Ordnungspolitischer Fehler mit Folgen- Schlecker-Beschäftigte gehen wohl leer aus

Im März sorgte die FDP dafür, dass es keine Transfergesellschaft für die Schlecker-Beschäftigten gegeben hatte. Ein ordnungspolitischer Fehler mit Folgen. Schlecker ist endgültig pleite. Im Juni wurde beschlossen: Schlecker wird abgewickelt.
Die Beschäftigten haben jetzt zwar Ansprüche, gehen aber wohl meist leer aus. Die FDP, damals in Umfragen bei ca. 2%, liegt heute schon wieder fast über 5%.

In einer Pressemitteilung von Verdi hieß es am 06.09.2012:

Die Beschäftigten der Pleite gegangenen Drogeriemarktkette Schlecker bekommen ihre Abfindungen nicht. In der Insolvenzmasse sei nicht ausreichend Vermögen für die Gläubiger und die Beschäftigten, stellte das Ulmer Amtsgericht zum Insolvenzverfahren fest. Der juristische Begriff für diesen Sachverhalt ist „Masseunzulänglichkeit“. „Die Feststellung des Ulmer Amtsgerichts über die Masseunzulänglichkeit hat weitreichende Folgen für die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten, denen nun auch die letzte Hoffnung auf eine finanzielle Entschädigung genommen ist“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.
Quelle

Eine Transfergesellschaft hätte zwar bewirkt, dass der ALG-Bezug sich verzögert und die Beschäftigten auf Abfindung verzichtet hätten müssen, allerdings wäre die Chance einen Investor zu finden größer gewesen. Nun aber haben wir viele Verlierer, die gekündigten Beschäftigten, die allesamt kaum Chancen auf eine Abfindung haben. Ebenfalls die Beitragszahler/-innen, weil es nun für die Arbeitslosenversicherung noch teurer wird.

weiter PM verdi

In letzter Konsequenz sei nicht nur die Transfergesellschaft an der FDP und deren Politik der sozialen Kälte gescheitert, sondern auch die Einlösung der Ansprüche auf eine Abfindung der ehemaligen Schlecker-Frauen und -Männer. „Ich frage mich, ob Herr Rösler noch guten Gewissens schlafen kann oder sich bereits Gedanken über seine eigene Anschlussverwendung macht“, so Nutzenberger.

Dass die Politik sich weigerte, die Bürgschaft von 70 Millionen Euro für die Einrichtung einer Transfergesellschaft zu bewilligen, dafür zahle jetzt der Beitragszahler: Auf mehr als das Doppelte jener Bürgschaftssumme müssen die Bundesagentur für Arbeit nun verzichten.
Quelle

Das war eine „ordnungspolitische Glanzleistung“ – auf Kosten der Schlecker-Beschäftigten – die die marktgläubige FDP mit zu verantworten hat.  Die Rechts-Liberalen haben, Stand Heute, nach einigen Umfragen wieder über 5%.
(Quelle wahlrecht.de Stand 06.09)

Kommentar überflüssig.

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FDP schickt Schlecker-Frauen sofort in die Arbeitslosigkeit

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Jens Berger -NachDenkSeiten Die FDP und die Schleckerpleite-Polittaliban außer Kontrolle


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FDP schickt Schleckerfrauen sofort in die Arbeitslosigkeit

Die FDP – Minister von Niedersachsen, Sachsen und Bayern haben die Kreditbürgschaften für die Auffanggesellschaft für Schlecker platzen lassen. Damit ist das Thema Auffanggesellschaft wohl vom Tisch und die Schleckerfrauen werden wohl nun sofort in die Arbeitslosigkeit entlassen.
Entlassen die Wählerinnen und Wähler die rechts-liberale Marktpartei „FDP“ nun auch endgültig in die politische Bedeutungslosigkeit?

Eines muss man der FDP lassen. Ihrren marktradikalen Prinzipien sind sie diesmal treu geblieben. Zumindest jetzt. „Die finden schnell wieder einen Job“ höhnten einige FDP Männer in die Mikrofone der Fernsehanstalten. 
Wahrscheinlich dachten sie: „Es geht ja nur um Verkäuferinnen und Verkäufer.“
Als es um die Kreditabsicherungen für Banken und Versicherungen  durch Steuergelder ging (Eurohilfen, EFFM,ESM) stehen sie bei der Kanzlerin Gewehr bei Fuß.

„0% ist für diese Partei noch zu viel für die FDP“
, empörten sich Schlecker Betriebsrätinnen in den Medien.

Der Spiegel sagt: FDP ist pleite.(zum Artikel)
Die CDU und die Kanzlerin schweigen.

11000 Schlecker-Mitarbeiterinnen stehen nun auf der Straße (link)
„Das Nein zur Finanzierung der Transfergesellschaft ist für die Schlecker-Frauen eine Katastrophe, denn sie stehen wahrscheinlich schon Ende dieser Woche ohne Job auf der Straße“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel. „Die Frauen haben mit aller Kraft für eine bessere Perspektive, wie sie etwa eine Transfergesellschaft bieten kann, gekämpft. Das ist ein herber Schlag für die Schlecker-Frauen und ein bitteres Armutszeugnis für unser Land“, so Nutzenberger. Und lässt die Schlecker-Frauen verzweifeln. (1)

Natürlich darf man aber an dieser Stelle das Managementversagen der Schlecker-Familie nicht unerwähnt lassen.
Die Auffanggesellschaft wäre aber nicht nur für die nun fast arbeitslosen Mitarbeiter/Innen gut gewesen. Auch die übrig geblieben Beschäftigten hätten deutlich bessere Chancen ein sozialverträgliches Restrukturierungsprogramm des Insolvenzverwalter entgegenzusehen. Außerdem kann es nun durchaus sein, dass doch noch mehr Kündigungen folgen könnten.
Viele Hoffnungen scheiterten.
Die Wählerinnen und Wähler in den bevorstehenden Landtagswahlen können die passende Antwort dazu geben.

(1) verdi: Der FDP sind die Schleckerfrauen völlig egal (link)

Dieser Artikel ist auch auch hier veröffentlicht worden

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