Das verlorene Jahrzehnt

von Steffen Bogsaus: http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/

yigglogonewdiesen artikel voten
(Querschüsse) Für die Ökonomie der USA war das abgelaufene Jahrzehnt ein Verlorenes, geprägt von gravierenden Fehlentwicklungen und Stagnation. Erstmals seit 7 Jahrzehnten lag das Jobwachstum in einer Dekade nahe Null, mit +0,33%, bei einem gleichzeitig weiteren kräftigen Bevölkerungsanstieg von +9,8%.
Die Entwicklung der Haushaltseinkommen war negativ, die realen durchschnittlichen Einkommen (Real Median Income) sanken inflationsbereinigt von 52’587 Dollar im Jahr 1999 um -4,34% auf 50’303 Dollar nach den letzten verfügbaren Daten aus dem Jahr 2008. 2009 dürfte sich diese negative Entwicklung weiter verstärkt haben! (mehr …)

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Forenbeitrag: Nicht der Staat als Institution…

….sondern die Personen (Lobbyisten) , die ihre Interessen im Staat organisieren tragen Mitschuld an diesem Finanzmarkt – Chaos.

Im Ruhrpottforum habe ich gerade wieder einmal auf einem Beitrag von User Chnösel geantwortet. Der junge Forist ist Anhänger der österreichischen Schule und ist entsprechend den Denkrichtungen der Propheten von August von-Hayek und Mies ideologisch stark verbunden.  User Chnösel lobte überraschenderweise Michael Moore, die Hassperson No 1 der libertären Rechte in den USA. Der Ruhrpottforist ist, wie alle rechts-liberal-konservativen Theoretiker der Auffassung, dass ausschließlich der Staat, nicht der Markt für die derzeitige Wirtschaftskrise verantwortlich ist.
Ich versuche in diesem Thread schon seit längerem deutlich zu machen, dass das Hauptproblem die Machtverhältnisse sind. Und somit auch die Frage nach den geltenden Eigentumsverhältnisse.

(…) Wer bestimmt… wo produziert wird, was produziert wird, wann produziert wird und unter welchen Bedingungen produziert wird.ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiet Thread: Finanzkrise: Rettungsaktion oder Selbstbedienung


Ich gebe den jungen Theoretiker des freien Marktes völlig recht. Wir brauchen in der Tat eine Entflechtung zwischen Markt und Staat. Und zwar eine Entflechtung des Einflusses durch Lobbyisten , die die Institutionen im Parlament und Administrative besetzt halten.  Das ist dringend geboten!

Mein Forenbeitrag 410

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"Wir sind auf dem besten Weg …."

(Blog: Muskelkater 03.11.2009) Sie kam auf schleichenden Sohlen, die Kulturkrise, ganz leise, unbeachtet. Weil sich alle Welt auf die Wirtschaftskrise, die Bankenkrise und deren Auswirkungen auf den internationalen Finanzmarkt konzentrierte. Dabei waren diese Krisen hausgemacht, und das schon seit Jahrzehnten, durch gierige Banker, die den Hals nicht voll bekommen konnten und Risiken eingingen, die unverantwortlich waren und heute noch sind. Selbst jetzt noch, wo der Steuerzahler diese inzwischen wertlosen Papiere bunkert, um weiterem Kursverfall vorzubeugen, genehmigen sich diese gierigen Raffhälse weitere Millionen für das eigene Konto – aus dem Staatssäckel wohlgemerkt – und gehen, als wenn nichts gewesen wäre, weitere und neue Risiken ein…….  weiterlesen

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Forenbeitrag: Wallstreet bestimmt, nicht Obama!

ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiet Thread: Finanzkrise: Rettungsaktion oder Selbstbedienung

Mein Beitrag No 406: Die Krisenverursacher bestimmen ihre Kontrolle (…) Jetzt, wo viele glauben, die Finanzkrise ist vorbei und die alltäglichen Innenpolitischen Themen rund um den Globus die Öffentlichkeit wieder dominieren, wird es noch unwahrscheinlicher dass die Politik sich aus den Fängen der Finanzwirtschaft befreit.  …und hier in Deutschland wollen die Relikons mit einer Zwangsprivatvorsorge für die Pflege den Finanzmärkten frisches Spielgeld zum zocken zur Verfügung stellen..……….

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Diskussion: Die Geretteten – Illusionen schlagen Fakten

Letztes Jahr habe ich zur Finanzmarktkrise im Ruhrpottforum einen Thread eröffnet:
Rettungsaktion oder Selbstbedienung

ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiet
Jetzt, nachdem Harald Schumann noch einmal Licht in diesem Selbstbedienungsladen gebracht hat bleibt vor der Wahl  jegliche erhoffte Diskussion aus. … mal sehen ob es noch weitere Anmerkungen der User/Innen im Ruhrpott gibt. Ich glaube fast nicht. Beitrag 389

Banner Blog GeselluPolitikDie meisten interessiert es wohl eher nicht, wen wir da mit Milliardenbeträge gerettet haben bzw noch retten werden! Die Illusionen haben gesiegt. Dazu habe ich einen Beitrag im DNZS Politik Blog geschrieben und in meinem Blog beim Freitag Cross veröffentlicht!

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Illusionen contra Fakten

Netzwerke aus Politik, Medien und Finanzwirtschaft zaubern Illusionen für das Wahlvolk.  Aber gut recherchierte Fakten sprechen dagegen
zusammengestellt von Marty Ludischbo

Das sollte uns noch einmal vor der Bundestagswahl am Sonntag zum nachdenken bringen. Die gezeichneten Illusionen, dass 1. die Finanzkrise vom Himmel gefallen ist und 2. die Bundesregierung ein spitzen Krisenmanagement betrieben haben soll.


1. Sinnestäuschung.
Die Finanzkrise kam überraschend und aus den USA?
Das, das eine erste Wahrnehmungsillusion ist, haben die Macher der NachDenkSeiten durch akribische Recherchen eindrucksvoll widerlegt. Dass die Zockereien der deutschen Privat und Landesbanken an den Internationalen Spielcasinos nicht alleine die USA verantwortlich gemacht werden kann, ist ja  nun wirklich selbsterklärend. Anscheinend waren die Risiken auch bewusst.  Ein kurzer Blick zurück: Am 16. Februar 2003 trafen sich in Berlin der damalige Bundeskanzler Schröder, sein Wirtschaftsminister Clement und Bundesfinanzminister Eichel mit den Spitzen der Banken und Versicherungen zu einer  Geheimsitzung. Man beschäftigte sich u.a mit den Fragen, wohin mit  den hohen Verluste und Risiken einiger Finanzinstitute. Außerdem wurde ein   Vorschlag erarbeitet, eine Auffanggesellschaft für unsichere, faule Kredite zu gründen. (1)Heute nennt man das Bad Bank (oder auch Zweckgesellschaften genannt). die der Deutsche Bundestag mit dem Gesetz : Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung im Frühjahr 2009 auf dem Weg brachte und die Bundesregierung uns schon damals an der Nase herumführte.

2. Sinnestäuschung
Das Krisenmanagement der großen Koalition wird in der allgemeinen Wahrnehmung überwiegend als gut bewertet.

Die einst mal linksliberal gewesene Süddeutsche Zeitung feierte dann auch ausgiebig die Sozialdemokratische Union Deutschlands. (2)
Schließlich wurden ja alle Garantien und Bürgschaften für uns Sparer/Innen und Wirtschaftsteilnehmer/Innen gemacht. Und natürlich ist die Hypo Real Estade (HRE) systemrelevant.   Und damit das nicht so auffällt hat die Bundesregierung die Liste, aus der sich ergibt, dass nicht die Bürger, sondern ein obskurer Strauß von Banken, Versicherungen und Fonds gerettet wurde, für geheim erklärt. (3)
Allerdings, dank Harald Schumann, der im Besitz eines Papiers der Deutschen Bundesbank ist, mit Listen der Gläubiger der Hypo Real Estate (HRE) und ihren Forderungen an dieses von der Bundesregierung über den Rettungsfond gerettete Bankinstitut.

„Für die Sanierung der Pleitebank HRE fließen zweistellige Milliardensummen aus Steuergeldern. Aber die Regierung hält die Namen der Kreditgeber geheim, die auf Staatskosten freigekauft wurden. Die Bürger müssen zahlen, aber für wen, das sollen sie nicht wissen. Wir dokumentieren die Liste der Geretteten ? die bisher keinen Cent zur Rettung beitragen müssen.…“ Einleitung Artikelempfehlung: Berliner Tagesspiegel vom 13.09.2009, Harald Schumann:  Die Geretteten weiterlesen

Die hier zusammengestellten Fakten aus den Nachdenkseiten und den hervorragenden Recherchen von Harald Schuman ist es zu verdanken, dass die von vielen Netzweken aus Politik, Medien und Finanzwirtschaft produzierten Wahrnehmungen, als Illusionen enttarnt wurden. Und in Mitte dieser Illusionen verspricht die Kanzlerin in einer neuen Koalition mit den rechtsliberalen die „Wachstumskräfte besser frei zusetzten“um dann den Wähler/Innen die nächste Illusion zu verkaufen: Steuersenkungen.
Herr Steinbrück sprach von „Komasaufen“ auf den Finanzmärkten und harte bevorstehenden „Verteilungskämpfen“. (4)
Recht hat er. Aber am Sonntag sollten die Wähler/Innen auch wissen für wen wir diese Verteilungskämpfe führen sollen und wem wir das zu verdanken haben.  Eben u.a für geheimgehaltene Gläubiger, die sich am Topf der Steuerzahler bedienen und einer Krise, die ebne nicht aus heiterem Himmel gefallen ist.  Aber was sind schon Fakten gegen echt wirkende gemachte Illusionen.

Quellen:

(1)
Schon 2003 und in Kenntnis der heraufziehenden Finanzkrise hat eine große CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne-Koalition mit der Förderung des Finanzkasinos weitergemacht

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4130
Die Verflechtung der Politik mit dem Casino-Betrieb der Finanzwirtschaft ist enger und älter als wir denken – wir zahlen schon seit 2000 für die Wettschulden
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3599
(2)
Sozialdemokratische Union Deutschland

http://www.sueddeutsche.de/politik/366/487769/text/print.html
(3)
Mit Einschnitten und Steuern zahlen wir für die Rettung von Banken und Fonds durch Merkel und Steinbrück

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4210
(4)
Die Realität ausgeblendet

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Wahlkampf-TV-Duell-Angela-Merkel-Steinmeier;art141,2899955

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