Verkaufsoffene Sonntage – Ein Gespräch mit verdi-Sekretär Helmut Süllwold

Neben der akuten Sparpolitik in Bochum gibt es noch ein wichtiges Thema, dass nicht nur in Bochum für Aufmerksamkeit sorgt. Das vorläufige Aus für „Verkaufsoffene Sonntage“ in Bochum steht aber bereits wieder für die nächste Ratssitzung im März auf der Tagesordnung.
Das Thema wird z.Z auch in NRW diskutiert. Die Landesregierung prüft, ob das bisherige LÖG-NRW novelliert werden muss.

Wir haben den zuständigen Bochumer Verdi-Sekretär Helmut Süllwold per Mail gebeten, uns einige Fragen zu beantworten.

logo kleinweißWie bewerten Sie den Bochumer Beschluss? (vom Februar)
Helmut Süllwold: Grundsätzlich ist es eine (wenn sie denn an sachlichen Gründen orientiert ist) konsequente Entscheidung, die deutlich macht (es war ja eine knappe Mehrheit dagegen / im letzten Jahr eine knappe Mehrheit dafür), dass durchaus politische Mehrheiten für auch AN-orientierte Entscheidungen möglich sind. Es liegt allerdings bereits ein nächster Antrag des Einzelhandelsverbandes vor, der sicherlich erneut dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Ich befürchte, dass noch mal kräftig an der „Überzeugung“ der Ratsmitglieder (ob nun mit oder ohne Fraktionszwang) gearbeitet wird. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass unsere Ratsmitglieder auch dieses Mal eine eigenständige und sachgemäße Ent scheidung treffe. Bei Abwägung aller Sachargumente erwarte ich eine erneute Ablehnung des Antrages oder zumindest eine drastische Kürzung der Zahl der Sonntagsöffnungen. (mehr …)

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