Bleibt die USA abhängig von ÖL und Gas Importen?

Zwei Artikel die unterschiedlich in ihren Aussagen nicht sein können.

Während die Welt am Sonntag die „Energiewende auf Amerikanisch (Mittels einer neuen Technik können die USA riesige Öl und Gas Vorkommen erschließen.“ )
anpreist, interviewte die Tagezeitung (taz)den Wissenschaftler Josef Bramel. Der behauptet: „Die USA können sich auch zukünftig nicht selbst versorgen“.

Es bleibt also die Frage, ob die USA sich von Importen unabhängiger machen können?
Welche Auswirkungen hat dieses auf die zukünftige Militärpräsenz der USA?

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Atomlobbyismus: Wie politische Entscheidungen vorbereitet wurden.

Wie Lobbyismus und verborgene „Meinungsmache“ funktioniert lässt sich am BSP „Atomlobby“ veranschaulichen. Systematisch haben die vier Atomkonzerne RWE, EON,Vattenfall und ENBW die politisch gewünschten Laufzeitverlängerungen vor der Bundestagswahl mit der Kampagne „Energieverantwortung für Deutschland“ in Zusammenarbeit mt der Agentur Deekling Arndt Advisors“  vorbereitet.  Das berichtete die sonntaz am 29/30.Oktober.

Nun ist durch die Fukushimakatastrophe die beschlossenen Laufzeitverlängerungen auf dem Niveau des rot-grünen Ausstiegsgesetzes prinzipiell zurückgefallen, aber dieses Bsp. zeigt, wie Kampagnen mit einem Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik „Diskussionen vorantreibt“, die dann in politische Entscheidungen enden.

Der Tageszeitung (taz) wurden interne Unterlagen auf 79 Seiten zugespielt, die ein Anschauungsunterricht in Sachen Lobbyismus und Meinungsmache bieten.

Die taz bietet die Unterlagen auch zum Download an:

Die Geheimpapiere der Atomlobby

Martin Kaul und Sebastian Heiser resumierten im sonntaz Beitrag:

Und die Erzählung von der sicheren, sozialen, umweltgerechten Atomkraft? Die fand ihr Ende im März 2011 in Fukushima. Seither ist diese Geschichte tot. Aber wenn sie nicht gestorben wäre, dann lebte sie noch heute.

Ich finde: Die Kampagne der Atomlobbys hatte trotzdem Erfolg. Durch die verlängerten Laufzeitverlängerungen ist das Ende der Atomkraft auf Basis des rot-grünen Ausstiegsgesetzes zurückgefallen. Ohne die Laufzeitverlängerungen hätte es vielleicht auch ein schnelleres Atomkraftende gegeben. Aber das ist natürlich nur reine Spekulation.

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Energiezukunft: Live-Trend der konkurrierenden Initiativen

von Thiemo Nagel
(BLOG Thimo Nagel) lDie dreiste Kampagne für Kohle und Kernenergie hat nun auch die Verfechter erneuerbarer Energien auf den Plan gerufen, die sich unter dem Motto „Kernkraft ist Energie ohne Zukunft“ direkt gegen den „Energiepolitschen Appell“ der Konzerne stemmen. Beide Seiten sammeln online Unterstützer für ihre Position. In der untenstehenden Grafik ist live zu verfolgen, wer im Rennen zwischen Industrie-PR und Umweltbewegung die Nase vorne hat. Bitte tut eure Unterstützung für Erneuerbare Energien kund, damit deutlich wird, daß es in dieser Gesellschaft keine Mehrheit für Atom und Kohle gibt!

Nachtrag: Der ebenfalls sehr unterstützenswerte Aufruf der Initiative Solidarische Moderne ist nun auch im Live-Trend enthalten.

Live-Entwicklung der Unterstützerzahl von Kohle und Kernenergie  versus Erneuerbare Energien

Live-Entwicklung der Unterstützerzahl des „Energiepolitschen Appells“ versus „Kernkraft ist Energie ohne Zukunft“

Weiterhin ist verfügbar: Grafik als SVG, Rohdaten und das ROOTSkript mit dem die Grafik erzeugt wird. Beginn der Zeitreihe ist Montag, der 24. August, 11:20 Uhr….

—————– Fundstelle Blog Thiemo Nagel————-

Lizenz für diesen Text:
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de

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Scheindebatte um die Laufzeitverlängerungen

Wir erinnern uns an die vergangene Woche: Da drohten die Chefs der Energiekonzerne via Bildzeitung der Kanzlerin mit dem Abschalten der Atomkraftwerke, wenn die Regierung nicht 15 Jahre Laufzeitverlängerung genehmigt. Schon damals ernteten sie Spott und Hohn. Dann macht sie doch dicht, eure Schrottreaktoren, schallte es durch die Republik. Und jetzt? Jetzt rennen die Energie-Chefs mit demselben Kopf gegen dieselbe Wand, berichtet und findet die Frankfurter Rundschau.

Und dennoch. Die Energieversorger machen massiv Druck für Laufzeitverlängerungen und gegen die Brennelementesteuer. Hinter den Kulissen verhandelt sie mit der Regierung über einen Fonds, mit dem sie sich frei kaufen will und dessen Geldzahlungen daran geknüpft sind, dass die Atomkraftwerke ungestört weiter laufen und Gewinne abwerfen. Jetzt will die Bundesregierung die Entscheidung über die Steuer erstmal verschieben. Da das Thema breit in den Medien ist, hier nur ein Hinweis auf einen Artikel in der Frankfurter Rundschau mit der Kritik von LobbyControl an dem angedachten “Energiewirtschaftsvertrag”. Außerdem noch ein Nachtrag zu einer hochproblematische Personalie: Bruno Thomauske, Ex-Atommanager und Seitenwechsler, soll am Gorleben-Gutachten mitwirken (siehe u.a. Tagesspiegel). Aktuell hat er einen von RWE gesponsorten Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen. Die Netzwerkpflege der Energieversorger zahlt sich aus.

Bereits über 3000 Leute haben sich von dieser gesponserten Kampangne beinflussen lassen und haben neben einigen Energielobbyisten mitunterzeichnet.

Das Anti-AKW Projekt „ausgestrahlt“ findet das Echo aber überzogen. Gerade einmal  mal 9 von 30 Dax-Manger haben das energiepolitische Pamphlet unterzeichnet. (siehe Öko-Blog)

Im Grunde genommen sind die Laufzeitverlängerungen als solches doch längst beschlossene Sache. Den banner_umzingelung_125x125Energiekonzernen geht es nur um Gewinnabschöpfung. Würde im Falle eine Laufzeitverlängerung, die Gewinne elementar vom Staat abgeschöpft werden,  wäre das Thema Laufzeitverlängerungen wahrscheinlich längst vom Tisch. So ist das alles nur eine Scheindebatte und die Kapitaleigner der Energiekonzerne dürfen mit einem falschen energiepolitischem Konzept auch noch jahrelang Gewinne, mit einer vom Steuerzahler subventionierten gefährlichen Infrastruktur, abschöpfen.

Wenn Bundestag und Bundesregierung über ein sogenanntes „Energiekonzept“ diskutieren, habe auch die Menschen ein Wörtchen mitzureden. Für Samstag, 18. September ist in Berlin eine Großdemo geplant.

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Quellen:

http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2010/08/lobbynachrichten-aus-dem-sommerloch/

http://www.fr-online.de/politik/meinung/akw-streit–die-putschisten/-/1472602/4576362/-/index.html

http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos.html

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