Die Rückkehr des Adligen-Vorerst Gescheitert? Wahrscheinlich

Was für eine Inszenierung: Der Chefredakteur der Zeit Di Lorenzo schreibt mit dem ehemaligen. Dr. und Minister der Verteidigung von und zu Guttenberg ein Buch in Form eines Interviews und der Freiherr ist wieder in aller Munde. Das Internet brachte Guttenberg zu Fall. Nun wollen die traditionellen Medien den ehm Publikumsliebling wieder im Blick der Öffentlichkeit bringen.
Und das obwohl Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg seine offensichtlich zum Teil kopierte Doktorarbeit, als chaotisch und unorganisiert bezeichnet hat. Von Reue und Unrechtsbewusstsein keine Spur.

Allen voran das Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Von Anne Will über Maybrit Illner bis zu den von mir bisher sehr geschätzten Presseclub.weiterlesen
Nun waren die Meinungen geggen Guttenberg zwar sehr hart. Selbst CSU´ler gingen deutlich  auf Distanz. Stern Chef Redakteur Hans-Ulrich Jörges bezichtigte ihn bei Anne Will sogar weiterhin als Betrüger…und trotzdem Jetzt ist erst recht ein Märtyrer ..……………………..

 

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Die Rückkehr des Adligen- Vorerst Gescheitert?

Was für eine Inszenierung: Der Chefredakteur der Zeit Herr Di Lorenzo schrieb mit dem ehemaligen. Dr. und Minister der Verteidigung von und zu Guttenberg ein Buch in Form eines Interviews und der Freiherr ist wieder in aller Munde. Das Internet brachte Guttenberg zu Fall. Nun wollen die traditionellen Medien den ehm. Publikumsliebling wieder im Blick der Öffentlichkeit bringen.
Und das obwohl Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg seine offensichtlich zum Teil kopierte Doktorarbeit als chaotisch und unorganisiert bezeichnete. Von Reue und Unrechtsbewusstsein keine Spur.

Allen voran das Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Von Anne Will über Maybrit Illner bis zum Presseclub.
Nun waren die Meinung gegen ihn zwar sehr hart. Selbst CSU´ler gingen deutlich auf Distanz, nachdem er selbst seine eigene Partei heftigst kritisierte. Der Stern Chef Redakteur Hans-Ulrich Jörges bezichtigte das Kunstprojekt Guttenberg bei Anne Will sogar weiterhin als Betrüger.

Und auch die Taz brachte ihn (von zu Guttenberg), wenn auch mit einer Satire, auf der Titelseite. Auf Seite 10 dann erklärte Politikberater Klaus Peter Schmidt-Dequelle dann in einem Interview warum Guttenberg „erledigt“ ist.

Guttenberg Förderer Giovanni di Lorenzo Initiator dieser neuen medialen Inszenierung
Insgesamt heftige Kritik also:
Mit Ausnahme des Mitinitiator Giovanni di Lorenzo: Chefredakteur der Zeit. Di Lorenzo war immer ein Guttenberg Befürworter. Wie die Bild Zeitung; „Scheiß  auf den Doktor“ (1) hielt er ihm bis zu letzt die Stange. Auf dem Höhepunkt der Plagiatsaffäre hat er dafür plädiert seinen Doktor abzugeben, das Amt aber solle er behalten. (2)
Im Vorabdossier am vorletzten Donnerstag konnte man zwar ansatzweise ein kritisches Interview erkennen, aber insgesamt war es wohl eine Tarnung, um seinen Held von zu Guttenberg eine geeignete Bühne zugeben. Und natürlich einen PR Boden zu schaffen, um das gemeinsame Buch „Vorerst gescheitert“ zu einem Verkaufsschlager zu machen.

Der Freiherr ist nun endgültig ein Märtyrer
Fazit:
Die Kritik an seinem geplanten Comeback und die (gewollte?) Buchkampagne war zwar überwiegend vernichtend. Ohne Frage. Aber die, die den Freiherr als neuen Messiah sahen (einer der es der politischen Elite mal so richtig zeigt) und immer noch sehen wollen hat sich das Bild letzte Woche wahrscheinlich sogar noch verschärft. Der Freiherr ist nun endgültig ein Märtyrer. Die Öffentlich-Rechtlichen wissen noch gar nicht welche Unterstützung sie von Guttenberg damit gegeben haben. Zumindest haben sie für Lorenzos und Guttenbergs Buch  kostenlose PR-Kampagne gemacht. Wenn nicht sogar noch mehr.
Die Rückkehr des Adligen – Vorerst Gescheitert? Wahrscheinlich.
Wir werden wohl bald wieder was von ihm hören. In welcher politischen Funkion auch immer.

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Quelle1-2
Ruhrbarone: änsefüßchen Affäre
taz.de : Di Lorenzo verteigt sich und zu Guttenberg

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Der Netzfall von zu Guttenberg

Seit mehr als 3 Wochen diskutiert die Öffentlichkeit nun den Guttenberg-Betrug. Selten waren die Deutschen so gespalten. Selten wurde Ruhr rein, Rhein raus so intensiv und polarisierend debattiert. Und selten diskutierte die Netzöffentlichkeit so erfolgreich mit dem kommerziellen Verlags-Mainstream. Und ausgerechnet das Netz brachte den Freiherr trotz Pro-Kampagne bei Facebook zu Fall.

Es ging um die Frage:
Ist das Stehlen von geistigen Eigentum ein Kavaliersdelikt? Und darf ein Politiker sich locker und höflichst über Regeln hinwegsetzen, nur weil er lt. Umfragen einer der beliebtesten Politiker war, vielleicht noch ist?
Mit seinem Rücktritt hatte er, so erschien es zunächst, die Antwort selbst gegeben. Aber die Öffentlichkeit, der Mainstream und das Netz kommunizieren weiter. Es gab am Wochenende sogar Pro und Kontra Demonstrationen, dweiterlesenie überwiegend im Netz organisiert wurden.

 


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Der Netzfall von zu Guttenberg

von Marty Ludischbo
Seit mehr als 3 Wochen diskutiert die Öffentlichkeit nun den Guttenberg-Betrug. Selten waren die Deutschen so gespalten. Selten wurde Ruhr rein, Rhein raus so intensiv und polarisierend debattiert. Und selten diskutierte die Netzöffentlichkeit so erfolgreich mit dem kommerziellen Verlags-Mainstream. Und ausgerechnet das Netz brachte den Freiherr trotz Pro-Kampagne bei Facebook zu Fall.

Es ging um die Frage:
Ist das Stehlen von geistigen Eigentum ein Kavaliersdelikt? Und darf ein Politiker sich locker und höflichst über Regeln hinwegsetzen, nur weil er lt. Umfragen einer der beliebtesten Politiker war, vielleicht noch ist?
Mit seinem Rücktritt hatte er, so erschien es zunächst,  die Antwort selbst gegeben. Aber die Öffentlichkeit, der Mainstream und das Netz kommunizieren weiter. Es gab am Wochenende sogar Pro und Kontra Demonstrationen, die überwiegend im Netz organisiert wurden.

Aufklärung aus dem Netz.
Als der Freiherr die Vorwürfe Mitte Februar noch locker abstritt, wurde beim Anbieter  Wikia ein Wiki erstellt. Das Guttenplag-Wiki. Titel: „Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg: Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU.

Nach und nach haben die User/Innen Guttenbergs in diesem Wiki Texte mit dem Originalen gegenübergestellt. Ab diesem Zeitpunkt fand ein intensiver Austausch zwischen Netz und kommerziellen Mainstream statt. Das Guttenplag-Wiki fand nicht nur Zugang bei Spiegel-Online, sogar die Tageschau und in diversen Talksendungen wurde das Wiki erwähnt.
Das beeindruckte wohl auch den Ex-Minister. Erst hat der Verteidigungsminister a.D. weitere Fehler eingestanden. Sogar den Verzicht auf den Doktortitel hatte er angeboten. Dann, nachdem die Universität ihm den Titel aberkannte und Wissenschaftler/Innen, auch im Netz, sich gegen ihn positionierten, trat er trotzig zurück. Und Schuld waren natürlich aus seiner Sicht die Medien. Er meinte wohl das Internet.

„Getriebener im Internet“ war beim Freitag zu lesen.
„Das Netz besiegte Minister“, findet dann sogar Spiegel-Online.
Und das obwohl die Boulevardpresse den konservativen Messiah bis zum Schluss die Königtreue gehalten hatte. Ohnehin bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass gerade Bild, die Royalpresse, aber u.a auch der Spiegel das PR-Produkt-Guttenberg in der öffentlichen Beliebtheitsskala hinein geschrieben hatten. Das ist nun erstmal Geschichte

PRO Kampagne bei Facebook
Das Netz positioniert sich vielseitig.
Wer aber glaubt, dass das Netz eine einzigartig progressive Gegenöffentlichkeit sei, verkennt, dass auch die andere Seite interaktiv unterwegs ist, um die Meinungsbildung im Netz zu beeinflussen. Über 400TDT Netzuser und Userinnen unterstützen die Kampagne „Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg auf Facebook. Über 500TD wollen ihn sogar zurück. Sie sagen damit klar. „Ja, Stehlen ist ein Kavaliersdelikt und ja, natürlich soll er eine neue Chance bekommen“. Und zwar schnell. Deswegen organisierten die Fans des Monarchen gar Demos in mehreren Städten.

Spott gegen KTG-Fans

Die Pro-Demos allerdings wurden von lockeren Gegendemonstrationen begleitet. „Spötter stehlen KTG-Fans die Show“ urteilte Spiegel-Online
„Beifall und Spott“ nahm FR-Online diese Kommunikation auf der Straße wahr. Es wird also weiterdiskutiert. Im Netz, im Mainstream und auf der Straße.

Fazit: Netzaktivismus lohnt sich. Es lassen sich mit einfachen Instrumenten (z.B Wiki) Aufklärung betreiben. Und ab und an kann dadurch sogar ein vom Mainstream gepuschter Politiker zu Fall gebracht werden. Es lassen sich allerdings  auch Kampagnen aller Art , schnell und zielorientiert, organisieren.
Sie funktionieren, trotz unglaublicher Unterstützungswerte, allerdings nicht immer, wie man bei den Pro-Guttenberg-Kampagnen bei Facebook sehen kann.

Der Netzfall von zu Guttenberg:  Aufklärung setzte sich gegen Kampagne durch. Klasse gegen Masse.
Die Kommunikation im Netz lebt.  Aber bitte jetzt mal  weniger über zu Guttenberg. Er soll jetzt auch mal seine Chance zum Nachdenken haben.  Und das Netz rüstet sich für weitere Aufklärungen aller Art.  Bitte weitermachen.

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Martha Brauch in Blog Muskelkater  „Schuhe für die Einsicht“

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Guttenberg: Kein Rücktritt, aber Verzicht des Doktortitel

Die Zeit holt uns ein. Wir alle kennen diesen Spruch. Manchmal passt er auch zu einem selber. Diesmal scheint es unseren obersten Monarchen zu treffen. Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland, ist mit dem Vorwurf konfrontiert, dass er bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben soll. Genauer gesagt: Er soll Textbausteine und Absätze von anderen Autoren nicht in Zitate gekennzeichnet haben. Nun steht sein Doktortitel zur Diskussion. Von Rücktritt ist aber keine Rede mehr

Tja, der Spott ließ nicht lange auf sich warten.

Juli Seeliger titelte in der TAZ :“Der Lurch des Jahres

In der heutigen TAZ-Seite auf Seite 6 lästerte Niklas Wirminghaus mit der Überschrift: „Neue Probleme mit Googleberg“

Im Internet ist eine Seite eingerichtet worden: Gutenplag Wiki
Dort sollen alle Fakten dokumentiert werden.

Auch in der konservativen Presse kommt der Umfrageliebling nicht gut weg. Die Union witterte natürlich eine linke Kampagne. Deshalb wird er von Schäuble und Merkel noch öffentlich gestützt.
Heute sollte eine Pressekonferenz in Berlin stattfinden. Dieser PK stellte er sich aber nicht. Der Adlige entschuldigte sich und verzichtet vorerst auf seinen Doktortitel.
Seine Erklärungen wurden nur von auserwählten Medienvertreter/Innen abgegeben, berichtete Radio 98,5

Die Hannoverische Tageszeitung hatte gestern noch davon gesprochen, dass der Minister zurücktreten könnte. Es scheint so, als backt er nun kleine Brötchen. Vielleicht hat er ja Glück und die Öffentlichkeit verzeiht ihm auch das. Viele munkeln schon: Wenn er das medial überlebt, sogar noch Nutzen aus der Affäre zieht, dann steht die Tür im Kanzler ganz weit offen.

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Guttenberg fordert unverkrampften Umgang mit wirtschaftlichen Interessen in der Sicherheitspolitik"

In Berlin, am Tag der deutschen Geschichte, sprach sich der Minister Guttenberg für einen unverkrampften Umgang mit wirtschaftlichen Interessen in der Sicherheitspolitik aus. Stattdessen sollten die Deutschen „offen und ohne Verklemmung“ damit umgehen.

Der Verteidigungsminister („der Liebling der Deutschen„) erinnerte in seiner Eröffnungsrede auf dem 9. Kongress zur Europäischen Sicherheit und Verteidigung in Berlin daran, dass Köhler für seinen Verweis auf den Zusammenhang zwischen Sicherheitspolitik und Wirtschaftsinteressen „fürchterlich geprügelt“ worden sei. „Ich frage mich bis heute, was so verwegen an dieser Aussage war“, sagte Guttenberg. „Ich hätte mir von uns allen etwas mehr Unterstützung in dieser Fragestellung gewünscht.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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