Opel Bertiebsräte werden bestochen? Kampagne oder Aufklärung?

Die FAZ haute in ihrer Automobilsparte so richtig ein raus. 1500 Euro „Schmiergeld“ sollen an Opel Betriebsräte gezahlt worden sein. Meinungsmache, Kampagne oder Aufklärung?

Dieses BSP passt zu unserem zweiten Teil unserer Serie „Meinungsvielfalt in Blogs?

Ich versuche einmal zu hinterfragen, ob es sich hierbei um Aufklärung eines sog Schmiergeldskandals geht, oder ob es sich um eine Kampagne handelt, die darauf abzielt Stimmung gegen Arbeitnehmervertreterinnen und Vertreter zu machen.

Zunächst die bekannten Fakten oder angeblich bekannten Fakten:
Ich habe das jetzt nicht selber recherchiert. Darum geht es mir auch nicht.

Angeblich sollen Betriebsräte bis 1500 Euro Sonderzahlungen auf ihr bestehendes Gehalt beziehen. Die Rechtslage sieht so aus, dass Betriebsräten keine Benachteiligungen und keine Bevorteilungen entstehe dürfen. Lt. Zeitungsbericht sollen Opel-Betriebsratsmitglieder „eine Funktionszulage (Betriebsratszulage)“ erhalten. Daneben gebe es eine „BR-Ausschusszulage“. Damit soll Mehrarbeit entlohnt werden, die Betriebsräte leisten. In jedem Betrieben gibt es Reglungen, wie Betriebsräte ein Ausgleich gezahlt wird. (mehr …)

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Was wusste Christian Wulff, heute Bundespräsident, von den Drückermethoden seines Freundes Maschmeyer? Fragen Sie ihn!

von Albrecht Müller/NachDenkSeiten
NachDenkSeiten - Die kritische WebsiteEs gibt eine Liste von ca. 34.000 Kunden des AWD, die in der Mehrzahl mit der Anlage ihres Ersparten bei der Maschmeyer Firma ein Fiasko erlebt haben. Panorama hat im Beitrag „Neues von Drückerkönig“ gestern davon berichtet. Es wird gezeigt, wie die Betroffenen mit System geschädigt worden sind. Menschen, die ihr Erspartes meist im Blick auf ihre Altersversorgung in Geschlossenen Fonds angelegt haben, haben auf den AWD und Maschmeyer vertraut. Das Vertrauen war auch ein von Dritten bezeugtes Vertrauen – von Gerhard Schröder und vom jetzigen Bundespräsidenten zum Beispiel. Das Ansehen des Drückerkönigs ist von diesen Personen aufpoliert worden. Da liegt es sehr nahe, Fragen zu stellen.

Fragen zu stellen ist dringlich, hier eine Auswahl, die Sie nach eigener Fantasie ergänzen sollten:

  • Was wusste der Bundespräsident und frühere Ministerpräsident von den Methoden seines Freundes Maschmeyer?
  • Wusste er von den Ursachen und Hintergründen von Maschmeyers märchenhaftem Vermögen, als das Ehepaar Wulf noch nach der Wahl zum Bundespräsidenten in Maschmeyers Villa auf Mallorca Ferien machte?
  • Ist der Bundespräsident bereit, seinen Einfluss auf Maschmeyer zu nutzen, damit Maschmeyer mit den vielen 100 Millionen, die er mit fragwürdigen Methoden verdient hat, irgendwann seine Opfer entschädigt?

Im neuen Film gibt es eine denkwürdige Äußerung der Vertreterin der Stiftung Warentest, Ariane Lauenburg:

„Ich glaube, dass Carsten Maschmeyer mit dem Geld der Anleger sehr gut lebt. Er hat seinen Wohlstand auf dem Leid der Anleger aufgebaut.“

Das ist wohl richtig gesehen und deshalb ist es auch berechtigt, dem Bundespräsidenten die notwendigen Fragen zu stellen. Vor allem auch jene nach der Bereitschaft, seinen Einfluss auf Maschmeyer geltend zu machen, um eine Entschädigung der Opfer zu erreichen. Unsere Empfehlung: Stellen Sie Ihre Fragen und machen Sie Ihre Bemerkungen auf sachliche Weise. Die Schärfe liegt hier in der Sache.

Sie sollten im Netz einen Sturm entfachen:

  • Schreiben Sie ihm per E-Mail: poststelle@bpra.bund.de oder bundespraesident@bpra.bund.de
  • Oder per Post:
    Bundespräsidialamt
    11010 Berlin
  • Oder per Fax: (030) 20 00-19 99
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten von Internet, Twitter, Facebook usw., um unsere Anregungen weiter zu verbreiten. Verlinken Sie einfach mit diesem Beitrag.

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Geschäfte auf Gegenseitigkeit – jetzt kommt die gängige politische Korruption endlich mehr ans Tageslicht

Lesen Sie bei Lobbypedia alles über Herrn Maschmeyer

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Neuer Fall hinter der Drehtür

Die Drehtür dreht sich wieder!
Diesmal: Günter Verheugen, EX EU Kommisar:

Gerade sechs Monate nachdem Günter Verheugen als Industriekommissar aus der Europäischen Kommission ausgeschieden ist, hat er vier Beratungstätigkeiten in der Wirtschaft ergattert, unter anderem als Chefberater bei der Royal Bank of Scotland und im internationalen Beirat der Lobbyagentur Fleishman-Hillard. Jetzt kam heraus, dass er bereits im April eine eigene Lobbyberatung gegründet hat.

LobbyControl starte deshalb einen neue Online-Aktion:

Stoppen Sie das Absahnen von EU-Kommissaren! Stoppen Sie Verheugen!

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