Ärzte haben gewonnen.

Die goßen Gewinner der Tarifrunde 2010 sind die Ärzte und Ärztinnen. Mit einem Kraftakt endet die Tarifauseinandersetzung für die
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. In den frühen Morgenstunden des 9. Juni 2010 haben sich VKA und Marburger Bund auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Ärzte erhalten ab dem 1. Mai 2010 ein lineares Gehaltsplus von zwei Prozent sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro. Zusätzlich steigt die Bezahlung von Bereitschaftsdienst und Nachtarbeit um 20 bis 26 Prozent. (1)

Die Arbeitgeber finden den Abschluss grenzwertig. Der Marburger Bund „ist ganz zufrieden“

Der Konflikt zeigt aber die Macht der gut organisierten Spartengewerkschaften. Sie sind in der Lage auch bei schwieriger Haushaltslage für ihr Klientel gute Abschlüsse zu erzielen. Es reichten dafür nur wenige Streiktage aus. Man muss es aber sagen. Auf Kosten der anderen Beschäftigungsgruppen. (mehr …)

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verdi.Tarifkommission billigt Tarifkompromiss

Am heutigen Freitag stimmte die Bundestarifkommission von ver.di auf ihrer Sitzung in Berlin dem Verhandlungsergebnis vom 27. Februar 2010 mit großer Mehrheit zu. Von den 79 anwesenden Mitgliedern des Gremiums stimmten für die Annahme 62, sechs enthielten sich, elf stimmten dagegen.
Zuvor wurde ein Stimmungsbild bei den Mitgliedern eingeholt, dass lt. verdi Satzung für die Tarifkommission nicht bindend ist. Demnach entscheidet über die Annahme von Tarifabschlüssen alleine die Bundestarifkommission. Somit endet die Lohn und Gehaltsrunde 2010 für den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. (TVÖD)

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VKA:" Ärzte-Gehälter sollen nicht stärker steigen als die Gehälter der anderen Krankenhaus-Beschäftigten "

Frankfurt am Main (VKA). In den Tarifverhandlungen für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern haben die Arbeitgeber die Größenordnung für eine Tarifeinigung vorgestellt und dem Marburger Bund ein entsprechendes Papier übergeben. Hierin heißt es wörtlich: Die VKA schlägt „eine Tarifeinigung vor, die sich im Volumen und in der Struktur an dem Tarifabschluss für die rund 350.00 nichtärztlichen Beschäftigten in kommunalen Krankenhäusern vom 27. Februar 2010 orientiert. (mehr …)

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Tarifeinigung im Wortlaut

Die Tarifparteien haben weitestgehend die Schlichtungsempfehlung übernommen.
2416851_0ccb65d903_l Hier das erziehlte Verhandlungsergebnis

Noch müssen aber die verdi Mitglieder entscheiden, ob sie das Ergebnis annehmen wollen.
„Die endgültige Entscheidung über das Tarifergebnis haben jetzt die Beschäftigten selbst“, so Verhandlungsführer Frank Bsirske. Ver.di wird dazu in den nächsten Wochen eine Mitgliederbefragung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen durchführen. Der Vorsitzende des Beamtenbundes Stöhr forderte die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 360.000 Beamten des Bundes. „Erst mit der Gleichbehandlung der Beamtinnen und Beamten wird diese Einkommensrunde zu einem gerechten Abschluss gebracht. Abschmelzungen oder Verzögerungen bei einer entsprechenden Regelung für den Beamtenbereich sind für uns nicht akzeptabel.“

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Schlichter: Löhne sollen minimal steigen

Tabellenwirksam 1,64% – Mit Einmalzahlung ca: 2,11% –  Azubis nur ca. 1,89 %

Velen/Kreis Borken. Nach knapp einwöchiger Schlichtung in den Tarifverhandlungen von Bund und Kommunen haben die beiden Schlichter, Prof. Georg Milbradt und Dr. Herbert Schmalstieg, gestern ihre Einigungsempfehlung vorgestellt.

Im einzelnen empfehlen die Schlichter folgende Entgelterhöhung:
* ab 01.01.2010 – 1,2%
* ab 01.01.2011  -0,6%
* ab 01.08.2011  -0,5%
* Einmalzahlung 2011, 240 Euro, 50 Euro Auszubildende
* Weiterentwicklung der Leistungsorientierung in 4 Schritten von 1% auf 2%

* Die zum 31.12.2009 ausgelaufene Übernahmereglung für Auszubildende (unter bestimmten 
Vorraussetzungen 12 Monate) wird weitestgehend verlängert.
* Außerdem soll Altersteilzeit ab 60 Jahre möglich werden.

Laufzeit 26 Monate

Tabellenwirksam gerechnet:
Hoch gerechnet auf die 26 Monate Laufzeit bedeutet die Lohnerhöhung tabellenwirksam ohne Einmalzahlung eine lineare Lohnerhöhung von 1,64 % . Eine Inflationsrate (Preissteigerung) auf die 26 Monate durchschnittlich, geschätzt, von 1,1 % würden die Löhne auf die vereinbarte Laufzeit berechnet real nur 0,54% steigen. Sollte allerdings die Preise in den 26 Monaten stärkere steigen würde diese Empfehlung ein Brutto-Reallohnverlust bedeuten.

Beschäftigte, die von den Leistungsentgelten profitieren, kommen demnach nominal tabellewirksam auf ca. 2,05%
(real: ca. 0,95 %)

mit Einmalzahlung gerechnet:
Bei einem Brutto-Einkommen von 2000 Euro würde die Lohnerhöhung allerdings nominal ca. 2,11% steigen (real bei o.g Annahmen ca. 1%), wenn man die einmalige Zahlung 2011 mit hineinberechnet. Die Auszubildenden müssen sich (berechnet 3. Ausbildungsjahr) nominal mit 1,89 % zufrieden geben.
Beschäftigte, die von den Leistungsentgelten profitieren, kommen nominal tabellewirksam auf ca.2,52% (real: ca. 1,41 %)

Nachrechnen?

ba downloadMit unserem Brutto-Reallohnrechner lässt sich die Tariferhöhung individuell berechnen.

erstellt mit Open Office: als ods: download als xls: download

(Achtung: Die Datei wird schreibgeschützt geöffnet. Sie müssen die Datei speichern. Danach können eigene Werte und Annahmen eingeben werden)


Quellen:

Pressemitteilung verdi zum Schlichterspruch
Pressemitteilung VKA zum Schlichterspruch (vom Homepagebetreiber bereits wieder depubliziert)

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Hinweis: "Umfrage stützt verdi"…

…. mit dieser Überschrift titelte die Frankfurter Rundschau gestern vor der heutige dritte Verhandlungsrunde:

Auszug:
„…………….Nur 25 Prozent sind der Meinung, dass hohe Personalkosten die leeren Kassen verursachten……………“.

ganzer Artikel:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2291860_Umfrage-stuetzt-Verdi.html

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Warnstreiks in den nächsten Tagen zu erwarten!

DNZS Logo35Die Arbeitgeber machten am Ende der zweiten Verhandlungsrunde für die ca. 1,2 Millionen Angestellten im Öffentlichen Dienst (Bund und Kommunen) kein Angebot und die Verhandlungen sind vertagt worden. Quer durch alle Netz – News ist nun zu lesen, dass die Gewerkschaften die „maßlosen Arbeiter/Innen und Angestellten in den öffentlichen Verwaltungen und Betrieben “ am Donnerstag zu Warnstreiks ausgerufen haben. 
Dieses können wir nun auch offiziell bestätigen: 
Die Gewerkschaften verdi und Dbb werden in den nächsten Tagen in allen Bundesländern zu Warnstreiks aufrufen, heißt es in den neusten Pressemitteilungen vom 01.01.2010. Beobachter gehen davon aus, dass auch die anderen beiden Gewerkschaften (GEW und die GdP) ihre Mitglieder zu Protestmaßnahmen aufrufen werden.

Die Verhandlungen werden am 10./11. und 12. Februar 2010 in Potsdam fortgesetzt.

Quellen:
(1)

http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=566aab36-0f36-11df-5bb0-0019b9e321cd
http://www.dbb.de/dbb-beamtenbund-2006/3155_4230.php

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"Macht was für die Jugend"

Tarifrunde 2010: Was sagen die Beschäftigten zur 2. Verhandlungsrunde:

Hört man sich so bei den Beschäftigten um, sind viele eher genervt:
„Die sollen sich einigen und gut ist“ oder: „Immer die selben medialen Spielchen“  Franz E. aus Ratingen teilte uns in einer Mail folgendes mit: „Neben einer angemessenen Lohnerhöhung wünsche ich mir in erster Linie, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Auszubildenden eine Perspektive auf unbefristete Arbeitsverträge bekommen. Diese Tarifrunde muss der Jugend gehören!“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

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"Maßlos Kampagne" des Innenminister bestimmt weiter die 2. Verhandlungsrunde.

Potsdam: Die zweite Verhandlungsrunde hat am Sonntag begonnen. Ohne Kompromiss-Signale ist gestern  in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde für die 1,2 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen gestartet und wird am heutigen Montag fortgesetzt. Der Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Thomas de Maizière, bezeichnete die Gewerkschaftsforderungen von einem Volumen von 5% (soziale Komponente) weiterhin als „maßlos“ und findet die Warnstreikankündigungen für den kommenden Donnerstag als „wenig hilfreich“. Wenig hilfreich ist sicherlich auch die Kampagne, die der Innenminister gestartet hatte und alle gehorsamen Medien gebetsmühlenartig nachplappern.
Beispiele:

SWR.de (siehe erste Imtext Überschrift)
http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=5928278/1p2pv2c/

ad-hoc news

http://www.ad-hoc-news.de/annaeherung-tarifverhandlungen-im-oeffentlicher-dienst–/de/Wirtschaft-Boerse/Wirtschaft/20908947

Und über den CDU/FDP nahe stehenden Focus lässt der Innenminister verlauten, dass die „maßlosen“ Arbeiter/Innen und Angestellten im Streikfall schließlich die Bevölkerung leiden lässt.
http://www.focus.de/finanzen/news/oeffentlicher-dienst-im-streikfall-leidet-die-bevoelkerung_aid_475895.html

Damit werden die Verhandlungen schon im Vorfeld provozierend begleitet. Warnstreiks sind damit die fast logische Folgerung. Die Argumente der Gewerkschaften sind griffig. Es sind nicht die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, die die gewollte Unterfinanzierung des Öffentlichen Dienstes gestaltet haben. Schon gar nicht sind die Müllmänner/frauen, die Krankenpfleger/Innen und Busfahrer/Innen verantwortlich für die Bankenkrise, die per „stillen Staatsstreich
durch die Steuerzahler/innen beglichen wird. Ohne ein Angebot vorzulegen geht der Präsident der Kommunalen Arbeitgeberverbände Thomas Böhle davon aus, dass man am Ende in die Schlichtung geht.

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