Dubiose Finanzgeschäfte in einigen Kommunen

Vor der Finanzkrise hatten die Berliner Verkehrsbetriebe sich an einer sog. Derivatwette beteiligt. Das Unternehmen hatte offensichtlich 2007 darauf gewettet, dass die Finanzkrise wohl nicht kommen wird. Die Wette ist verloren. Aufsichtsratschef war damals ein gewisser Herr Sarrazin (heute Buchautor). Wie kann man auf die Idee kommen, dass Kommunen und/oder ihre eigenen Unternehmen sich an undurchsichtige Finanzspekulationen beteiligen?

An dem Beispiel VG, aber auch an die CBL Geschäfte einige Kommunen, auch im Ruhrgebiet, ist unserem Autor Sören Kater mal wieder der Begriff „Phantasie“ über dem Weg gelaufen.

Was das mit den dubiosen Finanzgeschäften einiger Kommunen zu tun hat, erklärt Sören uns hier:
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                                                                 (bitte auch dort kommentieren)

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weitere Links zum Thema Derivate:

Wikipedia Was ist ein Derivat? : (hwn)
SPON: Riskante Wetten mit Derivaten (hwn)

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Der rosarote Hintermann geht zur EZB

Jürgen Strack legt angeblich aus  „persönlichen Gründen“ sein Amt bei der EZB nieder.  Jörg Asmussen (SPD) ), als Staatssekretär jahrelanger Strippenzieher hinter Finanzminister Eichel ,Steinbrück und Schäuble, wird vom letzteren zur EZB gelobt. Die Euroländer werden ihn wohl mittragen.

Nachdem der monetaristische Glaubenbruder Jürgen Strack, wohl aus Gewissensgründen, letzte Woche Freitag abdankte, schlug Schäuble Jörg Asmussen, den rosaroten Hintermann, als neuen Chef-Volkswirt der EZB vor.Gegenwehr der EU-Partner wird es wohl nicht geben.

Wer ist Jörg Asmussen?

Der Sozialdemokrat hat als Strippenzieher u.a :
1. …die Finanzmärkte in Deutschland dereguliert
2. .. die Rettungsschirme rund um die Hypo-Real-Estade (HRE) mitorganisiert und zusammen mit Steinbrück hat er den SOFFIN gespindelt.
Harald Schumann findet, dass der Soffin, der im Prinzip keiner parlamentarischen Einflussnahme unterliegt, „so demokratisch ist, wie der Volkskongress von Nordkorea“.
..und außerdem:
Als die Bank IKB sich bei riskanten Immobiliengeschäften verspekulierte, saß Asmussen im Aufsichtsrat des staatlichen Eigentümers, der Förderbank KfW. Kritiker warfen ihm vor, von den Transaktionen gewusst, sie aber nicht verhindert zu haben. Schließlich musste der Bund die IKB mit Steuergeld in Milliardenhöhe retten. (1)

Kritik Staatsanleihen-Ankauf
Asmussen gilt als linientreuer Bankenliebling. Ein Keynsianer ist er sicherlich nicht. Und natürlich ist die aktuelle Bundesregierung und alle anderen monetaristischen Glaubensbrüder, klar gegen den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Ein Grund, (offiziell aus „persönlichen Gründen„), warum Strack auch wohl zurücktrat.
Egal ob Asmussen dagegen ist oder nicht. Verhindern wird er die neue EZB-Linie wohl kaum. Diese Entscheidung  ist im EZB-Rat lt der taz mit klarer Mehrheit gefallen (2)

Asmussen wird sich bald positionieren müssen. Wir werden beobachten welche Empfehlungen er seinem neuen Arbeitgeber geben wird.

Quellen:
(1) Taz.deDer neoliberale Genosse
(2) taz.de – Lob in allerhöchsten Tönen

Blog2Blog
Lesen Sie auch den Artikel aus den NachDenkSeiten:

EZB-Personalwechsel: Zwischen Skylla und Charybdis

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Guckt sie auf die Finger, den Bankenlobbyisten! Und wie wär es mit einem Bankenwechsel?

Mit einer Medienbekanntmachung präsentierte sich dieses Woche die Finanzwirtschaft Gegen-Lobbyorganisation „Finance-Watch“, eine Art Anti-Banken-Lobby. Sie will Bürgerinteressen in die Öffentlichkeit tragen, EU Institutionen beraten und Misstände aufklären.

Diese neue NGO wurde bereits letztes jahr von kritischen EU-Abgeordneten ins Leben gerufen. Nun soll sie aber zililen Kräften übergeben werden. Die interessierrten Abgeordneten werden in einem Beirat ohne Entscheidungskompetenz sitzen. Das erklärte gestern, Sven Giegold (Grüne) in der TAZ.

Sogar in den Mainstreammedien wurde die Organisation mit bekanntgemacht. Da bin ich ja mal gespannt, ob Handelblatt und Co auch mal Gegendarstellungen von Finance Watch zitieren werden.

Zweifelos ist so eine Nichtregierungsorganisation nowendig.
Finanzmarktregulierungen und Bankenzähmung wurden zwar nach der weltweiten Imobilien und Bankenkatastrophen (HRE, und CO) großmäulig, auch aus konservativen Kreisen, angekündigt, aber im Prinzip kaum nenenswert umgesetzt. Ob das was bringt steht au einen anderen Papier. Aber Aufklärung kann ja nie schaden. Vielleicht Finance watch ein sinnvoller Beitrag.

Erfahren Sie mehr über die Organistaion auf deren Homepage:
Finance Watch

Was könnten wir  eigentlich selber machen?
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac empfiehlt die „Krötenwanderung“ Mit einer Kampagne empfielt die Organisation alternative Banken.
Auch hier lohnt sich mal ein Blick ins Netz
Bankenwechsel: Krötenwanderung jetzt

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blognetz-onlineArtikel aus dem Netzwerk zum Thema :

Der Raubzug der Investoren aus: Blog Gerecht 2010

 

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Finanzlobby: Kritik an Obamas Gesetz / Vorstöße in Berlin und Brüssel

(LobbyControl) “In den USA ist die größte Finanzmarktreform seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren beschlossen worden”, schreibt die taz. Klingt groß, heißt wenig: die US-Finanz-Gesetzgebung ist seit Ende der 1960er Jahre eine Geschichte der De-Regulierung. Selbst diesmal konnte die Finanzlobby wichtige Regeln abschwächen – wie die taz an anderer Stelle kritisch berichtet.

Die US-Reform wird häufig als Erfolg der Politik bewertet – aber selbst angesichts der dramatischen Krise konnte die Finanzbranche durch massive Lobbyarbeit das “Dodd-Frank Financial Reform Bill” an wichtigen Stellen verwässern. So gibt es zahlreiche kritische Einschätzungen. (mehr …)

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Forenbeitrag: Wallstreet bestimmt, nicht Obama!

ruhrpottforum.de - Der Treffpunkt im Ruhrgebiet Thread: Finanzkrise: Rettungsaktion oder Selbstbedienung

Mein Beitrag No 406: Die Krisenverursacher bestimmen ihre Kontrolle (…) Jetzt, wo viele glauben, die Finanzkrise ist vorbei und die alltäglichen Innenpolitischen Themen rund um den Globus die Öffentlichkeit wieder dominieren, wird es noch unwahrscheinlicher dass die Politik sich aus den Fängen der Finanzwirtschaft befreit.  …und hier in Deutschland wollen die Relikons mit einer Zwangsprivatvorsorge für die Pflege den Finanzmärkten frisches Spielgeld zum zocken zur Verfügung stellen..……….

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Rürup, Türrup. Jetzt offiziell Vertreter der Versicherungswirtschaft.

Tja so ist das!

Letztes Jahr im Dezember habe ich satirisch flach gefragt: Habt ihr schon privat vorgesorgt?

Im Kern wollte ich mit Hilfe einer Netzschau darauf aufmerksam machen, dass sog „ unabhängige Sachverständige“ mit der Politk und der Wirtschaft stark verflochten sind. In diesem Fall ist die sog. Versicherungswirtschaft gemeint, die intelligente Berater ins Rennen schickt und wahrscheinlich eher die Interessen der Versicherungswirtschaft vertreten, anstatt „unabhängige“ Empfehlungen für unser Gemeinwesen geben.

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