung von tariflichen Öffnungsklauseln, spielten eine Rolle.“

Quelle: Tarifliche Reallohnsteigerungen, aber sinkende Effektivverdienste, Tariflöhne und -gehälter: 2009 ein Plus von 2,6 Prozent. PM WSI vom 201.01.2010

Der neue Innenminister Thomas de Maizière behauptete am Rande der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst, dass das Realeinkommen 2009 1,9 Prozent gesunken. Damit meint er wohl die Einkommen aller Arbeitnehmer/Innen, die nach und nicht nach Tarifvertrag entlohnt werden. Stellt am diese Behauptung mit der Statistik des WSI und des St. Bundesamtes gegenüber muss man feststellen, dass Beschäftigte, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, besser gestellt sind.

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Welt kriegt Angst-Hartz4 Sozialromantikeralarm

von Netzwerpartner Eifelphilosoph Quelle

Gleich Montag Morgen mit einer schlechten Nachricht zu beginnen, kann einem die ganze Woche vermiesen, aber da kann ja die Nachricht nichts für. Sie liegt einfach auf dem Tisch und ich kann nicht umhin sie wahrzunehmen weil schon der Titel viel Erheiterung verspricht:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5799419/Die-Hartz-IV-Sozialromantiker-sind-gefaehrlich.html

Jetzt haben wir außer dem Sturm Daisy, der Schweinegrippe und den Taliban noch ein Angstgespenst in Deutschland: die Sozialromantiker. Schönes Wort eigentlich … und schon im Kern sehr böse. Was wäre denn dann das lobenswerte Gegenteil – was natürlich nicht ausgesprochen wird aber oft schon im Vorfeld die Marschrichtung bestimmt und die Denkrichtung des Schreibers entlarvt:  (mehr …)

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5 Jahre Hartz 4 – Eine Bilanz

Vote: yigglogonewArtikelempfehlung: 05.01.2010 – NachDenkSeiten Pof. Dr. Christoph Butterwege „Titel: Eine kritische Bilanz von Hartz IV fünf Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1.1.2005″

Die sog. Hartz-Gesetze, vor allem das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene vierte als ihr unrühmlicher Höhepunkt, sind Kernbestandteil eines Projekts zur Restrukturierung der Gesellschaft, das die ganze Architektur und die innere Konstruktionslogik des bisherigen Sozialstaates in Frage stellt. Es ging dabei nicht bloß um Leistungskürzungen in einem Schlüsselbereich des sozialen Sicherungssystems, vielmehr um einen Paradigmawechsel, anders formuliert: um eine gesellschaftliche Richtungsentscheidung, die das Gesicht der Bundesrepublik seither prägt. Die rot-grüne, durch eine Mehrheit der damaligen Oppositionsparteien CDU/CSU und FDP im Bundesrat und die Kompromissbereitschaft der Regierungsparteien radikalisierte Arbeitsmarktreform hat unser Land so tiefgreifend verändert, dass es kaum übertrieben erscheint, von der „Hartz-IV-Republik“ oder der „Hartz-IV-Gesellschaft“ zu sprechen  weiterlesen Nachdenkseiten

Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Zuletzt ist sein Buch „Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird“ (Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2009) erschienen.

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Jahr 2009: Weniger Erwerbstätige, mehr Erwerbslose als im Vorjahr

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes 
(unkommentiert) Nr. 1 vom 04.01.2010

WIESBADEN – Im Durchschnitt des Jahres 2009 waren nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 40,15 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Dies entspricht einer Abnahme um 72 000 Personen oder 0,2% gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2008. Damit ist die Erwerbstätigenzahl, die im Jahr 2008 mit 40,22 Millionen noch einen Höchststand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, im Vorjahresvergleich erstmals seit 2005 wieder gesunken. (mehr …)

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Effektiv-Verdienste trotz tarifliche Reallohnsteigerungen gesunken

Der Schein trügt. Auf dem Papier sind die monatlichen Tarifverdienste der Arbeitnehmer/Innen Lt Statistischen Bundesamt, Pressemitteilung Nr.038 vom 29.01.2010, real um ca. 2,4 %gestiegen. Was kaum in Statistiken auftaucht, ist der sog. Effektivlohn . Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) ging in ihrer Pressemitteilung vom 21.01. da etwas redaktioneller ein. Die tarifliche Reallohnsteigerung beträgt demnach im Durchschnitt 2,2 &. Der Effektivlohn, also der tatsächlich gezahlter Verdienst, fiel sehr viel geringer auf.
Zitat:

„Bei den effektiven Bruttoeinkommen sieht die Entwicklung dagegen völlig anders aus: Je Arbeitnehmer/in sind sie im vergangenen Jahr nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Das Jahr 2009 war damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Beschäftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Die wichtigste Ursache dafür ist die Kurzarbeit, aber auch Abstriche beim Entgelt, zum Beispiel durch die Nutzung von tariflichen Öffnungsklauseln, spielten eine Rolle.“

Quelle: Tarifliche Reallohnsteigerungen, aber sinkende Effektivverdienste, Tariflöhne und -gehälter: 2009 ein Plus von 2,6 Prozent. PM WSI vom 201.01.2010

Der neue Innenminister Thomas de Maizière behauptete am Rande der Tarifverhandlungen  im Öffentlichen Dienst, dass das Realeinkommen  2009 1,9 Prozent gesunken.  Damit meint er wohl die Einkommen aller Arbeitnehmer/Innen, die nach und nicht nach Tarifvertrag entlohnt werden.  Stellt am diese Behauptung mit der Statistik des WSI und des St. Bundesamtes gegenüber muss man feststellen, dass Beschäftigte, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, besser gestellt sind.

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DGB: 20 Jahre nach dem Mauerfall: Deutscher Arbeitsmarkt ist noch immer geteilt

(DGB) Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die alten Grenzen noch sichtbar, wie eine DGB-Studie zeigt. Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in West und Ost getrennt. In den neuen Bundesländern gibt es fast doppelt so viele Arbeitslose wie im Westen, deutlich größer ist die Zahl der 1-Euro-Jobber und Hartz-IV-Empfänger. Jetzt sind Investitionen in Bildung, Forschung, Gesundheit und Soziales nötig, um Perspektiven zu schaffen, sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Abwarten hieße, „die heute Betroffenen im Stich zu lassen – und zwar auf lange Sicht.“ .………..weiterlesen

DGB Studien:
Der Arbeitsmarkt im Osten: Beschäftigung und Einkommen
Arbeitslosigkeit und Hartz 4

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Einige Tarifbeschäftigte gewinnen ungewollt in der Krise

DNZS Logo35Trotz Rückgang der Wirtschaftsleistung ging die Zahl der Erwerbstätigen nur um knapp 0,4% zurück. In einigen Branchen profitieren tarifbeschäftigte Arbeitnehmer paradoxerweise z.Z sogar mit leichten Reallohnzuwächsen. Erst durch die deflationäre Preisentwicklungen durch die Krise konnten zumindestens einige Tarifbeschäftigten nach einer langen Durststrecke wieder leichte Reallohnzugewinne in Folge erlangen. Quelle: In den allgemeinen Reallohnberechnungen werden die Steuerprogression nicht berücksichtigt.

weitere Daten vom statistischen Bundesamt:


Erwerbstätigenanzahl Juli 2009

Mach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 40 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einer
Abnahme um 150 000 Personen (- 0,4%). Ganze PM vom Statistischen Bundesamtes

Bruttoinnlandprodukt 2. Quartal 2009
Anders als im Vorquartalsvergleich ist das preisbereinigte BIP im  Vorjahresvergleich deutlich gesunken: es war im zweiten Quartal 2009 um  7,1% niedriger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Das war der stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal seit dem Vorliegen  vierteljährlicher BIP-Zahlen ab dem Jahr 1970. ausführliche PM des Statistischen Bundesamtes

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März 2009: Erstmals seit Februar 2006 weniger Erwerbstätige als im Vorjahr

Pressemitteilung Nr.165 vom 30.04.2009 des Statistischen Bundesamtes
Ilo Arbeitsmarktstatistik
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WIESBADEN – Die Erwerbstätigenzahl in Deutschland hat im März 2009 erstmals seit langem wieder unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats gelegen. Wie vorläufige Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergeben, waren in diesem Monat 39,89 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einer Abnahme um 46 000 Personen (– 0,1%). Das letzte Mal war die Erwerbstätigenzahl im Februar 2006 im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig gewesen. (mehr …)

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