Meinungsfreiheit endet am Lagerdenken?

In einer Facebookdiskussion bin ich auf ein Video gestoßen, wo ein Redner sagte, dass für ihn Meinungsfreiheit am Lagerdenken endet. Also die, die in Lager denken verwirken ihre Meinungsfreiheit?

Der Mensch definiert oft das Dafür über das Dagegen.
Manche Menschen begründen ihr dafür sein, weil sie gegen etwas sind.
Dafür und Dagegen sind magnetische Pole, die sich anziehen.
Das ist der m.E der psychologische Kern des Lagerdenkens
Das mag man blockierend empfinden, mag sogar blockierend sein.
Aber endet deshalb die Meinungsfreiheit?

Auf dem Nährboden der demokratische Kommunikation der verschiedenen Pole können neue Blüten erwachsen. Das ist dann Meinungsvielfalt.
Die, die in der Filterblase verweilen, wissen nicht wo neue Blüten erwachsen.
Und alles Blüte erlischt da, wo Extreme Blüten zertreten.
Da ist Kommunikation zwecklos, Zeitverschwendung!

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"Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr"

Hinweis: *1
Demokratiekritische Artikelserie bei Telepolis

An dieser Stelle möchten wir weitestgehend kommentarlos  auf die demokratiekritischen Artikelserie „Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr“ von Wolfgang J. Koschnick hinweisen. Die 30teilige Artikelserie ist bei der gesellschaftskritischen Plattform „Telepolis“ (heise.de) veröffentlicht worden.
 

Folge 30 (letzte Folge):
„Das Menschheitsideal „Demokratie“ ist am Ende“

von Wolfgang J. Koschnick (link)

Das politische System in allen etablierten Demokratien ist „gekippt“ – und mit ihm die Stimmung der Menschen. Ein über Jahrzehnte schleichender Prozess des Verfalls einst lebendiger Demokratien hat dazu geführt, dass sich eine volksfeindliche Herrschaft von Berufspolitikern, die in politischen Parteien organisiert sind und ihre Macht mit ihrer Hilfe gewinnen und erhalten, über das Volk verfestigt hat. Es ist eine politische Kaste mit eigenen Gewohnheiten, Ressourcen, Interessen und klarer Abgrenzung vom Rest der Bevölkerung. Sie dient auch nicht der Mehrheit der Bevölkerung, sondern nur der verschwindend kleinen Minderheit der Reichen und Superreichen. Sie sind die willigen Helfer und Helfershelfer des Kapitals.

Und so herrscht allenthalben ein merkwürdiger Gegensatz: Alle Menschen lieben die Demokratie als Prinzip und Ideal. Aber über den demokratischen Alltag sind sie entsetzt, ja angewidert. Doch der politische Alltag ist die wahre Realität, nicht die Utopie. Das demokratische Ideal ist zum Herrschaftsinstrument mutiert Von demokratischen Wahlen halten die Zeitgenossen nicht viel. Die politischen Parteien finden sie primitiv. Abgeordnete machen sowieso, was sie wollen, wenn sie erst einmal im Amt sind. Wahlkämpfe, in denen Kandidaten sich landauf, landab zeigen, bombastische Sprüche klopfen, von Plakaten aufs doofe Volk grienen, Hände schütteln, Kinder küssen und billige Redensarten verbreiten, verabscheuen sie. Über Parlamentarier, die komfortable Diäten und sonstige Vergünstigungen kassieren, Plenarsitzungen schwänzen, mit den Lobbyisten kungeln und sich nebenher zusätzliche Geldquellen auftun, denken die Bürger nichts Gutes.

Aus dem einstigen Ideal ist ein Herrschaftssystem geworden, in dem eine besonders üble und unfähige Spezies von Berufspolitikern sich an den Schalthebeln der politischen Macht bequem eingerichtet hat, ihre eigenen und eigennützigen Interessen verfolgt und sich aus staatlichen Mitteln komfortabel versorgt..

die 
30. Folge
bei Telepolis im Netz.

29 Folgen im Einzelnen: (mehr …)

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Wirres Getöse um das SPD Mitgliedervotum

von Marty Ludischbo
Hilfe! Die Parteien entscheiden über die Annahme einer Koalitionsvereinbarung. Bei der CDU/CSU entscheidet das ein gewähltes Parteigremium, bei der SPD holt sich das Entscheidungsgremium das Votum der Mitglieder ein. Ja, das die Mitglieder entscheiden ist ist historisch und bisher einzigartig. Aber nun folgt ein mediale Aufschrei. Es  soll dadurch die Unabhängigkeit des frei gewählten Abgeordneten gefährdet sein. Es werden schwere Geschütze ausgefahren. Das Grundgesetz. Was ist das nur für eine merkwürdige Diskussion ?

Ich wundere mich wirklich, welch ein mediales Getöse um das SPD Mitgliedervotum gemacht wird. Es wird allerdings nicht um die kulturpolitische Sinnhaftigkeit diskutiert, sondern der frei gewählte Abgeordnete gerät plötzlich in den Mittelpunkt des Geschehens. Jetzt fürchten Protagonisten aus den Mainstream-Medien, aber auch aus der Bloggerszene und gar Verfassungsrechtler um die Unabhängigkeit der Abgeordneten. Eine merkwürdige Diskussion.. Warum ausgerechnet ein Mitgliedervotum einer Partei die Unabhängigkeit des Abgeordneten gefährden soll, lässt sich rational wohl kaum begründen.

Der Reihe nach. (mehr …)

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Datenreport 2013 – Daten und Faklten für eine differenzierte Meinungsbildung – BSP das sog. Jobwunder!

Empfehlung! Der Datenreport ist da. Gerade für die politische Blog-Kommunikation ein hilfreiches Nachschlagewerk. Ein Muss für jede Blogger/innen, die daran interessiert sind, neben Emotionen auch Fakten mit in ihren Beiträgen einfließen lassen wollen.

Ein Beispiel: Viele bejubeln Deutschlands Jobwunder. Ja wir haben mehr Erwerbstätige als 1991. Das Arbeitsvolumen in Stunden ist aber gegenüber 1991 geringer. Meine Schlussfolgerung :Grund sind der Anstieg die sog. atypischen Beschäftigungsverhältnisse (unfreiwillige Teilzeit-Leiharbeit, Minijobbs, Soloselbständige,Scheinselbständige) Heißt: Heute ist weniger Arbeit auf mehr Erwerbstätige verteilt.

(bpb)Der Datenreport, den die Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit dem Statistischen Bundesamt (Destatis), dem Wissenschaftszentrum Berlin und dem Soziooekonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) 2013 in der 14. Auflage herausgibt, gehört mittlerweile zu den Standardwerken für all jene, die sich schnell und verlässlich über statistische Daten und sozialwissenschaftliche Analysen zu den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland informieren wollen. Die Statistik ermöglicht es, sich einen Überblick etwa über die Bevölkerungsentwicklung, den Arbeitsmarkt, den Gesundheitssektor bis hin zu Fragen politischer Partizipation zu verschaffen. Durch die wissenschaftliche Einordnung ergibt sich ein Gesamtbild der Lebensverhältnisse unserer Gesellschaft. Damit sind zwar die Grundlagen für einen rationalen politischen Diskurs gelegt, die Lösungen gesellschaftlicher Probleme aber nicht vorgegeben – sie müssen im demokratischen Willensbildungsprozess gefunden werden.

Quelle Homepage Bundeszentrale politische Bildung

Datenreport nutzen und eine Meinung bloggen!  Die kann und sollte auch leidenschaftlich und emotional sein!!!
zum Datenreport (hier)

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Jetzt mehr Demokratie auf Bundesebene unterstützen!

Hallo liebe blog.de Community,

in den Koalitionsgesprächen haben sich SPD und CSU für mehr direkte Demokratie ausgesprochen. Nur die CDU blockiert noch. Wenn wir die Befürworter jetzt stärken, können wir bundesweite Volksentscheide durchsetzen!

Ich habe gerade einen Appell an die Koalitionsverhandler unterschrieben. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/volksentscheid/appell

Beste Grüße
Marty Ludischbo

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Quandt Spenden an die CDU …. Keinen Einfluss auf Entscheidungen?

von Sören Kater
Die Quants/Klatten sponsern schon seit Jahren mit größeren Summen die CDU. Angeblich tun sie das ohne eine politische Gegenleistung. Das behauptet die CDU. Dabei ist es doch völlig klar, dass Spender jeglicher Art  sich zumindest wünschen, dass die eigenen Interessen vertreten werden.

Die Bürgerrechtsvereinigung LobbyControl veröffentlichte folgende Pressemitteilung:

Heute wurde bekannt, dass die BMW-Großaktionärsfamilie Quandt/Klatten der CDU drei Großspenden über insgesamt 690.000 Euro zukommen ließ. Das zeigte der Bundestagspräsident heute auf der Webseite des Bundestages an. Am 9.10.2013 erhielt die CDU demnach drei Spenden in Höhe von jeweils 230.000 Euro von Johanna Quandt und ihren beiden Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten. Das zeitliche Zusammenfallen der Parteispenden mit der Entscheidung über die EU-Abgasnorm verdeutlicht: Wir brauchen dringend Schranken für Parteispenden.

Quelle LC

Die Einschätzungen von LC landeten sogar bis in die Tagesschau. Kompliment an die ARD.
Die CDU erklärte frech:

„Die Familie Quandt unterstützt die CDU seit vielen Jahren mit privaten Spenden und dies unabhängig von der Frage, ob die CDU an der Regierung beteiligt war oder in der Opposition. Die Spenden standen und stehen in keinerlei Zusammenhang mit einzelnen politischen Entscheidungen. Alle Spenden wurden und werden dem Bundestag nach den Vorgaben des Parteiengesetzes angezeigt und können den veröffentlichten Rechenschaftsberichten der CDU entnommen werden.“

Quelle tagesschau.de

Die Quants oder überhaupt die edlen Parteispender quer durch die Republik sponsern die Partei aus puren altruistischen Motiven. Wohl möglich noch, um die Demokratie zu retten.
Ja nee is klar! Und meine Oma kommt vom Himmel herab und geht shoppen!
Sorry Oma!

Klartext: Natürlich wollen sie damit politische Entscheidungen beeinflussen. Was denn sonst? Ich finde das sogar Motiv gar absolut nachvollziehbar. Ich bin als junger Mensch in die SPD eingetreten und habe auf einigen Veranstaltungen sogar gespendet-für meine Partei-. Ich habe das gemacht, weil ich dachte,dass die Sozialdemokratie die Interessen der kleinen Leute-also auch meine Interessen-natürlich im Rahmen einer demokratischen Gesellschaft vertritt. Als ich dann irgendwann gemerkt habe, dass die ehemalige Volkspartei meine Interessen nicht mehr vertritt, habe ich alle Zahlungen incl. meine Mitgliedschaft eingestellt. Ich jedenfalls habe für meine Spenden schon eine Gegenleistung erwartet. Und die Quandts angeblich nicht?

Der Unterschied zu mir und den Quandts ist natürlich  folgender: Leute wie ich sind den Parteien mit den Mini-Spenden wohl ziemlich Latte Macchiato. Auf Großspenden der Reichen will aber eine Volkspartei viel weniger verzichten. Und umgekehrt wollen die einflussreichen Reichen aufs Spenden nicht verzichten.
Also was schließen wir daraus?
Ich glaube eine Antwort erübrigt sich.

 

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Links zum Wahljahr 2013

 An dieser Stelle veröffentlichen wir interessante Links zu den Landes und  Bundestagswahlen 2013

update Wahlergebnisse

Umfrage: So haben die organisierten Arbeitnehmer/Innen gewählt Hinweis: Hier sind auch die Mitglieder des Beamtenbundes mit hochgerechnet. Rot-Grün-Rot (57,3 %) haben die meisten Stimmen bekommen. Aber auch die AfD hat ca. 4,5% Stimmen erhalten. Das sollte die Funktionäre wachrütteln. (Quelle DGB Einblick)

22. September 2013: Bundestagswahlen:  Vorläufiges Endergebnis Bundeswahlleiter (link)

15. September 2013: Landeswahlleiter Bayern:  Vorläufiges Endergebnis LTW-Bayern (pdf)

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Nichtwählen ist respektlos

Klartext! von Sören Kater

Das Wahljahr 2013. Demoskopen sagen vorher, dass es noch nie so viele Nichtwähler geben könnte. Entweder aus Desinteresse oder sog. Politikverdrossenheit. Egal wie. Ich finde das sind alles nur Ausreden!

Das Forsa-Institut im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung fand heraus, dass die meisten Nichtwählerinnen und Wähler angeblich schlecht verdienen, schlecht ausgebildet sind und überwiegend sich vom Privatfernsehen und Bild Zeitung berieseln lassen. (1) Siehste sagte mir ein Kollege: “ Die wollen die Leite bewusst entpolitisieren, um ihre Macht zu festigen: Und dann der Nachsatz: „Ich geh auch nicht wählen, weil hat doch eh keinen Sinn..“

Häähh?

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